<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699</id><updated>2012-02-16T07:20:25.448+01:00</updated><title type='text'>Markus</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>62</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-6850281642076809949</id><published>2010-11-16T16:30:00.000+01:00</published><updated>2010-11-16T16:37:13.601+01:00</updated><title type='text'>Marga Behrend zu Judas und Pilatus</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jesus wusste sehr genau, dass Judas ihn nicht erkennen konnte als den erwarteten Messias. Trotzdem duldete er ihn unter seinen Jüngern. Judas ersehnte die Befreiung von dem Römischen Joch und nach allem was er an Wundern durch Jesus miterlebt hatte, hoffte er, dass Jesus eines Tages das Judäische Volk wie durch ein Wunder von den Römern befreien würde. Als er sah, dass Jesus nichts in dieser Richtung unternahm, dachte er sich, wenn er Jesus ein wenig in Bedrängnis brächte, dann würde dieser schon entsprechend handeln und das ersehnte Ziel, die Freiheit für sein Volk, würde sich herbeiführen lassen. Insofern trifft (aus meiner Sicht) Judas die geringste Schuld an dem schmerzlichen und schmachvollen Tod Jesu am Kreuz. Als Judas dann miterleben musste, was er da in Gang gebracht hatte erhängte er sich in seiner Verzweiflung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders sieht es bei Pilatus aus. Er konnte keine Schuld an Jesus finden. Er war aber der Richter, der ein gerechtes Urteil aussprechen musste. Was hat ihn dazu veranlasst gegen seine Erkenntnis über die Unschuld Jesu zu handeln?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pontius Pilatus war Römischer Prokurator über Judäa und dem Kaiser und Gott Tiberius in Rom verpflichtet. Nun hatte der Kaiser allen Prokuratoren innerhalb des weiträumigen Römischen Reiches geboten, einen Volksaufstand unbedingt zu unterbinden. Wenn ihm das nicht gelang, hätte es Pilatus das Amt in Judäa gekostet und eventuell wäre ihm auch noch Schlimmeres in Rom widerfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pilatus versuchte also, sich irgendwie aus dem Zwiespalt zwischen seinem Gewissen und der ihm drohenden Unbill Seitens des Kaisers herauszuwinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus wurde vor Pilatus gebracht am Rüsttag auf das Paschafest. Es war üblich, dass sich die Juden an diesem Tage einen Verurteilten wünschen konnten, dass er frei gelassen würde. Pilatus hoffte, dass er sich durch diesen Brauch seiner Verantwortung, über Jesus ein Urteil sprechen zu müssen, entziehen konnte. Deshalb stellte er Barrabas, einen Voksaufrührer, der innerhalb eines kleineren Aufstandes Menschen getötet hatte, neben Jesus und rief dem Volk zu, sich einen von Beiden frei zu wünschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da das Paschafest bevorstand wimmelte es in Jerusalem von Menschen. Eine große Menschenmenge war also dabei, über das Schicksal von Jesus und Barrabas zu entscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pilatus sagte dem Volk über Jesus:"Ich finde keine Schuld an ihm." Wen soll ich euch frei geben?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schriftgelehrten, die sich schon lange in ihrer Eitelkeit gekränkt fühlten, weil Jesus ihnen immer wieder deutlich gemacht hatte, wie sie die Religion verwässert hatten, wiegelten das Volk auf und rieten dazu, sich Barrabas zu wünschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Mehrzahl der Menschen dort war nicht fähig, sich ein eigenes Urteil zu bilden und so vertrauten den Schriftgelehrten und wünschten sich Barrabas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pilatus spürte, wie aufgebracht die Menschenmenge wurde und dass es nicht mehr weit war bis zu einem Volksaufstand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pilatus fragte:"Was soll ich denn mit Jesus tun, was für ein Verbrechen hat er denn begangen?" Da schrien die Menschen:" "Ans Kreuz mit ihm!" Da ließ sich Pilatus Wasser bringen wusch sich die Hände und sagte:"Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen, das ist eure Sache!" Das Volk aber rief:"Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!" Darauf gab Pilatus Barrabas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Jesus am Kreuz hing, war dort , wie es üblich war, geschrieben, weshalb er hingerichtet wurde. In Aramäisch, Latein und Griechisch stand dort zu lesen: Jesus von Nazareth, König der Juden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gingen einge Hohepriester zu Pilatus und sagten, dass das falsch sei, er sei ja nicht König der Juden, sondern er habe behauptet, dass er der König der Juden sei. Aber Pilatus antwortete ihnen:"Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben" und ließ nichts ändern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Jesus von Pilatus verhört wurde, fragte Pilatus: "Bist du der König der Juden?" und Jesus antwortete:"Du sagst es. Mein Reich ist nicht von dieser Welt".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pilatus wusste also sehr genau, dass Jesus kein Aufrührer war. Als solchen hatten die Hohenpriester ihn an Pialtus ausgeliefert, denn das zog unweigerlich den Tod am Kreuz nach sich. Pilatus konnte Jesus höchstens für einen religiösen Spinner halten, aber auch das tat er nicht. Er war von Jesus tief beeindruckt und spürte, dass etwas Besonderes von Ihm ausging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus meiner Sicht hat die Feigheit des Pilatus und die gekränkte Eilelkeit der Schriftgelehrten sowie die Unwissenheit des Volkes Jesus ans Kreuz gebracht. (mal ganz abgesehen davon, dass Ihm der Tod am Kreuz als Erlösungstat und als Beleg dafür, dass der Mensch auch im höchsten Schmerz zur Vergebung fähig ist, bestimmt war.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So einfach konnte es sich Pilatus nicht machen, dass er seine Hände in Unschuld wusch, das nahm noch nicht die Verantwortung von seinen Schultern. Auch dass er die Inschrift auf dem Kreuz nicht ändern wollte, zeigt noch einmal, dass er sich wohl bewusst war, einen Unschuldigen hingerichtet zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was können wir daraus lernen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Feigheit (Pilatus)&lt;br /&gt;Hinterhätigkeit (Schriftgelehrten)&lt;br /&gt;Dummheit und Unwissenheit (Das Volk an diesem Tage in Jerusalem)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;zusammengenommen können die schrecklichsten Dinge bewirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sollten wir an uns arbeiten und je nachdem wieviel oder wie wenig wir von diesen Dingen besitzen, sollten wir sie durch die entsprechenden Tugenden ersetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wie es in der Physik keine leren Räume gibt, gibt es auch in der Psyche des Menschen keine leeren Räume. Deshalb kann der Mensch eine schlechte Eigenschaft nicht einfach vertreiben, sondern er muss sie durch die zugehörige Tugend ersetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Feigheit – Mut&lt;br /&gt;Hinterhältigkeit – Wahrhaftigkeit&lt;br /&gt;Dummheit und Unwissenheit – Das Erwerben von Wissen und das Üben seiner Intelligenz.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-6850281642076809949?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/6850281642076809949/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/11/marga-behrend-zu-judas-und-pilatus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6850281642076809949'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6850281642076809949'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/11/marga-behrend-zu-judas-und-pilatus.html' title='Marga Behrend zu Judas und Pilatus'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-2086140649717584671</id><published>2010-11-01T20:30:00.001+01:00</published><updated>2010-11-01T20:34:35.722+01:00</updated><title type='text'>Fragen von Nureddin</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Nureddin hat mir nach Fertigstellung seines letzten Blogeintrags noch einige Fragen geschickt, auf die ich nach und nach noch eingehen will. Seine erste Frage ist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wieso wird die Bibel als Gottes Wort verstanden, wenn Jesus (Friede sei mit ihm) nicht direkt einen Einfluß darauf hatte?&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Mein sehr konservativer Vater hat immer geglaubt, daß jeder einzelne Schritt bis zur Fertigstellung der Bibel unmittelbar von Gott geleitet wurde. Für ihn war die Bibel deshalb Gottes Wort, weil sie Gottes Willen entsprach, und deshalb war sie für ihn (wie für Dich, Nureddin der Koran) auch wirklich &lt;em&gt;buchstäblich &lt;/em&gt;wahr. Ich habe um das Jahr 1970 nächtelang erbittert mit meinem Vater diskutiert, weil ich es anders glaubte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile haben viele konservative Ausleger die kritischen Methoden der modernen Historiker akzeptiert. Der Papst gehört zu ihnen und sagt auf Seite 17 seines Jesusbuches, er habe dieses Buch nicht &lt;em&gt;gegen die moderne Exegese geschrieben&lt;/em&gt;, sondern &lt;em&gt;in großer Dankbarkeit für das viele, was sie uns geschenkt hat und schenkt&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der modernen Exegese ist es bei der Entstehung der Bibel durchaus menschlich zugegangen. Es wurden Fehler gemacht, es gingen Manuskripte verloren, es mußten menschliche Entscheidungen für und gegen die Aufnahme verschiedener Bücher in den &lt;em&gt;Kanon&lt;/em&gt;, wie man das Ganze nennt, getroffen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hält das Ganze trotzdem zusammen? Für mich ist es der Gesamteindruck, der im Kopf und Herzen eines Gläubigen entsteht, wenn er sich lange mit den einzelnen Teilen beschäftigt hat. Er erkennt zwar eine gewisse Spannweite an Unterschieden, er scheidet das eine oder andere sogar für sich persönlich aus, aber er sieht insgesamt einen großen zusammenhängenden Strom an Gedanken des Glaubens, der ihn am Ende überzeugt und seinen Glauben in starkem Maße fördert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist dieser Strom noch &lt;em&gt;Gottes Wort&lt;/em&gt;? Ich mache ein gedankliches Experiment: Nureddin, nimm einmal an, wir beide seien auf einer einsamen Insel, ohne Bücher, ohne Anschluß an moderne Medien, und ich sei ein religiös vollkommen ungebildeter Mann. Nun erzählst Du mir über Jahre von Deinem Glauben (ohne mir einzelne Stellen des Korans wörtlich sagen zu können, die hättest Du vergessen), und ich nehme diesen Glauben am Ende an. Bin ich ohne ein echtes &lt;em&gt;Wort Gottes &lt;/em&gt;schlechter gebildet, als einer, der parallel einen entsprechenden Kurs an der ehrwürdigen Al-Azhar-Universität in Kairo gemacht und Arabisch, den Koran und vieles andere gelernt und die heiligen Schriften im Original studiert hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei uns Christen ist die Antwort: nein, eher im Gegenteil. Wir lieben das persönliche, mit den Fehlern des Lehrers durchsetzte, aber durch das Leben des Lehrers glaubwürdig gemachte Wissen. An der Uni lernt man im Gegensatz dazu sozusagen klinisch sauberen aber oft toten Wikipedia-Stoff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin im harten Ringen mit meinem Vater zu der Überzeugung gekommen, daß die Lehre von der Menschwerdung Gottes und der Menschlichkeit seines Wortes zusammengehören und daß beide diesen einen Zweck haben: Göttliches und Menschliches zu einer Symbiose zu bringen. Gedanklich ist das eigentlich fast unmöglich, zu groß ist die Differenz, aber Gott kann und will sie überwinden, aus Liebe zu den Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Ergebnis dieser göttlichen Menschlichkeit entsteht ein lebendiger, am menschlichen Alltag und an den realen Bedingungen der menschlichen Existenz orientierter Glaube. Das ist &lt;em&gt;mein &lt;/em&gt;Glaube.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-2086140649717584671?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/2086140649717584671/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/11/fragen-von-nureddin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2086140649717584671'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2086140649717584671'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/11/fragen-von-nureddin.html' title='Fragen von Nureddin'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7704631745735278816</id><published>2010-10-25T20:45:00.004+02:00</published><updated>2010-10-26T22:01:03.778+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Bis ans Ende der Welt"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Das Markusevangelium endet mit diesem Kapitel, und damit endet heute auch ein christlich-islamisches Projekt. Ein gläubiger Christ und ein gläubiger Muslim lesen gemeinsam die Bibel, mit viel Geduld und mit viel Respekt. Mir wurde es deutlich, wie ein frommes christliches Herz beim Lesen der Bibel, mit der Seele Jesu (Friede sei mit ihm) verschmilzt und wie das Evangelium seine Seele zu Gott bringt. Dieser Weg ist ein anderer als meiner, und ich vermag nicht Richter zu sein über den Weg, aber eins ist durch das Parallellesen der Bibel (wie zuvor des Koran) klar geworden: dass die Wege zu Gott so viele sind, wie die Atemzüge aller seiner Geschöpfe zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bibel ist grundsätzlich anders aufgebaut als der Koran. Das Markusevangelium als ein Teil des Neuen Testaments ist wie der Rest eine Art Lebensgeschichte Jesu (FSMI). Die Bibel ist eher ein Buch mit Geschichten oder eine Art Geschichtsbuch. Der Koran hingegen hat zwar auch einige Geschichten, ist aber grundsätzlich anders aufgebaut. Er hat eine ganz andere Sprache, es geht ihm nicht hauptsächlich darum, Geschichten komplett wiederzugeben, sondern es scheint, dass es ihm vordringlich um die Pointe geht. Diese Pointe ist der Glaube an den einen, einzigen Schöpfer und das Leben nach dem Tod. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Bibel geht auch auf diese Themen ein, jedoch ist die Pointe nicht so klar wie im Koran, und sie lässt auch ein bestimmtes Resumé nicht zu. Die Gläubigen werden in ihrem Urteil etwas mehr allein gelassen, wohingegen das Urteil im Koran ganz klar und fest ist. Deim Lesen der Bibel wird auch deutlich, dass sie das ältere Werk ist, und dass sie ein Buch aus einer anderen Zeit ist als der Koran. Sie stellt andere Dinge wie etwa Heilunswirkungen stärker in Vordergrund als der Koran und ist sprachlich gesehen eher einfacher zu verstehen. Der Koran benutzt dagegen eine eher buntere Sprache und lässt Möglichkeiten zur Vielfalt im Nachdenken zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In beiden Büchern wird allerdings deutlich, dass sie keine einfachen Texte sind. Der Koran gibt Hinweise auf das Leben des Propheten, um das Verständnis zu erleichtern, das neue Testament dagegen&lt;br /&gt;i s t das Leben Jesu (FSMI). Das ist für mich der markanteste Unterschied der beiden heiligen Bücher der Gläubigen. Beide lassen den Leser nur in sich hinein, wenn er viel Engagement und Freude mitbringt. Für die modern-hochmütigen, atheistisch angehauchten Menschen, die nicht den nötigen Respekt vor der Schrift aufbringen, sind die Texte recht schwer verdaubar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An vielen Stellen habe ich den kritischen Blick der modernen Menschen vor Augen. Besonders im Alten Testament gibt es zahlreiche Stellen, die mit dem modernen Verständnis kollidieren könnten. Hier können etwa die Rolle der Frau, das Verhältnis zur Gewalt und die Gleichstellung der Völker zentrale Kritikpunkte darstellen. Im neuen Testament gibt es dagegen insgesamt einen anderen Unterton, der mit dem gewaltfreien und friedlichen Leben Jesu (FSMI) zu erklären ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI) hat nur kurz gelebt, man spricht von etwa 33 Jahren. In dieser Zeit, hat er weder eine grosse Anhängerschaft gefunden, noch hat er ein einfaches Leben führen können. Er hat wie ein Engel gelebt und eisern das Wort Gottes verkündet. Mohammed (FSMI) hat länger gelebt (63 Jahre) und hat eine grössere Gruppe von Gläubigen um sich herum geschart. Er konnte heiraten, Kinder zeugen, Verteidigungskriege führen, einen Gottesstaat gründen. Er war insgesamt wie die Propheten vor Jesus (FSMI) uns ähnlicher, menschlich näher. Möglicherweise, hat die wundersame Geburt Jesu (FSMI), ohne einen Vater, diese menschliche Seite ein wenig beeinflusst. Er war sicher kein Gott oder Gottes Sohn, hatte aber etwas Niedagewesenes an sich, das ihn vor Heirat etc. fernhielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Resumé möchte ich als gläubiger Muslim sagen, dass das Studium des Markusevangeliums meinen Glauben insgesamt gestärkt hat. Ich habe erkannt, dass die Bibel ein lesenswertes Buch ist und für interkulturelle Menschen ein Muss darstellt. Das Leben Jesu (FSMI) ist für uns Muslime genau so wichtig wie für Christen, und wir müssen es lesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Neue Testament stellt dafür eine gute Möglichkeit dar. Allerdings müssen die Stellen, die mit dem Islam im Widerspruch stehen, kritisch differenziert werden. Hauptsächlich ist das die Lehre von der Trinität, die ja selbst unter Christen unterschiedlich verstanden wird. Trotzdem sollte der kritische Blick den muslimischen Leser nicht abschrecken, das Buch zu lesen. Ich habe durch das Studium mehr Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Christen und Muslime gefunden als vorher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um nochmal auf die letzte Bibelstelle zu kommen und Christians Frage zu beantworten: die Geschichte wäre m.E. nicht anders verlaufen, wenn die Christen sich äußerlich anders gezeigt hätten, als der Prophet Mohammed (FSMI) ihnen begegnete. Denn es war von vorneherein klar, dass Mohammed (FSMI) als Siegel der Propheten zum Schluss der Zeit, als &lt;em&gt;Ahmed&lt;/em&gt; (Aufklärer) kommen sollte und die Offenbarung Gottes komplettisieren sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Propheten sind von Gott beauftragte Wesen. Sie handeln im Auftrage Gottes. Ihr unvergleichliches Leben und ihre leidenschaftliche Hingabe ist der Beweis für ihre Prophetenschaft. Für alle Propheten gelten diese uneigennützigen Eigenschaften, so auch die von Jesus und Mohammed (FSMI beiden). Mohammed (FSMI) hat mit dem Islam selbstverständlich keinen eigenmächtigen Protestzug gegen eine schwache Gruppe von syrischen Christen gestartet. Er ist mit dem Auftrag Gottes gekommen und unterstützt durch die Offenbarung des Koran, um die Religion zu vervollkommnen und um eine Reinigung vom Aberglauben durchzuführen und im Ergebnis die Menschen zum geraden Weg zu führen. Demnach ist Mohammed(FSMI) als letzter Prophet des selben, einen Gottes nicht nur der Prophet der Muslime, sondern auch der Prophet aller Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott spricht zu Mohammed (FSMI):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dir zu Liebe habe ich das Universum erschaffen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime glauben, dass Gott Mohammed (FSMI) als den ersten Menschen aus seinem eigenen Licht erschaffen hat. Aus dem Geist Mohammeds (FSMI) hat er die Materie und folglich die Sterne, die Erde, die anderen Propheten und auch uns geschaffen. Aus dem Geist Mohammeds (FSMI) ist alles im Universum erschaffen. Daher rührt die Sonderstellung Mohammeds (FSMI) unter den Propheten. Der Prozess des ersten fleischgewordenen Menschen, Adam (FSMI), spielt sich erst danach ab. Adam (FSMI) ist für die Muslime nicht nur der Vater aller Menschen, sondern auch ein Prophet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder vorausgehende Prophet hat seine Nachkommenschaft vorausgesagt. So hat auch Jesus (FSMI) das Kommen des Propheten Mohammed (FSMI) vorausgesagt. In der jetzigen Bibel wird an verschiedenen Stellen diese Botschaft deutlich. Im griechischen Urtext der Bibel taucht der Name &lt;em&gt;Paraklet &lt;/em&gt;auf. Paraklet hat dieselbe Bedeutung wie das arabische Wort &lt;em&gt;Ahmed&lt;/em&gt;, der ein Name des Propheten Mohammed (FSMI) ist und auch im Wort Mohammed, mit H-M-D vorkommt. Martin Luther hat das Wort Paraklet mit &lt;em&gt;Tröster&lt;/em&gt;, den heiligen Geist, übersetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Lutherbibel steht:&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;{Johannes.16,5-7}&lt;br /&gt;5Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter euch fragt mich: Wo gehst du hin? 6Sondern weil ich solches geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns geworden. 7Aber ich sage euch die Wahrheit: es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch; so ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.14,16}&lt;br /&gt;Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch bleibe ewiglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.14,26}&lt;br /&gt;Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.16,8-9}&lt;br /&gt;8Und wenn derselbe kommt, wird er die Welt strafen um die Sünde und um die Gerechtigkeit und um das Gericht: 9um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.15,22}&lt;br /&gt;Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen gesagt, so hätten sie keine Sünde; nun aber können sie nichts vorwenden, ihre Sünde zu entschuldigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.15,24}&lt;br /&gt;Hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie es gesehen und hassen doch beide, mich und den Vater.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.16,10}&lt;br /&gt;um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht sehet;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Apostelgeschichte.5,31}&lt;br /&gt;Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zu einem Fürsten und Heiland, zu geben Israel Buße und Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Römer.4,25}&lt;br /&gt;welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Gerechtigkeit willen auferweckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.16,11}&lt;br /&gt;um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.12,31}&lt;br /&gt;Jetzt geht das Gericht über die Welt; nun wird der Fürst dieser Welt ausgestoßen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.16,12}&lt;br /&gt;Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{1 Korinther.3,1}&lt;br /&gt;Und ich, liebe Brüder, konnte nicht mit euch reden als mit Geistlichen, sondern als mit Fleischlichen, wie mit jungen Kindern in Christo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.16,13}&lt;br /&gt;Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.14,26}&lt;br /&gt;Aber der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{1 Johannes.2,27}&lt;br /&gt;Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt bei euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand lehre; sondern wie euch die Salbung alles lehrt, so ist's wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibet bei ihm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.16,14-15}&lt;br /&gt;Derselbe wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen. 15Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich euch gesagt: Er wird's von dem Meinen nehmen und euch verkündigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.3,35}&lt;br /&gt;Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;{Johannes.17,10}&lt;br /&gt;Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; und ich bin in ihnen verklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Judenchristen war diese Sicht eine Selbstverständlichkeit und sie haben auf das Kommen des Aufklärers, Paraklets, Ahmeds gewartet. Sie wurden allerdings von den griechisch-römisch beeinflussten Heidenchristen übertönt und der Glaube wurde ihnen aberkannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, diese islamischen Folgerungen stehen gewiss im Widerspruch zu der aktuellen christlichen Sicht. Für sie ist der Paraklet der heilige Geist im Sinne des Dreifaltigkeitsglaubens, und von daher erwarte ich natürlich keine Übereinstimmung mit meinen christlichen Freunden. Ich denke aber, dass es den einen oder anderen geben wird, der darüber mutig nachdenkt. Mohammed (FSMI) ist wahrlich der Aufklärer, auf den die Menschen warten. Nur schade, dass die Menschen ihn nicht richtig kennen, sondern vielfach kitschige Klischees das falsche Bild des kriegerischen, polygamen Barbaren bestimmen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist alles so deutlich. Kein anderer, als Mohammed (FSMI), hat nach Jesus (FSMI) die tiefe Wirkung der selben Quelle so zum Ausdruck gebracht. Kein anderer hat sich auf Jesus (FSMI) bezogen, kein anderer hat den Monotheismus gepriesen. Kein anderer ist nach Jesus (FSMI) gekommen und keine Religion wächst, wie der Islam. Der Islam ist für die Welt keine fremde Religion, nicht fremder als das Judentum oder das Christentum. Ich weiß, dass meine christlichen Freunde anders darüber denken, aber dass sie dieser islamischen Sicht mit Geduld und Respekt begegnen werden.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7704631745735278816?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7704631745735278816/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-bis-ans-ende-der-welt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7704631745735278816'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7704631745735278816'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-bis-ans-ende-der-welt.html' title='Nureddin zu &quot;Bis ans Ende der Welt&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4030022908702701772</id><published>2010-10-23T10:00:00.000+02:00</published><updated>2010-10-23T11:05:53.680+02:00</updated><title type='text'>Bis ans Ende der Welt</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird errettet werden; wer aber ungläubig ist, wird verdammt werden. Diese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden, werden Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Herr wurde nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber zogen aus und predigten überall, während der Herr mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigte.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 16, 15 – 20, Ende des Buches)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Man wünschte sich an dieser Stelle noch einen längeren Bericht über die letzten Stunden, die Jesus mit seinen Jüngern auf der Erde verbracht hat. Tatsächlich berichten alle anderen Evangelisten ausführlicher über diesen nach dem Glauben der Christen wichtigsten Abschied der Weltgeschichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hat damals ein Christ, der ohne das komplette Neue Testament und nur mit dem kurzen Markusevangelium in der Tasche im Glauben heranwachsen mußte, aus diesen wenigen Zeilen gelesen? Ich vermute: die große Verheißung, nun selbst mit Zeichen und Wundern ausgestattet bis ans Ende der Welt gehen zu können und sich vor nichts fürchten zu müssen. Nach vielen antiken Berichten ist es ja genau das gewesen, was die anderen Menschen an den Christen überzeugend gefunden haben: ihre Unerschrockenheit, mit der sie bis zum Tod an ihrem Glauben festgehalten haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sechs Jahrhunderte später muß der Prophet Mohammed in Mekka die Reste einer aus Syrien stammende Kirche kennengelernt haben. Man darf annehmen, daß diese Kirche die Kraft verloren hatte, ihren Glauben so zu leben, daß er mit Wundern und Zeichen verbunden war. Mohammed hat nichts Attraktives mehr an ihr gefunden und bekanntlich ihren Glauben verworfen, wonach Jesus sich &lt;em&gt;zur Rechten Gottes&lt;/em&gt; gesetzt hat. Wäre die Geschichte anders verlaufen, wenn die Zeichen geblieben wären?&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4030022908702701772?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4030022908702701772/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/bis-ans-ende-der-erde.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4030022908702701772'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4030022908702701772'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/bis-ans-ende-der-erde.html' title='Bis ans Ende der Welt'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-6797141746454615260</id><published>2010-10-21T18:00:00.001+02:00</published><updated>2010-10-21T18:09:20.418+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Neues Leben"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jesus (Friede sei mit ihm) ist nach islamischem Glauben nicht gestorben. Folglich kann er nicht zum Leben wiedererweckt worden sein. Ich werde an dieser Stelle aber nicht darauf eingehen, ob jemand und wer statt Jesus (FSMI) beigesetzt worden ist, auch nicht auf die Reaktion der Jünger. Ich möchte nur soviel sagen, dass ihre ungläubige Reaktion nicht in ein Bild passt mit dem, was sie bereits über ihren Meister oder Lehrer aus eigener Erfahrung wissen. Vielleicht wollte Markus hier die tiefe Wirkung des Wunders noch einmal deutlich hervorheben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle geht es mir vorrangig darum, die Freude mit meinen christlichen Freunden zu teilen, so wie manche Christen die Freude über Dinge, die den Muslimen wichtig sind, mit ihren muslimischen Freunden teilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Tagen der aktuellen Debatten, in denen die Muslime Europas diese Freundlichkeit leider eher zu wenig zu sehen bekommen, und in denen ihre Religion öffentlich und gefährlich diffamiert wird, will ich mich dennoch und erst recht bemühen, am Beispiel des Symbols des Kreuzes für Christen, für die hier aus dem Schlechten schließlich das Gute wird, dieses Gute zu sehen und teile ihre Freude über Jesu (FSMI) Wiedererweckung. Jede Geburt geht mit Wehen einher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Menschen des Dialoges sind interkulturell denkende Menschen. Als solche stehen sie mit einem Bein fest in ihrem Glauben und kreisen mit dem anderen um ihre Achse, und zwar so weit sie kommen. Wichtig ist dabei, weder das eine noch das andere Bein so sehr zu bevorzugen, dass man an dem einem oder anderen Punkt stehenbleibt. Dieses Bild von den beiden Beinen stammt von dem islamischen Gelehrten Mevlana Rumi, der den Zusatznamen &lt;em&gt;Rumi&lt;/em&gt; dafür erhielt, dass er als Muslim in einem christlichen Umfeld freundschaftlich gelebt und von den Christen sehr geschätzt wurde und schließlich diesen Namen &lt;em&gt;Rumi &lt;/em&gt;(der Römer) erhielt. Auch wir müssen hier und heute &lt;em&gt;Rumis &lt;/em&gt;sein, als gegenwärtige Rumis, in einer säkular-christlichen Umgebung und auch in einer atheistisch beeinflussten Umgebung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Wunder angeht, so stellen sie für uns Muslime kaum ein Problem dar, weniger als vielleicht für manchen Christen. Wie ich bereits öfter erwähnt habe, denken wir als Muslime: wer in der Lage ist, die Natur von Null auf zu erschaffen, der wird erst Recht in der Lage sein, die Wunder als im Verhältnis dazu simplen Phänomene zu erschaffen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meiner Meinung nach, machen die Naturalisten den Fehler, dass sie der menschlichen Intelligenz zu sehr vertrauen. Die göttliche Intelligenz liegt hoch über der menschlichen, und vieles kann durch die menschliche Intelligenz gar nicht erklärt und mit dem menschlichen Auge auch nicht gesehen werden. Schaut man sich das Verhältnis Mensch und Universum an, wird der Unterschied von Mensch und Gott deutlich. Was hinter dem Universum ist, ist ein weiteres Rätsel und wird ungelöst für alle Menschen bleiben, wenn sie sich nicht den Glauben an einen Schöpfer haben. Ohne einen Glauben ist alles Wissen eine Ansammlung von Nullen. Erst durch den Glauben an einen Gott bekommt die Ansammlung von Nullen eine Eins vorgesetzt und alles bekommt wieder einen Sinn.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-6797141746454615260?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/6797141746454615260/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-neues-leben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6797141746454615260'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6797141746454615260'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-neues-leben.html' title='Nureddin zu &quot;Neues Leben&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4919596573205047199</id><published>2010-10-20T16:15:00.003+02:00</published><updated>2010-10-20T16:24:21.012+02:00</updated><title type='text'>Neues Leben</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kommen sehr früh am ersten Wochentag zu der Gruft, als die Sonne aufgegangen war. Und sie sprachen zueinander: Wer wird uns den Stein von der Tür der Gruft wegwälzen? Und als sie aufblickten, sehen sie, daß der Stein zurückgewälzt ist; er war nämlich sehr groß. Und als sie in die Gruft eintraten, sahen sie einen jungen Mann zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem weißen Gewand, und sie entsetzten sich. Er aber spricht zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hingelegt hatten. Aber geht hin, sagt seinen Jüngern und Petrus, daß er euch nach Galiläa vorausgeht! Dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft. Denn Zittern und Bestürzung hatte sie ergriffen, und sie sagten niemand etwas, denn sie fürchteten sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Als er aber früh am ersten Wochentag auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalena, von der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Die ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren und trauerten und weinten. Und als jene hörten, daß er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie nicht. Danach aber offenbarte er sich zweien von ihnen in anderer Gestalt unterwegs, als sie aufs Land gingen. Und jene gingen hin und verkündeten es den übrigen; auch jenen glaubten sie nicht. Nachher offenbarte er sich den Elfen selbst, als sie zu Tisch lagen, und schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärtigkeit, daß sie denen, die ihn auferweckt gesehen, nicht geglaubt hatten. &lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;(Kapitel 16, 1 – 14)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Auch dieses Kapitel wird kaum ein Moslem lesen, ohne als erstes grundlegende Zweifel anzumelden. Und trotzdem – sieht er die Freude, mit der sein christlicher Nachbar oder Freund das alles liest? Kann er sich unter Umständen selbst daran freuen? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Selbst wenn er die Empfindungen der Christen nicht teilen kann, so kann er doch immerhin etwas über den christlichen Glauben lernen: der speziell christliche Auferstehungsglaube, der an diesem Tag, dem ersten Tag der Woche nach Passah, dem &lt;em&gt;Sonntag&lt;/em&gt;, den die Christen später heilig gemacht haben, vor dem Grab Jesu erstmals entsteht, ist von Anfang an ein angefochtener Glaube. Der Tod Jesu und sein neues Leben sind selbst seinen engsten Vertrauten zunächst unerklärlich und fremd. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine gute christliche Tradition hat daraus die Folgerung gezogen und hochgehalten, daß wir Menschen blind für Gott sind und es selbst dann noch zu einem guten Teil bleiben, wenn wir glaubende Menschen werden. Im Propheten Jesaja heißt es (Kapitel 55,8)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;und eure Wege sind nicht meine Wege,&lt;br /&gt;spricht JHWH.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Das soll uns nicht unsicher machen in Bezug auf das, was wir von Gott wissen können. Aber bescheiden.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4919596573205047199?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4919596573205047199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/neues-leben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4919596573205047199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4919596573205047199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/neues-leben.html' title='Neues Leben'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4585539398086711408</id><published>2010-10-19T16:45:00.000+02:00</published><updated>2010-10-19T16:46:45.977+02:00</updated><title type='text'>Marga Behrend zu "Das Kreuz Jesu"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Lieber Christian, lieber Nureddin,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;im Folgenden möchte ich etwas ganz und gar Privates, Persönliches zum Kreuz Jesu erzählen. Erst anschließend will ich mich dann theologisch dazu äußern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn jemand zum ersten Mal davon hört, dass ein Religionsstifter auf eine qualvolle und, nach damaligem Brauch, schmachvolle Weise zu Tode gebracht wurde, dann kann er das gar nicht glauben. Das leuchtet mir ein. Ich möchte jetzt erzählen, dass es auch für einen Christenmenschen sehr schwierig ist, die Kreuzigung anzuerkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein einem Elternhaus aufgewachsen, das gegen alles Religiöse eingestellt war und deshalb hörte ich den Namen „Jesus“ zum allerersten Mal im Religionsunterricht in der Schule im Alter von 7 Jahren, und er fiel mir augenblicklich mitten ins Herz. Was Karfreitag bedeutet, wurde aber erst in späteren Schuljahren unterrichtet, so dass ich schon 10 Jahre alt war, als ich zum ersten Mal etwas über die Kreuzigung hörte. Ich nahm das hin, wie ich alles hinnahm. Ich bin mitten in den Greueln des 2. Weltkrieges aufgewachsen und da gab es überhaupt kein anderes Mittel, die Dinge zu ertragen, als alles hinzunehmen. Niemals hätte ich meine Eltern damals betrüben wollen mit Fragen, warum alles so ist, wie es ist. Jedes Jahr am Karfreitag, dem Tag der Kreuzigung Jesu, war ich traurig. Da meine Eltern über nichts Religiöses sprechen wollten, blieb ich mit meinem Kummer, auch mit meinen religiösen Aktivitäten, also hauptsächlich Gebeten, völlig allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich mit 22 Jahren heiratete, konnte ich auch mit meinem Mann nicht darüber sprechen. Auch er hatte sich im Zorn von der Kirche abgewandt. So ging es mir in Fleisch und Blut über, niemals über etwas Religiöses zu sprechen. Meine Liebe zu Jesus vertiefte sich aber immer mehr, je älter ich wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich 46 Jahre alt war sah ich jeden Morgen beim Frühstück Jesus am Kreuz leiden und ich weinte bitterlich. Das dauerte vier Monate und danach verschwand es, so wie es gekommen war. Mit dieser Qual, die ich da mit Jesus miterlebte, wollte ich nichts zu tun haben. Er sollte nicht meinetwegen ans Kreuz geschlagen sein. Nein, auf gar keinen Fall!!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich 67 Jahre alt war, las ich die Vorlesungen von Joseph Ratzinger, dem jetzigen Papst Benedikt XVI., und während des Lesens hörte ich plötzlich eine Stimme in meinem Innern. Sie sprach: Die Menschheit ist ein Wesen. So wie das Minaralreich, das Pflanzenreich und das Tierreich, jedes für sich betrachtet, auch ein Wesen ist. Die Menschheit wird eines Tages insgesamt erlöst sein, also den Weg ins Paradies, oder wie immer man das nennen will, wieder zurück gefunden haben. Da Du in diesem Leben als Christin aufgewachsen bist und Dich mit dem Christentum beschäftigt hast, besteht Dein Erlösungsweg darin, dass Du Jesus nachfolgst. Klammerst Du etwas aus dem Erlösungsweg aus, zum Beispiel die Kreuzigung, dann hältst Du alle Menschen, denen es bestimmt ist, auf diesem Erlösungsweg voranzukommen, auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für ein Wort! Nein, das wollte ich natürlich auch nicht, die Menschheit insgesamt aufhalten, wenn sie unterwegs war heim zu Gott. Schließlich nach längerer Zeit rang ich mich dazu durch, die Kreuzigung auch für meine Person in Anspruch zu nehmen und ich dankte Jesus, dass er auch für mich durch dieses qualvolle Todestor gegangen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einiger Zeit begriff ich, warum zwischen dieser schmerzvollen Vision und der inneren Stimme so viele Jahre hatten liegen müssen, immerhin 21 Jahre. Ich erklärte es mir so: Das Herz musste nach diesem schrecklichen Leiden erst einmal wieder zur Ruhe kommen, bevor der Verstand in der Lage war, in dieser Angelegenheit etwas aufnehmen zu können, und ich könnte mir denken, dass es sich beim Menschen generell so verhält. Erst wenn das Herz alles verwunden hat, ist der Verstand wieder ansprechbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann geschah ein Drittes. Als Joseph Ratzinger Papst geworden war, also Benedikt XVI. wurde der Kreuzweg in Rom zum ersten Mal auch im deutschen Fernsehen übertragen. Da gehen Menschen an allen Passionsorten, die als überlebensgroße Gemälde an den Seiten des Weges stehen, vorbei und zu jedem Passionsort wird ein Text gesprochen. Der Papst trug vorweg den Kreuzstab und man konnte ihn immer gut sehen. An einer Stelle des Kreuzweges begann ich zu weinen und ich sah, wie Benedikt XVI. sein Taschentuch aus dem Ärmel zog. Die Kamera schwenkte dann zur Seite, aber ich war mir sicher, dass auch er weinte. Es war die Stelle, als Jesus vom Kreuz abgenommen war und seiner Mutter Maria in den Schoß gelegt wurde. Der Kreuzweg war bald danach zu Ende. Der Papst sprach noch einige Worte zu den tausenden Gläubigen, die ihm zujubelten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da empfand ich es zum ersten Mal, wie tröstlich und hilfreich es sein kann, im Schmerz einen Gefährten zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seitdem bin ich immer noch traurig am Karfreitag, aber niemals mehr so sehr, wie ich es früher gewesen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit mein persönliches Erleben.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jetzt möchte ich noch schreiben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das Kreuzsymbol aus theologischer Sicht&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Lieber Nureddin, Du sagst, dass es Dir nicht einleuchtet, warum die Christen für ihr Glaubensleben das Kreuz zum Symbol erwählt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kreuz enthält aber tatsächlich die ganze Essenz des Christentums. Jesus brachte eine Aufgabe zum Abschluss, als er sich widerstandslos hinrichten ließ und um Vergebung seinen Peinigern gegenüber rang. Er hat sich dazu durchgerungen und verlangt das auch von uns. „Folge mir nach“ heißt, verwandelt eure Untugenden in Tugenden, ersetzt die Eifersucht durch die Großmut, den Geiz durch die Mildtätigkeit, den Neid durch Zufriedenheit usw. Jesus hat also das Kreuz, das bei den Römern ein Zeichen der Schmach war, denn kein Bürger des Römischen Reiches durfte gekreuzigt werden, das wäre eine Demütigung für das gesamte Römische Reich gewesen, also Jesus hat das Kreuz der Schmach in das Kreuz des Sieges verwandelt und auch wir sind aufgerufen, unsere Untugenden durch Tugenden zu ersetzen, denn man kann nichts wegwerfen, wenn man es nicht durch etwas anderes ersetzt. Ja, das Kreuz ist das Symbol für den Sieg, den jeder in seinem Innersten über seine Schwächen erringen soll und wenn er das Kreuz beispielsweise am Hals trägt und an sich selbst intensiv arbeitet, wird ihn dieses Symbol bei dieser Arbeit ein wenig unterstützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viel für heute. Gerne würde ich noch über Pilatus und über Judas schreiben, die sogar von den Christen oft missverstanden werden. Wenn das gewünscht wird, kann ich es ein anderes Mal tun.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4585539398086711408?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4585539398086711408/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/marga-behrend-zu-das-kreuz-jesu.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4585539398086711408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4585539398086711408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/marga-behrend-zu-das-kreuz-jesu.html' title='Marga Behrend zu &quot;Das Kreuz Jesu&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-6095971291936100130</id><published>2010-10-18T17:45:00.001+02:00</published><updated>2010-10-18T17:56:04.074+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Tod und Begräbnis"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Das irdische Ende Jesu (Friede sei mit ihm) naht. Die Zeilen des Evangeliums werden schwerfälliger, eine tiefe Trauer zieht den Leser in ihren Bann und auch ein tiefer Schock. Ich muss zugeben, dass ich die letzten Stunden des Jesu (FSMI) sehr traurig finde, egal ob man den Bericht darüber wie ein Muslim oder wie ein Christ liest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hat ein schwieriges Leben geführt, hat mehr gelitten als gelebt und zum Schluss dann dieser Abschied. Die Krönung ist das Ensemble der Hinrichtenden: die Schriftgelehrten, die Weisen und der römische Staat, die zusammen für Recht, Ordnung und Wohlergehen der Menschen sorgen sollten. Was auf der einen Seite äußerlich gesehen so furchtbar erscheint, ist auf der anderen Seite im Kern notwendig für vieles, was daran gebunden und gut ist. Hieraus kann ein gläubiger Mensch ein differenzierteres Verständnis für die Opfer von Naturkatastrophen und anderen schlimmen Schicksalen ableiten. Es ist hier wie mit manchen Medikamenten, die äußerlich bitter, aber innerlich süß sind, weil sie notwendig sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite wäre der Abgang Jesu (FSMI) durch einen heimlichen, für die Menschen nicht erkennbaren Mord nicht so wirkungsvoll auf die Massen gewesen und deshalb Jesu unvergleichlicher Bedeutung unangemessen. Er musste fast auf diese spektakuläre Weise von dieser Welt gehen, durch die Hand der obersten, mächtigsten Menschen seiner Zeit, um zu zeigen, dass er ihnen überlegen ist, und dass diese Mächtigen eine teuflische Allianz bilden. Sein Dahinscheiden ist keinesfalls eine Niederlage, sondern ein angemessener Abgang, mit einem Paukenschlag gegen alles Gottlose. Wer Gott gegen sich hat, hat in Wirklichkeit nichts, und wer Gott an seiner Seite hat, der hat alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ergebnis bestätigt mich. Rom hat sich dem Christentum ergeben, die jüdischen Schriftgelehrten mussten mit ansehen, wie mehr und mehr die Menschen zum Christentum übergetreten sind und nun über 2 Milliarden Christen weltweit Jesus ehren und lieben. Auch über 1,5 Milliarden Muslime schließen sich der Liebe zu Jesus (FSMI) an. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lieben demnach Jesus (FSMI), ganz gegen den Wunsch der Hinrichtenden. Der Weggang Jesu (FSMI) ist daher ein Sieg und keine Niederlage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Christen empfinden, in der Kreuzigung Jesu (FSMI), das Zentrum ihrer Religion. Die Figur des am Kreuz hängenden Jesus (FSMI), der leidet, der nicht gerettet wird, verkörpert für Christen die Opferung Jesu (FSMI) für die Menschheit. Das Rätsel dieses Momentes werden die Muslime für sich anders interpretieren, doch wie oben beschrieben hat dieser außerordentliche Moment trotzdem die Menschheit ganz im Sinne der Liebe Gottes eingehüllt, sowohl die Christen als auch uns Muslime. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wünschenswert wäre für uns Muslime, dass Christen dem Propheten Mohammed (FSMI) eine ähnliche Liebe entgegen brächten wie Muslime sie Jesus (FSMI) entgegen bringen. Ich bin optimistisch, dass das geschehen wird, weil das stärkste Merkmal des Christentums die Liebe ist, und die Christen diese Liebe Mohammed (FSMI) nicht verwehren dürfen, wenn sie ihn wirklich kennen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Folge dessen denke ich, dass unser Jahrhundert durch die Allianz der gläubigen Christen und Muslime mehr und mehr ein Jahrhundert des Glaubens sein wird, das den Weltfrieden sichern wird.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-6095971291936100130?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/6095971291936100130/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-tod-und-begrabnis.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6095971291936100130'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6095971291936100130'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-tod-und-begrabnis.html' title='Nureddin zu &quot;Tod und Begräbnis&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7313701018514539588</id><published>2010-10-17T18:00:00.000+02:00</published><updated>2010-10-17T18:07:12.964+02:00</updated><title type='text'>Tod und Begräbnis</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und sie bringen ihn nach der Stätte Golgatha, was übersetzt ist Schädelstätte. Und sie gaben ihm mit Myrrhe vermischten Wein; er aber nahm ihn nicht. Und sie kreuzigen ihn. Und sie verteilen seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen, was jeder bekommen sollte. Es war aber die dritte Stunde, und sie kreuzigten ihn. Und die Aufschrift seiner Beschuldigung war oben angeschrieben: Der König der Juden. Und mit ihm kreuzigen sie zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Vorübergehenden lästerten ihn, schüttelten ihre Köpfe und sagten: Ha! Der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst, und steige herab vom Kreuz! Ebenso spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten untereinander und sprachen: Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Der Christus, der König Israels, steige jetzt herab vom Kreuz, damit wir sehen und glauben! Auch die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und in der sechsten Stunde kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; und in der neunten Stunde schrie Jesus mit lauter Stimme: Eloí, Eloí, lemá sabachtháni? was übersetzt ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Und als einige der Dabeistehenden es hörten, sagten sie: Siehe, er ruft Elia. Einer aber lief, füllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr, gab ihm zu trinken und sprach: Halt, laßt uns sehen, ob Elia kommt, ihn herabzunehmen! Jesus aber stieß einen lauten Schrei aus und verschied.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und der Vorhang des Tempels zerriß in zwei Stücke, von oben bis unten. Als aber der Hauptmann, der ihm gegenüber dabeistand, sah, daß er so verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn! Es sahen aber auch Frauen von weitem zu, unter ihnen auch Maria Magdalena und Maria, Jakobus' des Kleinen und Joses' Mutter, und Salome, die, als er in Galiläa war, ihm nachfolgten und ihm dienten, und viele andere, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgekommen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als es schon Abend geworden war - es war nämlich Rüsttag, das ist der Vorsabbat - kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der selbst auch das Reich Gottes erwartete, und er wagte es und ging zu Pilatus hinein und bat um den Leib Jesu. Pilatus aber wunderte sich, daß er schon gestorben sein sollte; und er rief den Hauptmann herbei und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. Und als er es von dem Hauptmann erfuhr, schenkte er Josef den Leib. Und der kaufte feines Leinentuch, nahm ihn herab, wickelte ihn in das Leinentuch und legte ihn in eine Gruft, die in einen Felsen gehauen war, und er wälzte einen Stein an die Tür der Gruft. Aber Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Joses, sahen zu, wohin er gelegt wurde.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 15, 22 – 47)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer diese Zeilen liest, blickt zusammen mit allen Christen in der Welt auf das Zentrum ihres Glaubens – und gleichzeitig auf ein großes Geheimnis. Ich denke, dieser gemeinsame Blick, zu dem in einer vielleicht in Zukunft brüderlicher werdenden Welt alle Glaubenden der unterschiedlichsten Religionen eingeladen sind, kann selbst dann die Menschen in staunender Andacht untereinander verbinden, wenn man wie Nureddin glaubt, hier sterbe nur ein Ersatzmann für den unsterblichen Propheten Jesus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muß diese Frage nicht bis ans Ende diskutieren. Wichtig ist ja, daß die Umstehenden offenbar mit Sicherheit annehmen, daß hier Jesus sein Leben beendet. Und sie laden bis heute dazu ein, den Blick nicht abzuwenden von diesem Moment höchster Qual – und gleichzeitig höchster Liebe. Der Gekreuzigte nimmt die Gottverlassenheit* auf sich, zeigt gleichzeitig Gottes unendliche Liebe zur Welt und rettet sie nach dem Verständnis der Christen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie das gehen kann, ist gewiß ein Rätsel, aber der römische Soldat, der Hauptmann unter dem Kreuz, versteht es als erster, ganz intuitiv: hier handelt Gott. Erneut muß der Moslem über das Wort &lt;em&gt;Gottes Sohn&lt;/em&gt; weghören, das er natürlich als einen Angriff auf den Monotheismus empfindet. Aber es geht hier ja nicht um die Aufspaltung Gottes in mehrere Personen, es geht um das Staunen über sein Handeln. Der Römer will keine Aussagen über die Vaterschaft machen, die Jesus gezeugt hat. Er will sagen, daß er in diesem Moment etwas ansieht, was in tiefer Weise dem Willen Gottes entspricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Tempel zerreißt der Vorhang, der das Allerheiligste abtrennt, den Raum den nur der oberste Priester betreten darf, und das nur einmal im Jahr. Gott kommt den Menschen nahe. Der Koran sagt: &lt;em&gt;nahe wie meine Halsschlagader&lt;/em&gt;. Das paßt für eine Menschen mit einem weiten und offenen Verständnis genau hierhin, aber es muß aus christlicher Sicht ergänzt werden: nahe, indem Gott das tiefste Leid und Elend des Menschen ergreift und es letztlich &lt;em&gt;sich selbst &lt;/em&gt;auflädt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* die letzten Worte Jesu &lt;em&gt;Mein Gott, warum hast du mich verlassen?&lt;/em&gt; sind der Anfang des düsteren und qualvollen Psalms 22&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7313701018514539588?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7313701018514539588/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/tod-und-begrabnis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7313701018514539588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7313701018514539588'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/tod-und-begrabnis.html' title='Tod und Begräbnis'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7967952447257981572</id><published>2010-10-15T17:00:00.000+02:00</published><updated>2010-10-15T17:01:40.154+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Der letzte Weg"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Die frohe Botschaft zu Beginn: Jesus (Friede sei mit ihm) ist nicht tot. Nach islamischen Quellen hat Gott, seinen geliebten Jesus (FSMI) vor den Foltern und dem Tode gerettet, damit er zu einer anderen Zeit wiederkehrt und als Messias die gläubigen Menschen rettet. Im Gotteswort Koran steht im Kapitel 4 (Sure Nisa / Die Frau, Vers 157):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und weil sie sprachen: "Siehe, wir haben den Messias Jesus, den Sohn der Maria, den Gesandten Allahs, getötet" - doch sie töteten ihn nicht und kreuzigten ihn nicht (zu Tode), sondern es erschien ihnen nur so - (darum straften Wir sie). Und siehe, diejenigen, die darüber uneins sind, sind wahrlich im Zweifel über ihn. Sie wissen nichts davon, sondern folgen nur Vermutungen. Und Sie töteten ihn mit Gewissheit nicht.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Aus diesem Vers geht außerdem hervor, dass es möglicherweise zu Diskussionen gekommen ist, ob Jesus (FSMI) gekreuzigt wurde oder nicht. Der nächste Vers klärt diese Auseinandersetzung auf, nämlich dass Jesus (FSMI) zu einer anderen Dimension erhoben worden ist:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ganz im Gegenteil: Allah erhöhte ihn zu Sich; und Allah ist mächtig und weise. (Sure Nisa, 158)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Wir Muslime sagen daher, wie manche fromme Christen auch: &lt;em&gt;Jesus lebt!&lt;/em&gt; Aber eben, weil er gar nicht sterben musste.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach islamischer Überlieferung ist der Verräter Judas, als Strafe für seinen Verrat anstelle von Jesus (FSMI), gekreuzigt worden. Vor seiner Hinrichtung, versuchte er vergebens, glaubhaft zu machen, dass er nicht Jesus (FSMI) ist, um so dem Tod zu entkommen. Auch nach christlichen Quellen, verschwindet er nach der Kreuzigung, aber dort spricht man über einen Selbstmord.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI) wird im Islam liebevoll als Messias oder der Geist Gottes (&lt;em&gt;Ruhullah&lt;/em&gt;) genannt, weil er mit einem Wunder, nämlich ohne einen Vater zur Welt gekommen ist. Keinen andern nennt Gott &lt;em&gt;Ruhullah&lt;/em&gt;. Gott hat Maria (Friede sei mit ihr) von seinem eigenen Licht eingehaucht und den Erzengel Gabriel mit dieser Aufgabe beauftragt. Maria (FSMI) ist als ein Wunder ohne einen Mann schwanger geworden. Naturalisten werden dies nicht akzeptieren. Aber wer die Natur erschaffen hat, wird sie mit Leichtigkeit verändern können. Wir Menschen können das nicht, weil die Fähigkeit zur Erschaffung der Natur und zur Außerkraftsetzung ihrer Gesetze nur Gottes Eigenschaft ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Zeilen können aber auch Interpretationen auslösen, und sie haben sie auch ausgelöst. Ich vermute, darüber stritten sich die zwei verschiedenen Lager der frühen Christen, nämlich über die Gottessohnschaft Jesu (FSMI). Erst viel später, durch den Einfluss der Römer im Konzil von Nicea (um 350 n.Chr.) wurde die Gottessohnschaft ein fundamentaler Bestandteil des Christentums. Einige Bibelschriften der Judenchristen, die das Gegenteil aussagten, wurden zu Apokryphen erklärt und als solche vernichtet, und die Christen, die danach lebten, wurden brutal verfolgt. Der Koran gibt den Judenchristen Recht und hinterlässt hier keinen Zweifel. In Sure 112 (Ikhlas / Reinheit im Glauben) heißt es:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sprich: "Er ist Allah, ein Einziger (1), Allah, der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles abhängt). (2) Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden (3), und Ihm ebenbürtig ist keiner." (4) &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI) ist durch Wunder zur Welt gekommen und durch ein zweites Wunder von dieser Welt gegangen. Wir glauben, dass er eines Tages zurückkehren , seine Anhänger zu &lt;em&gt;Ikhlas &lt;/em&gt;(Reinheit im Glauben) aufrufen und sich mit den Muslimen verbünden wird. Wir wissen auch, dass nicht alle ihn erkennen und anerkennen werden und weiterhin ein Teil davon nicht den Weg der Judenchristen sondern den Weg der römisch beeinflußten Heidenchristen gehen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie es auch sei, in diesem Kapitel wird versucht, Jesus (FSMI) ein schreckliches Szenario aufzuerlegen. Wenn man sich die Allianz der Hinrichtenden (&lt;em&gt;Hohenpriester mit den Ältesten und Schriftgelehrten und dem ganzen Hohen Rat&lt;/em&gt;) anguckt, wird deutlich, zu welchem Zweck Gott Jesus (FSMI) beauftragt hat. Es muß eine schlimme Zeit für Moral, Ethik und Religion gewesen sein. Alle diejenigen, die für Religion, Ordnung und Glaube da sein sollten, haben die Religion zu ihrem eigenen Vorteil verändert und damit ihren Glauben verraten. Sie machten viele üble Dinge im Gewand ihrer religiösen Macht, und sie erklärten, diese im Namen Gottes zu tun. Wenn ich auf die späteren Zeiten und auf unsere Zeit schaue, finde ich, daß sich diese Vorgehensweise leider in allen Religionen wiederholt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wünschenswert wäre es immer, wenn die Gläubigen erst bei sich, dann in ihrer Kirche oder Moschee oder Synagoge oder ihrem Tempel wieder zur Reinheit im Glauben des Glaubens aufrufen und zu ihm zurückkehren würden - und erst dann versuchten, die Welt zu verbessern. Noch besser wäre es, dies alles zeitgleich zu machen, denn wir leben leider in einer sehr schwierigen Zeit, und die knappe Zeit ist kostbarer denn je. Die Menschen brauchen Vorbilder, die das leben, was moralisch, ethisch und religiös richtig ist und die das nicht nur predigen. Es fehlt überall an Glaubwürdigkeit. Die Menschenmassen laufen nach meinem Eindruck den Kirchen aufgrund von deren Unglaubwürdigkeit weg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen deutlichen Unterschied zwischen Islam und Christentum sehe ich im Glauben an die Sündenvergebung. Im Christentum wird Jesus (FSMI) für die Sünden anderer bestraft. Die Sünder kommen dadurch frei und kommen ins Paradies. Das hieße aber auch, dass man sündigen kann wie man will, man wird nicht bestraft. Besonders alltagstauglich und abschreckend ist diese Methode sicherlich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Islam kennt diese Praxis nicht. Jeder wird persönlich für seine Sünden von Gott zur Rechenschaft gezogen. Jede noch so eine kleine Sünde kommt vors Gericht und jeder Sünder muss Rechenschaft ablegen. Ein Muslim zu sein, bedeutet nicht, einen Freischein vor der Strafe zu haben. Wie sollte es auch? Jeder Mensch bekommt die gleiche Chance im Leben. Gott ist gerecht und behandelt alle Menschen gleich. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dass die Propheten für die Sünden ihrer Gefolgschaft bei Gott um Vergebung bitten werden, ist auch bei uns anerkannt, aber jeder büßt für sich. Wir sind auch ebenso in Bezug auf die Gnade Gottes hoffnungsvoll, aber eine Sicherheit haben wir nicht. Ich meine auch, daß eine solche absolute Sicherheit in Bezug auf die Gerechtigkeit Gottes sehr widersprüchlich wirkt. Muslime bewegen sich zwischen Hoffnung und Sorge. Hoffnung auf die Gnade und Sorge über das Gericht.&lt;br /&gt;Aus diesem islamischen Gedanken lässt sich ausserdem ableiten, dass die Kinder für die Sünden ihrer Eltern oder Vorfahren nicht bestraft werden dürfen. Deshalb dürften verschiedene Rassismen wie etwa der Antisemitismus für die Muslime keine Rolle spielen. Dass die Schriftgelehrten, die Jesus verurteilten, und ihr Volk jüdisch waren, gibt daher niemandem das Recht, antisemitische Gedanken zu hegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Große Sünden wie Mord und Völkermord sind besonders schlimm. Sie werden in allen Religionen verboten. Eine Steigerung zum Negativen hin ist der Mord im vermeintlichen Sinne der Religion. Das betrifft z.B. die Selbstmordattentäter. Wir sind keine Richter über die Schicksale anderer. Gott wird alleine diese Entscheidung haben, aber den Gedanken, dass solche Menschen ungestraft davon kommen sollen, weil jemand für sie bereits gestorben ist, finde ich nicht gerecht. Wenn Gott sogar kleine Sünden zur Rechenschaft ziehen wird, wird er bei den großen erst recht kein Auge zudrücken. Er liebt es, Gnade vor Recht walten zu lassen, aber wie das Ergebnis am Ende ausschaut bleibt ein Geheimnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Frage, wer Jesus (FSMI) getötet hat, ist meine Antwort: alle, die das gutgeheißen, befürwortet, veranlasst und ausgeführt haben. Im Islam gilt die Regel:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wer etwas veranlasst, ist genau wie jemand, der es tut.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Unterstellung der Römer, Jesus (FSMI) sei der &lt;em&gt;Judenkönig&lt;/em&gt;. Damit unterstellt man ihm eine zweite Machtstellung neben den Römern anzustreben. Dies ist aber sicher nicht die Absicht Jesu (FSMI). Das wissen auch die Römer, aber sie brauchen einen Vorwand für den Tod am Kreuz. Ich sehe hier eine Parallele zu uns heutigen Muslimen. Man unterstellt den Muslimen, sie würden die Scharia neben den Gesetzen der Länder, in denen sie leben, anstreben, um einen Gottesstaat aufzubauen. Man unterstellt ihnen eine Unterwanderung des Grundgesetzes etc. Ich widerspreche diesem Unsinn mit Entschiedenheit, so wie ich dem Unsinn des Judenkönigs widerspreche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Scharia regelt das religiöse Leben gläubiger Muslime und ist vergleichbar mit der christlichen Enzyklika. Die Scharia regelt zwei Bereiche. Der eine Bereich, der kleinere von beiden, ist das islamische Regelwerk, welches den Staat betrifft. Der andere, größere betrifft das religiöse Leben des Einzelnen. In einem Staat, in dem es nach Recht und Ordnung zugeht und in dem Gerechtigkeit herrscht, in dem die Menschenrechte und der Frieden beachtet werden, wird der erste Teil der Scharia bereits eingehalten. Dieser Staat handelt im Sinne des Islams, auch wenn er sich nicht danach benennt. Umgekehrt ist ein Staat, der sich islamisch nennt, nicht unbedingt damit gemeint. Wichtig ist das Ergebnis der staatlichen Praxis - ein auf Diktatur ausgehendes Regime oder eine af Freiheit und Demokratie ausgehende Ordnung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unser Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist für Muslime völlig ausreichend. Es sorgt dafür, dass die islamischen Anforderungen an den Staat erfüllt werden. Das demokratische, freiheitliche Recht- und Ordnungssystem der Bundesrepublik ist also islamkonform. Das gilt für die übrigen EU-Staaten und den übrigen Staaten des „Westens“ ebenfalls. Sicherlich kann dieses System noch verbessert werden, falls dafür Bedarf besteht. Dafür gibt es ein Parlament, in dem das beraten und entschieden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Folglich haben die meisten Muslime keine Probleme mit dem Grundgesetz. Sie leben gesetzestreu nach diesem Gesetz und nach den anderen Gesetzen der Länder in denen sie leben und streiten sich nicht darum, diese zu unterwandern oder zu zerstören, genau so wenig wie Jesus (FSMI) es getan hätte. Über die wenigen Fanatiker braucht man nicht zu sprechen, einen gewissen Anteil von ihnen gibt es überall (siehe Diskriminierungen, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsradikale etc).&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7967952447257981572?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7967952447257981572/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-der-letzte-weg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7967952447257981572'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7967952447257981572'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-der-letzte-weg.html' title='Nureddin zu &quot;Der letzte Weg&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8595769101227595844</id><published>2010-10-14T08:15:00.001+02:00</published><updated>2010-10-14T08:30:26.580+02:00</updated><title type='text'>Der letzte Weg</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und am frühen Morgen faßten die Hohenpriester mit den Ältesten und Schriftgelehrten und dem ganzen Hohen Rat sogleich einen Beschluß, und sie banden Jesus und führten ihn weg und überlieferten ihn dem Pilatus. Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete und spricht zu ihm: Du sagst es. Und die Hohenpriester klagten ihn vieler Dinge an. Pilatus aber fragte ihn wieder und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie vieles sie gegen dich vorbringen! Jesus aber antwortete gar nichts mehr, so daß Pilatus sich wunderte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Fest aber pflegte er ihnen einen Gefangenen loszugeben, wen sie sich erbaten. Es war aber einer, genannt Barabbas, mit den Aufrührern gefangen, die in dem Aufstand einen Mord begangen hatten. Und die Volksmenge ging hinauf und fing an zu bitten, daß er tue, wie er ihnen bisher getan habe. Pilatus aber antwortete ihnen und sprach: Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe? Denn er wußte, daß die Hohenpriester ihn aus Neid überliefert hatten. Die Hohenpriester aber wiegelten die Volksmenge auf, daß er ihnen lieber den Barabbas losgebe. Pilatus aber antwortete wieder und sprach zu ihnen: Was soll ich denn mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt? Sie aber schrien wieder: Kreuzige ihn! Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses getan? Sie aber schrien über die Maßen: Kreuzige ihn! Da aber Pilatus der Volksmenge einen Gefallen tun wollte, gab er ihnen den Barabbas los und überlieferte Jesus, nachdem er ihn hatte geißeln lassen, damit er gekreuzigt werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Soldaten aber führten ihn in den Hof hinein, das ist das Prätorium; und sie rufen die ganze Schar zusammen. Und sie legen ihm ein Purpurgewand an und flechten eine Dornenkrone und setzen sie ihm auf; und sie fingen an, ihn zu grüßen: Sei gegrüßt, König der Juden! Und sie schlugen ihn mit einem Rohr auf das Haupt und spien ihn an, und sie beugten die Knie und huldigten ihm. Und als sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm das Purpurgewand aus und zogen ihm seine Kleider an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie führen ihn hinaus, um ihn zu kreuzigen. Und sie zwingen einen Vorübergehenden, einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Feld kam, den Vater Alexanders und Rufus', daß er sein Kreuz trage.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 15, 1 – 21)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Einzelheiten dieser Geschichte sind allen Christen bekannt. Jedes Jahr zu Karfreitag werden die Worte in den Kirchen gelesen. Trotzdem erschrecken sie beim erneuten Lesen immer wieder. Das Ende Jesu vollzieht sich in einer Orgie von Haß und Gewalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Passionsfilm von Mel Gibson aus dem Jahre 2004 ist dafür kritisiert worden, daß er in überaus grausamen Bildern schwelgt. Aber es ist wohl richtig, was der alte Papst Johannes Paul II. gesagt haben soll, als man ihm den Film vorab privat vorgeführt hat: &lt;em&gt;so ist es gewesen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Entsetzen kommt ein gewisses Unverständnis hinzu. Irgendwie bleiben die letzten Ursachen für Jesu Tod im Unklaren. Wer hat letztlich über sein Leben entschieden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Juden waren es zunächst wohl nicht, sie dürfen kein Todesurteil verhängen, weil die Gerichtsbarkeit bei der römischen Besatzungsmacht liegt (die man wenige Jahre nach dem Tod des großen Herodes im Jahre 4 auf jüdischen Wunsch hin nach Judäa geholt hat, nachdem der Sohn des Herodes sich als unfähig erwies, das Land zu regieren). Der römische Gouverneur Pilatus zeigt nun aber seinerseits wenig Lust, in religiösen Streitigkeiten auf  Tod und Leben zu entscheiden. Daß Jesus ihm als &lt;em&gt;König der Juden&lt;/em&gt; nicht gefährlich werden kann, hat er sicherlich auf den ersten Blick gesehen. Und so macht er ein heute noch modernes und beliebtes Spiel mit dem Volk: er veranstaltet, wie man heute sagen würde, ein &lt;em&gt;Casting&lt;/em&gt;. Jesus und ein krimineller Gewaltverbrecher werden vor das Volk gestelt. Das Volk wählt, und einer der beiden kommt frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Ergebnis legt er das Schicksal Jesu also in die Hände des jüdischen Volkes, und das spricht ein schnelles und einstimmiges Urteil: &lt;em&gt;kreuzige ihn!&lt;/em&gt; Dieses Votum hat später dazu geführt, daß der den Juden zugeschriebene Mord an Jesus ein ewiger Grund für den scheinbar unauflöslichen Haß zwischen Juden und Christen geworden ist. Der Antisemitismus hat hier eine seiner stärksten Quellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es gibt eine Alternative zur Beschuldigung der Juden und damit der Fortsetzung von Gewalt und Rache. Sie hat vielleicht am schönsten der christliche Liederdichter Paul Gerhardt (1607 – 1676) in Worte gefaßt, ein vom dreißigjährigen Krieg und viel persönlichem Elend schwer gezeichneter Mann. In einer Liedstrophe spricht er Jesus unmittelbar an und fragt ihn:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wer hat dich so geschlagen,&lt;br /&gt;mein Heil, und dich mit Plagen&lt;br /&gt;so übel zugericht’?&lt;br /&gt;Du bist ja nicht ein Sünder&lt;br /&gt;wie wir und unsre Kinder,&lt;br /&gt;von Übeltaten weißt du nicht. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann antwortet er selbst:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich, ich und meine Sünden,&lt;br /&gt;die sich wie Körnlein finden&lt;br /&gt;des Sandes an dem Meer,&lt;br /&gt;die haben dir erreget&lt;br /&gt;das Elend, das dich schläget,&lt;br /&gt;und deiner schweren Martern Heer.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) hat beide Strophen in seine berühmte &lt;em&gt;Johannespassion&lt;/em&gt;, die Vertonung des Passionsberichtes aus dem Johannesevangelium, einfließen lassen. Und so hören es viele Christen Jahr um Jahr und bekennen: unter diesem Volk, das so fatal und boshaft &lt;em&gt;kreuzige ihn!&lt;/em&gt; geschrieen hat, stand auch - ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8595769101227595844?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8595769101227595844/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/der-letzte-weg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8595769101227595844'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8595769101227595844'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/der-letzte-weg.html' title='Der letzte Weg'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7650797272037128067</id><published>2010-10-11T17:15:00.000+02:00</published><updated>2010-10-11T17:21:02.851+02:00</updated><title type='text'>Marga Behrend an Nureddin</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Lieber Nureddin,&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Deine Ausführungen habe ich mir durchgelesen, nicht unbedingt en bloc, das wäre mir zu viel auf einmal gewesen, aber trotzdem möchte ich Dir zu dem einen und anderen doch eine Antwort geben.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Als Jesus gefangen genommen wurde, schlug einer seiner Jünger dem Diener des Hohnpriesters ein Ohr ab. Aber Jesus sagte zu ihm: "Stecke dein Schwert ein, oder soll ich den Kelch, den mir der Vater gegeben hat nicht trinken?" Also, so ganz ohne für ihren Meister einzutreten haben sich die Jünger nicht verhalten.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Auch in der Todesstunde war Er nicht allein. Sein Lieblingsjünger Johannes war bei ihm, ebenso seine Mutter Maria und Maria Magdalena und noch eine Maria. Sie harrten bei Ihm aus.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Was Du über die traurige Grundstimmung der Christen sagst, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Natürlich gehen auch wir Karfreitag immer wieder mit Jeus unter Tränen ans Kreuz, aber wir dürfen unter dem Kreuz nicht stehen bleiben. Die Geschichte endet schließlich mit der Auferstehung Jesu. Von Ostern bis zu seiner Himmelfahrt ist er immer wieder seinen Jüngern erschienen und hat mit ihnen  &lt;br /&gt;gesprochen. Wer ihn aber als erste sehen durfte, das war Maria-Magdalena und ihr Jubel kannte keine Grenzen:"Der Herr ist auferstanden, Er ist wahrhaftig auferstanden!"&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Vielleicht hast Du ja die Möglichkeit, Dir einige Barockkirchen in Süddeutschand anzuschauen, welche diesen Jubel wirklich ausstrahlen, ebenso die Kirche in St.Gallen in der Schweiz.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Nun zu diesem schwer verständlichen Punkt, weshalb der Sanhedrin, also der höchste religiöse Rat der Juden, Jeseus an die Römer zum Zwecke der Hinrichtung ausgeliefert hat. Dafür gibt es zwei Gründe:&lt;br /&gt;Erstens persönliche Eitelkeit und zweitens der Gehorsam Gott gegenüber.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Als Jesus 12 Jahre alt war, hat er schon die Rabbiner tief beeindruckt mit dem Wissen, das Er über den jüdischen Glauben bezeugte. Aber da hatten sie noch nichts gegen Ihn. Er war ja ein Kind, was hätte er schon gegen sie unternehmen können. In Seinen 3 letzten Lebensjahren aber ist Er immer wieder gegen sie zu Felde gezogen und hat ihnen bewiesen, dass sie die Gebote Gottes falsch auslegen. Da wäre die Geschichte mit dem barmherzigen Samariter. Die Juden dürfen am Sabbath nichts arbeiten, und so ließ ein frommer Juden einen verunglückten Juden einfach am Weg liegen. Ein Jude aus der wenig geachteten Provinz Samaria, aber half dem Unglücklichen. Jesus verkündete, dass sich alle so verhalten sollten wie der Samariter und zog sich natürlich den Zorn der Schriftgelehrten zu.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Dann hat er die Verkäufer vom Tempelberg vertrieben und vieles mehr. Er war den jüdischen religiösen Führungsleuten einfach ein&lt;br /&gt;Dorn im Auge.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Die andere Seite ist folgende: Als Moses die 10 Gebote von Gott erhielt da fragte er:"Was soll ich meinem Volke sagen, wer mir die 10 Gebote diktiert hat?" und Gott antwortete ihm: Ich-bin-der-ich-bin. Hebräisch: "Jot He Vau He". &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Als Jesus vom Sanhedrin verhört wurde fragte man Ihn:"Wer bist Du?" Und er antwortete: "Ich bin, der ich bin. Da zerissen alle Männer mit einigen Ausnahmen ihre Kleidung und schrien: "Das ist Gotteslästerung". Ja, ich will sie nicht entschuldigen, aber sie mussten so handeln, denn dass Jesus der erwartete Messias war, das konnten sie nun eimal nicht erkennen. Nur wenigen, man schätzt 800 Menschen, war es zu Seinen Lebzeiten geschenkt, Ihn zu erkennen. Es blieb dem Sanhedrin gar nichts anderes übrig,als über Ihn die Höchststrafe zu verhängen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Gott selbst wird über jeden von ihnen urteilen und wir, die wir so wenig wissen, haben kein Recht diese zu verurteilen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Die Botschaft Gottes an den Menschen, die Jesus bis zum letzten Punkt in größter Qual an die Menschheit gegeben hat, ist die Vergebung."Herr, vergib Du ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" ist sein vorletztes Wort.Folgerichtig war dann sein letztes Wort:"Es ist vollbracht." Dafür war Er in die Welt gekommen, damit die Menschheit endlich lernt, im Frieden miteinander zu leben und das kann ja nur funktionieren, wenn wir ständig einander alles vergeben, denn wie lange ist es her, dass ich jemandem, wenn auch unabsichtlich auf den Fuss getreten habe. Ach ja!!!! Es war gestern!!!!! (wahr und wahrhaftig) und ich hoffe, dass er mir verziehen hat.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Jesus hat es uns vorgelebt, dass es möglich ist, zu vergeben und Frieden zu halten. "Folge mir nach", heißt nicht unbedingt, folge mir nach bis ans Kreuz, sondern es heißt: Folge mir nach durch alle Prüfungen, die Gott Dir auferlegen wird und halte fest an der Bereitschaft zum Frieden und zur Vergebung.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Dass es auch einen heiligen Zorn gibt, der sehr wichtig ist, denn manchmal braucht die Menschheit auch jemanden, der sie mit angemessenen Mitteln erzieht, steht außer Frage, ist aber wieder  ein anderes Thema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herzliche Grüße&lt;br /&gt;Marga&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7650797272037128067?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7650797272037128067/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/marga-behrend-nureddin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7650797272037128067'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7650797272037128067'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/marga-behrend-nureddin.html' title='Marga Behrend an Nureddin'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8711047358355916833</id><published>2010-10-09T16:00:00.002+02:00</published><updated>2010-10-09T16:09:27.734+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Verrat"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jesus (Friede sei mit ihm) wird in diesem Kapitel von einem Freund verraten und von den Gelehrten an die Römer ausgeliefert. Das ist nahezu makaber und hochbrisant, weil man eine solche Behandlung eher von Fremden erwarten würde, von Feinden. Aber hier wird noch einmal deutlich, dass Blutsnähe weniger ist als Glaubensnähe. Als ein naher Außenstehender, der ich in Bezug auf das Christentum bin, sehe ich die depressiv stimmenden Folgen des hier ausgelösten Schocks immer noch im christlichen Glauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich wundert zum Beispiel, dass gerade das Mordinstrument Kreuz, mit dem nach christlichem Glauben, der Mord an Jesus (FSMI) verübt wurde, von den Christen als Symbol für das Christentum genommen wird. Ich fände es verständlicher, wenn die Mörder, also die Römer oder die jüdischen Gelehrten, dieses Symbol als Erinnerung mit sich tragen würden. Mir fällt außerdem auf, dass die meisten Kirchen, wenn auch etwas weniger bei den evangelischen, eher dunkle Gemäuer, mit kleinen, verdunkelten Fenstern und möglichst wenig Licht haben. Beim Anblick einer orthodoxen oder katholischen Kirche von außen oder innen überkommt mich meist eher ein Schauer statt Respekt vor Gott. Die Kirchenglocken klingen im Verhältnis zu einer schönen Menschenstimme eher kalt und tot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich erkenne darin einen Sinn, der einer tief depressiven Stimmung entspricht, die auf den traurigen Beginn der christlichen Religion und auf diese traurigen letzten Stunden Jesu (FSMI) zurückzuführen ist. Für mein Empfinden ist diese Grundhaltung zwar verständlich aber nicht sehr richtig, und auf mich wirken diese Dinge insgesamt nicht sehr einladend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ich auch für sehr interessant finde ist, dass Jesus (FSMI) schon wieder, wie an vielen anderen Stellen im Evangelium auch, sich als Menschensohn benennt. Diese Aussage deckt sich mit der Fortsetzung des Evangeliums, dem Koran. Dort wird Jesus (FSMI) als Sohn Marias benannt. Diese Aussagen liegen damit im direkten Widerspruch zu den Stellen im Evangelium, welche die Gottessohnschaft Jesu (FSMI) benennen. Hier müssen sich die Christen meines Erachtens klarer positionieren und sich für eine der beiden Aussagen entscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Vorschlag ist natürlich, dass Jesus (FSMI) Sohn des Menschen und Gottes Geschöpf ist. Das entspricht der monotheistischen Rolle des Christentums mehr, das andere ist eher götzenhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das andere Thema ist der Verrat Jesu (FSMI). Judas gehört auch nach der islamischen Überlieferung zunächst zu den zwölf Aposteln. Durch sein Handeln entpuppt er sich allerdings als Verräter und überliefert Jesus (FSMI) den Römern. Das seltsam ängstliche Verhalten Jesu(FSMI), der merkwürdige fehlende Schutz durch die Apostel für Jesus (FSMI) in der Stunde des Verrats wirken nach meinem Geschmack ein wenig so, als ob sie dem Erfindungsgeist der späten Niederschrift des Evangeliums geschuldet sind. Weder Jesus (FSMI) noch die Apostel konnten meines Erachtens in Wirklichkeit eine solche Rolle spielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt unterschiedliche Meinung darüber, von wem und vor allen Dingen wann die Evangelien niedergeschrieben worden sind. Ich werde um meines Freundes Christian Willen nicht noch einmal an dieses Thema herangehen und will deshalb an dieser Stelle nur am Rande bemerken, dass es hier noch sehr viel offenen Diskussionsstoff gibt, den man als Christ kritisch untersuchen sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Verhältnis von Heidenchristen zu Judenchristen finde ich als Muslim sehr interessant. Manche Gedanken hierzu stammen nicht von uns Muslimen sondern von hinterfragenden Christen, und deren Sicht deckt sich mit der islamischen Sicht.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heidenchristen"&gt;&lt;br /&gt;In Wikipedia steht&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das jüdische Urchristentum zeichnet sich als eine der damaligen Strömungen des Judentums durch den kollektiven Glauben an den nahe bevorstehenden Weltuntergang und das Endgericht durch Gott aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es erfolgte im späten 1. Jahrhundert jedoch auch eine Missionierung und Aufnahme auch nicht-jüdischer, heidnischer Menschen in das Urchristentum, die nicht mehr die jüdischen Speisegebote, Reinheits- und Schabbatgebote und das Gebot der Beschneidung erfüllen mussten. Es bildete sich das Heidenchristentum, das den Menschen des römisch-griechischen Kulturraumes entgegenkam und die Notwendigkeit der Bildung in der hebräischen Sprache, z.B. für die vielen Armen, Ungebildeten, Unterschichten oder Sklaven des römischen Imperiums erübrigte. Die Mitgliedszahlen der Heidenchristengemeinden stiegen rasch. Diese Missionsaktivitäten und anderes führten zur Abspaltung der jungen entstehenden christlichen Kirche von den jüdischen Gemeinden und der Lehre des Jesus von Nazareth und zur Verfolgung der ursprünglichen judenchristlichen Gemeinden jüdischer Tradition durch die junge christliche Kirche. Das Missionsgebiet umfasste zu dieser Zeit das östliche Mittelmeergebiet, wo die griechische und römische Sprache verbreitet war und die großen Kulturzentren lagen. Soziale und politische Spannungen „lagen auf der Straße“, Angst vor dem Einfall der Barbaren herrschte vor und das römische Imperium war im Kampf mit seiner jüdischen Provinz, in der es immer wieder Aufstände und Unruhen, religiöse Führer und Prediger gab, vor allem in Jerusalem mit dem jüdischen Tempel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die vorherige Religionszugehörigkeit jener Menschen umfasste den weiten Bereich der im römischen Reich verbreiteten Religionen und Philosophien. Es gab Anhänger der Götter des griechischen und römischen Pantheon oder des ostpersischen Mithras-Kultes. Philosophien jener Zeit waren unter anderem der Platonismus, die Sophistik und die der Epikureer. Die soziale Zugehörigkeit jener Menschen umfasste hauptsächlich den weiten Bereich von Randgruppen, sozialer Unterschicht, Sklaven, Entrechteten, aber auch reichen römischen Witwen und gebildeten Vollbürgern.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Judenchristen"&gt;Verfolgungen der Judenchristen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Judenchristen werden als solche bezeichnet, wenn sie ihre jüdischen Traditionen und Vorschriften wie die Beschneidung und die Speisegebote beibehielten. Sie behielten auch ihren jüdischen Glauben, der Jesus als den Messias erkannte, jedoch nicht verlangte Jesus als Gott, den Herrn anzubeten, sondern nur den einen ungeteilten Gott. Dies ist ein Unterschied zu den sich heute wieder stark auf den Juden Jesus beziehenden protestantischen freikirchlichen messianischen Juden oder Baptisten, die Judenmission betreiben. Diese heutigen „Judenchristen“ beten Jesus als Gott an.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8711047358355916833?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8711047358355916833/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-verrat.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8711047358355916833'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8711047358355916833'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-verrat.html' title='Nureddin zu &quot;Verrat&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-3443851352536618779</id><published>2010-10-08T19:00:00.001+02:00</published><updated>2010-10-08T19:12:00.289+02:00</updated><title type='text'>Verrat</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und sie kommen an ein Gut mit Namen Gethsemane, und er spricht zu seinen Jüngern: Setzt euch hier, bis ich gebetet habe! Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und fing an, sehr bestürzt und geängstigt zu werden. Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt, bis zum Tod. Bleibt hier und wacht! Und er ging ein wenig weiter und fiel auf die Erde; und er betete, daß, wenn es möglich sei, die Stunde an ihm vorübergehe. Und er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir weg! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst! Und er kommt und findet sie schlafend, und er spricht zu Petrus: Simon, schläfst du? Konntest du nicht eine Stunde wachen? Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt! Der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach. Und er ging wieder weg, betete und sprach dasselbe Wort. Und als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn ihre Augen waren beschwert; und sie wußten nicht, was sie ihm antworten sollten. Und er kommt zum dritten Mal und spricht zu ihnen: So schlaft denn fort und ruht aus! Es ist genug; die Stunde ist gekommen, siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder überliefert. Steht auf, laßt uns gehen! Siehe, der mich überliefert, ist nahe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sogleich, während er noch redet, kommt Judas, einer der Zwölf, heran und mit ihm eine Menge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und den Ältesten. Der ihn überlieferte, hatte ihnen aber ein Zeichen gegeben und gesagt: Wen ich küssen werde, der ist es. Den greift, und führt ihn sicher fort! Und als er kam, trat er sogleich zu ihm und spricht: Rabbi! und küßte ihn. Sie aber legten ihre Hände an ihn und ergriffen ihn. Einer der Dabeistehenden aber zog das Schwert, schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab. Und Jesus begann und sprach zu ihnen: Seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und Stöcken, mich zu fangen? Täglich war ich bei euch, lehrte im Tempel, und ihr habt mich nicht ergriffen; - aber damit die Schriften erfüllt werden ! Und es verließen ihn alle und flohen. Und ein junger Mann, der ein Leinenhemd um den bloßen Leib geworfen hatte, folgte ihm, und sie ergreifen ihn. Er aber ließ das Leinenhemd fahren und floh nackt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie führten Jesus weg zum Hohenpriester; und alle Hohenpriester und Ältesten und Schriftgelehrten versammeln sich. Und Petrus folgte ihm von weitem bis hinein in den Hof des Hohenpriesters; und er saß nun mit bei den Dienern und wärmte sich am Feuer. Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten Zeugnis gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen; und sie fanden keins. Denn viele legten falsches Zeugnis gegen ihn ab, und die Zeugnisse waren nicht übereinstimmend. Und einige standen auf, legten gegen ihn falsches Zeugnis ab und sprachen: Wir hörten ihn sagen: Ich werde diesen Tempel, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in drei Tagen werde ich einen anderen aufbauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Und auch so war ihr Zeugnis nicht übereinstimmend. Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte und fragte Jesus und sprach: Antwortest du nichts? Was zeugen diese gegen dich? Er aber schwieg und antwortete nichts. Wieder fragte ihn der Hohepriester und spricht zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin es! Und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels. Der Hohepriester aber zerriß seine Kleider und spricht: Was brauchen wir noch Zeugen? Ihr habt die Lästerung gehört. Was meint ihr? Sie verurteilten ihn aber alle, daß er des Todes schuldig sei. Und einige fingen an, ihn anzuspeien und sein Angesicht zu verhüllen und ihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage! Und die Diener schlugen ihn ins Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als Petrus unten im Hof war, kommt eine von den Mägden des Hohenpriesters, und als sie den Petrus sich wärmen sah, blickte sie ihn an und spricht: Auch du warst mit dem Nazarener Jesus. Er aber leugnete und sprach: Ich weiß nicht, verstehe auch nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof. Und als die Magd ihn sah, fing sie wieder an, zu den Dabeistehenden zu sagen: Dieser ist einer von ihnen. Er aber leugnete wieder. Und kurz nachher sagten wieder die Dabeistehenden zu Petrus: Wahrhaftig, du bist einer von ihnen, denn du bist auch ein Galiläer. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet. Und sogleich krähte zum zweiten Mal der Hahn. Und Petrus gedachte des Wortes, wie Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er begann zu weinen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 14, 32 – 72)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zu diesem Moment hat Jesus einen nicht unerheblichen Schutz genossen – am Tag durch die Menge der ihm zuhörenden und ihn verehrenden Juden im Tempel, bei Nacht durch die Dunkelheit und den unbekannten Aufenthaltsort in Betanien. Auf seinem täglichen Weg zu diesem Dorf verläßt er auch an dem Abend, an dem sich unsere Geschichte fortsetzt, Jerusalem in östliche Richtung, durchquert ein Bachtal und nimmt dann den hier recht steilen Weg hinauf auf den Ölberg. Auf der anderen Seite dieses Berges liegt Betanien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf halbem Weg zum Ölberg hinauf liegt das &lt;em&gt;chorion&lt;/em&gt; Gethsemane, wie es im griechischen Urtext heißt, ein Gut, ein Stück Land, das groß genug ist, einen Namen zu haben. Hier muß Jesus entlang, das weiß Judas mit seiner wilden Truppe, und der helle Vollmond des 15. Nisan macht es ihm zusätzlich leicht, Jesus und die Gruppe der Jünger zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem gesamten Kapitel gibt es außer Jesus keine einzige Figur, die unsere Sympathie verdient – vielleicht mit Ausnahme des jungen Mannes, der nicht sogleich flieht, dadurch in die Hände der Verfolger gerät und ihnen dann nackt entkommt. Manche Ausleger vermuten, daß unser Evangelist Markus selbst dieser junge Mann war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle anderen sind Verräter, Verleugner, falsche Zeugen, ungerechte Richter. So sind also die Menschen! So sehen es jedenfalls die Christen, die dies lesen. Und die Christen bleiben von dieser Erkenntnis her sehr oft, besonders in den Augen der Moslems, ein Volk, das in seinem Innersten verunsichert und verschüchtert ist. Sie leben als ob sie &lt;em&gt;mit einem Buckel geboren &lt;/em&gt;wären, wie &lt;a href="http://www.amazon.de/400-Fragen-zum-Islam-Antworten/dp/3933749174"&gt;Yaşar Nuri Öztürk&lt;/a&gt; schreibt, mit einem &lt;em&gt;sehr zornigen Unterbewußtsein&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe gelernt, den Spiegel zu ertragen, den unsere muslimischen Nachbarn uns hier vorhalten. Ich halte ihn sogar im Prinzip für richtig, mache allerdings gerne geltend, daß ein von seinem Buckel befreiter Mensch möglicherweise freier lebt und mehr erreicht als der Gesunde, der nie eine Behinderung gekannt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie auch immer – am Ende seines Lebens muß Jesus erleben, daß er seine Sendung auf diese Welt vollkommen allein und nur auf sich gestellt an ihr Ziel bringen muß.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-3443851352536618779?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/3443851352536618779/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/verrat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3443851352536618779'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3443851352536618779'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/verrat.html' title='Verrat'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-6275453004155014367</id><published>2010-10-06T06:30:00.000+02:00</published><updated>2010-10-06T06:31:34.094+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Ein altes und ein neues Passah"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Uns Christen und Muslime verbindet der Glaube an Jesus (Friede sei mit ihm). Selbst wenn Christen sich als den Juden näher ansehen, sind sich Christen und Muslime in diesem Punkt näher als Christen und Juden. Ohne die jüdisch-christliche Tradition zu verkennen, könnte man hieraus eine Verbundenheit statt einer Rivalität mit dem Islam ableiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Brückenbauer müssen erfinderisch sein, wenn es darum geht, für eine ersehnte Zusammenarbeit der Zivilisationen und damit für einen Weltfrieden zu arbeiten. In der modernen globalen Welt wird es immer durchmischte Gesellschaften geben. Wir können es uns deshalb nicht leisten, dass wir unsere Nachbarn, Arbeitskollegen oder Mitschüler als unsere Feinde oder Gegner ansehen. Das Christentum, das Judentum und der Islam sind allesamt aus dem Osten in den Westen gekommen. Der Islam ist als letzter ebenfalls ein Teil der westlichen Welt geworden, aus der er nicht mehr wegzudenken ist. Der neue Bundespräsident betonte vor kurzem diese Tatsache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es darum geht, Unterschiede zu suchen, wird man schnell fündig werden, und es wird sich nichts zum Positiven verändern. Wenn es um Unterschiede geht, gibt es auch viele davon zwischen Christentum und Judentum. Die Schriftgelehrten und die Obrigen der alten Zeit, die maßgeblich für den Tod Jesu (FSMI) verantwortlich waren, sind Juden gewesen und nicht Muslime. Natürlich liegen jetzt 2000 Jahre dazwischen, die Juden unserer Zeit kann man nicht dafür verantwortlich machen, und es musste ja auch so geschehen, wie Jesus (FSMI) es selbst prophezeit hatte, damit das Schicksal seinen Lauf nehmen konnte und viele Dinge in der Folge auch auf dieser Grundlage geschehen konnten - auch der Auftrag für Mohammed (FSMI) - aber trotzdem ist die Tatsache der jüdischen Gewaltanwendung zunächst einmal da. Man kann den Islam nicht einseitig als eine Bedrohung ansehen, selbst wenn man den 11. September und andere Anschläge betrachtet. Die beiden Weltkriege und die Ausrottung und Versklavung ganzer Völker und Stämme wurden nicht von Muslimen verursacht, aber das ist ein anderes Thema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Stunden eines Menschen sind für die Angehörigen immer sehr schmerzhaft und traurig. Wenn es hierbei um einen besonderen Menschen handelt, gibt es um so mehr trauernden Angehörige und Anhänger. Wenn ein berühmter Mensch, etwa ein Politiker oder ein Schauspieler verstirbt, betrifft es gleich die Massen. Wenn ein Prophet verstirbt, betrifft es sogar die Welten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Muslime haben auf den Tod eine etwas andere Sicht, die mir besonders gefällt. Eigentlich sehen wir darin die Fahrkarte für das eigentliche, das ewige Leben nach unserer Zeit auf der Erde. Wenn man ein anständiges, gottgefälliges Leben gelebt hat, ist der Tod eine Erlösung von jeglicher weltlicher Not. Kein Altern mehr, keine Kriege, keine Armut, kein Elend, keine Krankheiten. Der Tod ist außerdem ein Wiedersehen mit allen, die uns vorausgegangen sind, die uns etwas bedeuten. Unsere Großeltern werden wir sehen, die Eltern, die Frau oder den Mann, wenn sie uns vorangegangen sind. Jesus (FSMI) werden wir sehen, Moses, Mohammed und alle anderen (FSMI allen) sind bereits dort und warten auf uns. Selbst der barmherzige, liebe Gott wird sich uns mit seiner einzigartigen Pracht dort zeigen. Ein gläubiger Muslim freut sich deshalb eigentlich auf den Tod, er trauert nur um die Trennung von seinen Lieben im Diesseits. Je weiter unser Glaube ist, desto stärker ist die Freude auf das Zusammenkommen mit den Geliebten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Prinzip ist der Glaube an das Leben nach dem Tode bei Christen und Muslimen nicht unterschiedlich. Jedoch haben die Lehren der Aufklärung bei den Christen den Glauben an das Jenseits unfester gemacht als es von den göttlichen Texten her sein könnte und als es bei uns weiterhin ohne Einschränkung ein fester, unzertrennlicher Teil unseres Glaubens ist. Ich hoffe, dass die modernen muslimischen Gelehrten und Wissenschaftler in Zukunft in dieser Frage bessere, allgemeingültige und von allen anerkennbare Antworten finden werden und dass dadurch nicht nur ihr Glaube fester wird, sondern insgesamt der Glaube aller Gläubigen, Juden, Christen, Muslime gleichermaßen. Was das angeht, bin ich optimistisch, weil der Islam schon immer eine offenere Position in Bezug auf die Wissenschaft und den Fortschritt hatte und hat als das Christentum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das besagte Passahfest, ähnelt unserem &lt;em&gt;Kurban Bayrami&lt;/em&gt;, unserem Opferfest. Selbst wenn es nicht wie bei unserem Opferfest den Ursprung in Abrahams Prüfung mit der Schlachtung des Opfertieres statt seines Sohnes hat, steht in beiden Festen dennoch ein Opfern für Gott im Vordergrund und bildet deshalb etwas Gemeinsames. Wir Muslime opfern auch außerhalb des Opferfestes Opfer für besondere Anlässe, besondere Wünsche etc. um ein Gehör bei Gott zu finden. Aber schon im Koran steht sinngemäß, dass weder das Blut, noch das Fleisch der Opfertiere Gott erreicht, sondern nur aufrechte Ergebenheit, die mit dem Verrichten des Opferaktes unter Beweis gestellt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime sind natürlich auch Menschen und deshalb nicht unfehlbar, wir begehen Sünden und leisten uns Fehltritte. Wir sollen deshalb viel um Vergebung unserer Sünden bitten. Aber wir wissen, dass wir als Muslime kein Wort Gottes ändern oder ignorieren dürfen. Wenn er uns befiehlt, ein Opfertier zu schlachten, dann schlachten wir es. Ob wir es tun oder nicht, ist etwas anderes. Wir wissen, dass selbst wenn wir es nicht gemacht haben, ein Opferersatz als Geldspende etc. nicht gilt, auch wenn natürlich eine Spende an Arme für Gott auch als eine sehr schöne Form der Hingabe und des Dienstes an Gott anerkannt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier in diesem Kapitel ist eine große Anzahl an allerschlimmsten Fehltritten zu sehen. Dass Jesus (FSMI) gerade an einem Festtag und auch noch von angeblichen Gelehrten umgebracht werden soll, ist geradezu ungeheuerlich. Es überkommt mich eine tiefe Trauer und ich empfinde 2000 Jahre später einen Schmerz in meinem Herzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Gelehrten den Foltertod selbst herbeiführen, oder ob sie diese Aufgabe den Römern übertragen. Fest steht, sie haben eine große Sünde begangen, die nur Gott vergeben kann. Gott ist groß und barmherzig. Was er mit ihnen anstellt, weiß ich nicht. Fest steht, dass der Himmel nicht kostenlos ist und die Hölle nicht umsonst. Aber, ich könnte mir vorstellen, dass Jesus (FSMI) während seiner Exekution sich Sorgen auch um die Seelen seiner Mörder gemacht hat und die Spuren der Folter als Amulette der besonderen Hingabe zu Gott tragen wird. Darin besteht eben der Unterschied eines Propheten zu uns einfachen Menschen und seine Unvergleichbarkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime glauben, dass Jesus (FSMI) von Gott errettet worden ist, und dass der Verräter Judas am Kreuz hing, aber das erwähne ich nur als Zusatzinformation am Rande und sage später dazu mehr.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-6275453004155014367?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/6275453004155014367/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-ein-altes-und-ein-neues.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6275453004155014367'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6275453004155014367'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/10/nureddin-zu-ein-altes-und-ein-neues.html' title='Nureddin zu &quot;Ein altes und ein neues Passah&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8420338292333806549</id><published>2010-09-28T18:30:00.001+02:00</published><updated>2010-09-28T18:35:28.132+02:00</updated><title type='text'>Ein altes und ein neues Passah</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es war aber nach zwei Tagen das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List greifen und töten könnten; denn sie sagten: Nicht an dem Fest, damit nicht etwa ein Aufruhr des Volkes entsteht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als er in Betanien war, in dem Hause Simons des Aussätzigen, kam, während er zu Tisch lag, eine Frau, die ein Alabasterfläschchen mit Salböl von echter, kostbarer Narde hatte; sie zerbrach das Fläschchen und goß es aus auf sein Haupt. Es waren aber einige bei sich selbst unwillig: Wozu ist diese Verschwendung des Salböls geschehen? Denn dieses Salböl hätte für mehr als dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben werden können. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Laßt sie! Was macht ihr ihr Mühe? Sie hat ein gutes Werk an mir getan; denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen wohltun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat im voraus meinen Leib zum Begräbnis gesalbt. Aber wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch von dem, was sie getan hat, geredet werden zu ihrem Gedächtnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, ging zu den Hohenpriestern hin, um ihn an sie zu überliefern. Sie aber freuten sich, als sie es hörten, und versprachen, ihm Geld zu geben; und er suchte, wie er ihn zu gelegener Zeit überliefern könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und am ersten Tag des Festes der ungesäuerten Brote, als man das Passahlamm schlachtete, sagen seine Jünger zu ihm: Wohin willst du, daß wir gehen und bereiten, damit du das Passahmahl essen kannst? Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug Wasser trägt. Folgt ihm! Und wo er hineingeht, sprecht zu dem Hausherrn: Der Lehrer sagt: Wo ist mein Gastzimmer, wo ich mit meinen Jüngern das Passahmahl essen kann? Und er wird euch einen großen Obersaal zeigen, mit Polstern ausgelegt und fertig. Und dort bereitet es für uns! Und die Jünger gingen hinaus und kamen in die Stadt und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passahmahl&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als es Abend geworden war, kommt er mit den Zwölfen. Und während sie zu Tisch lagen und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich überliefern, der, welcher mit mir ißt. Sie fingen an, betrübt zu werden und einer nach dem anderen zu ihm zu sagen: Doch nicht ich? Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir das Brot in die Schüssel eintaucht. Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie über ihn geschrieben steht. Wehe aber jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen überliefert wird! Es wäre jenem Menschen gut, wenn er nicht geboren wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und während sie aßen, nahm er Brot, segnete, brach und gab es ihnen und sprach: Nehmt, dies ist mein Leib! Und er nahm einen Kelch, dankte und gab ihnen den ; und sie tranken alle daraus. Und er sprach zu ihnen: Dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird . Wahrlich, ich sage euch, daß ich nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken werde im Reich Gottes. Und als sie ein Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus zum Ölberg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben: "Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden zerstreut werden." Nachdem ich aber auferweckt sein werde, werde ich euch voran nach Galiläa gehen. Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle ärgern werden, ich aber nicht. Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, daß du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst. Er aber sprach nachdrücklich: Wenn ich mit dir sterben müßte, werde ich dich nicht verleugnen. Ebenso aber sprachen auch alle.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 14, 1 – 31)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verstehe die zeitliche Reihenfolge der hier geschilderten Ereignisse so, daß im Jahr der Kreuzigung Jesu das Passahfest auf einen Freitag fiel, an den sich dann also ein weiterer Feiertag anschloß, der Sabbat. Das Passahfest fällt im jüdischen Mondkalender immer auf den 15. Nisan, auch heute noch, das ist der mittlere Tag, der Vollmond-Tag des Frühlingsmonates Nisan. Dieser Monat wird unter den Juden durch geeignete Schaltmonate auch immer im Frühling gehalten, während ja die islamischen Monate ohne eine solche Korrektur beständig durch die Jahreszeiten laufen, und jährlich um etwa elf Tage früher liegen als im Jahr zuvor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Juden bereiten am 14. Nisan das Passahmahl vor und nehmen es am Abend ein. In ihrem Kalender beginnt der neue Tag und damit das Fest bereits mit dem Sonnenuntergang. Die Vorsichtsmaßnahmen der Oberen, Jesus nicht während des Festes zu ergreifen und abzuurteilen, gelingen nur teilweise. Man verhaftet ihn in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag, urteilt ihn noch in derselben Nacht ab und kreuzigt ihn bereits am Freitag um 9.00 Uhr. Er stirbt um 15.00 Uhr, das ist für seine Todesart, bei der manche Verurteilte erst nach tagelanger Qual sterben können, relativ schnell. Die Juden sind hierüber froh, weil sie den wenig später, bei Sonnenuntergang, beginnenden Sabbat beachten und Jesus noch eilig beerdigen können, bevor die allgemeine strenge Sabbatruhe einsetzt, an der man keine Toten mehr begraben darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Ruhe wird beachtet, auch von den Jüngern, und man kümmert sich erst wieder am Morgen des übernächsten Tages, des ersten Wochentages wieder um das Grab – findet es dann aber leer. Von diesem Tag an feiern die Christen den ersten Tag der Woche, unseren heutigen Sonntag, als ihren neuen Feiertag und bringen so, gewollt oder ungewollt, einen im Kalender festgeschriebenen Optimismus in die Welt: die Woche hört nicht mit dem Feiertag auf, sie fängt mit ihm an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Passah ist bis heute ein großes, bewegendes jüdisches Fest geblieben, das eigentlich alle Menschen erfreuen sollte (und es auch kann: die Juden laden gerne fremde Gäste mit an den Tisch). Sein großes Thema ist die Freiheit des Menschen und Gottes schützende Hand über dieser Freiheit. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Weg zur Passah-Freiheit ist aber ein dunkles Tor zu durchschreiten: in der Nacht des Ur-Passah, der Nacht, in der die Israeliten den Pharao nach neun gescheiterten Versuchen endlich im zehnten Anlauf dazu zwingen, ihnen den geforderten freien Auszug zu gewähren, geht ein düsterer Racheengel durch die Straßen Ägyptens und erschlägt alle Erstgeburt – ohne Unterschied, ob er auf Ägypter oder Juden trifft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur das Opferblut der zum Passah geschlachteten Lämmer verwehrt dem Todesengel den Zutritt in ein Haus, man streicht es zum Schutz an die Türpfosten. Das Auftreten dieses Engels bedroht einerseits die Juden und ermöglicht ihnen andererseits die Freiheit, weil es den Pharao entscheidend lähmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun also stirbt Jesus am Passah, und man sagt es unter Christen sehr vorsichtig und im Bewußtsein, ein großes, dunkles Bild vor sich zu sehen: er ist &lt;em&gt;das Lamm Gottes&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8420338292333806549?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8420338292333806549/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/grundonnerstag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8420338292333806549'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8420338292333806549'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/grundonnerstag.html' title='Ein altes und ein neues Passah'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7922981458948054427</id><published>2010-09-27T17:10:00.001+02:00</published><updated>2010-09-27T17:14:08.229+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Vom Feigenbaum"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Der Glaube an die Apokalypse, an das Ende der Zeit, ist ein gemeinsamer Glaube von Juden, Christen und Muslimen. In allen drei Religionen wird das Ende der Zeit mit ähnlichen Worten und mit einer ähnlichen Metapher vorausgesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst einmal muss man festhalten, dass uns dieser Glaube wie so vieles andere auch zusammenbringt. Meiner Meinung nach sollte man diese Botschaft ernst nehmen, weil sie im wiederholten Maße und mit Beharrlichkeit, in allen drei monotheistischen Religionen ausgesprochen wird. Auch die meisten Naturreligionen, die ihre Wurzel m.E. auch in Monotheismus hatten, sprechen davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Evangelium benutzt das Wort „Wacht!“. Ich bin kein Analytiker von heiligen Büchern und auch nicht besonders gut in der Sinnesfindung von bestimmten Worten darin. Für mich wirkt dieses Wort aber dennoch sehr kraftvoll und mehrdeutig im Verhältnis zu z.B. „Passt auf!“. Das Wort &lt;em&gt;Wacht&lt;/em&gt;, beinhaltet sowohl das „Passt auf“, als auch ein wenig „haltet Ausschau danach“. Man wird gewarnt, und man erhält den Auftrag, nach Zeichen zu suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Koran wird der Hinweis auf diesen Tag an vielen Stellen wiederholt, und die Menschen werden ermahnt, die Zeichen zu lesen. Auch gibt es viele Hadithe (Prophetenworte) für diesen Tag. Die Thora habe ich nicht studiert, aber ich gehe davon aus, dass auch dort dieser Tag so explizit erwähnt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb haben seit Jahrtausenden sowohl die Juden, als auch die Christen und die Muslime nach diesen Zeichen gesucht und sich innerlich vor diesem Tag gefürchtet. Im Islam wird man allerdings ermuntert, zum Einen dadurch, dass an diesem Tag kein einziger Gläubiger mehr leben wird, und zum Zweiten dadurch, dass man erinnert wird an das unmittelbare Ende, den eigenen Tod. So lange wir einen Glauben an einen Gott haben, brauchen wir uns nicht vor dem Ende der Zeit zu fürchten, wohl aber vor unserem Schicksal nach unserem eigenen Tod, der näher ist. Der Gedanke, seinen eigenen Tod nicht zu vergessen, wird immer wieder als Empfehlung für ein Gott zugewandtes Leben genannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vater Runkel, Gott sei seiner Seele gnädig, weiß es am besten. Möglicherweise wird er aus seinem Grab heraus mich bestätigen und sich freuen, dass sein Sohn und sein muslimischer Freund aus verschiedenen Fenstern des einen Hauses heraus, Gottes Herrlichkeit betrachten und dabei ehrfürchtig, treu ergeben und glücklich sind für dieses besondere Geschenk, das Gott ihnen gemacht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wache ich, um mit dem Wort der Bibel zu sprechen, zunächst einmal über unsere Freundschaft, dann über den Wunsch, dass diese Freundschaft sich in der gesamten Welt breit macht. Ich wache über meinen eigenen letzten Tag und zum Schluss über den furchtbaren letzten Tag der Welten, der auch ein Beginn hinein in ein neues Leben bedeutet, und ich freue mich an der Milde unseres einen Schöpfers, der uns den Glauben geschenkt hat, der uns retten wird.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7922981458948054427?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7922981458948054427/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/nureddin-zu-vom-feigenbaum.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7922981458948054427'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7922981458948054427'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/nureddin-zu-vom-feigenbaum.html' title='Nureddin zu &quot;Vom Feigenbaum&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-6274253166395743957</id><published>2010-09-26T19:15:00.002+02:00</published><updated>2010-09-26T19:32:43.412+02:00</updated><title type='text'>Vom Feigenbaum</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber in jenen Tagen, nach jener Bedrängnis, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben; und die Sterne werden vom Himmel herabfallen, und die Kräfte in den Himmeln werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit. Und dann wird er die Engel aussenden und seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, erkennt ihr, daß der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies geschehen seht, erkennen, daß es nahe vor der Tür ist. Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles dies geschehen ist. Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen. Von jenem Tag aber oder der Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater. Seht zu, wacht! Denn ihr wißt nicht, wann die Zeit ist. Wie ein Mensch, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten die Vollmacht gab, einem jeden sein Werk, und dem Türhüter einschärfte, daß er wache, so wacht nun! Denn ihr wißt nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob des Abends oder um Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder frühmorgens, damit er nicht, wenn er plötzlich kommt, euch schlafend finde. Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 13, 24 – 37)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein frommer Vater hat wie viele seiner Mitchristen das Bild vom Feigenbaum als auf den Staat Israel gemünzt angesehen. Israel und der Feigenbaum wird von vielen Christen gleichgesetzt (in Wikipedia werden sie „&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christlicher_Zionismus"&gt;Christliche Zionisten&lt;/a&gt;“ genannt, dort gibt es auch einen Abschnitt über den Feigenbaum).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei meinem Vater führte diese Gleichsetzung dazu, daß er uns in der fröhlichen Erwartung aufzog, unsere Generation werde nicht mehr sterben, sondern den Messias sehen. Uns, die wir Zeugen wurden wie der Feigenbaum Israel nach 1948 ausschlug galt seiner Meinung nach &lt;em&gt;Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles dies geschehen ist.&lt;/em&gt; Ich brauche nicht zu erwähnen, daß die Liebe zum Volk Israel hier eine ihrer Quellen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später habe ich gelernt, daß man den Abschnitt auch anders lesen kann. Aber wie immer man ihn auslegt (etwa indem man &lt;em&gt;dieses Geschlecht&lt;/em&gt; als die Zuhörer Jesu ansieht, die dann allerdings damals zwangsläufig enttäuscht worden wären), er stellt dem Leser die Frage, für welchen Zeitpunkt er mit dem Ende der Welt und dem Gericht Gottes rechnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da man es nicht wissen kann, tröstet man sich wohl am besten damit, daß &lt;em&gt;von jenem Tag aber oder der Stunde&lt;/em&gt; niemand weiß. Das darf aber nicht dazu führen, daß man den Tag oder die Stunde so weit nach hinten verschiebt, daß die Erwartung auf ein Erscheinen der messianischen Realität Gottes stirbt und das Leben ohne das Nachdenken über die Wiederkehr Gottes beliebig wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigenartigerweise bringt das Lesen des Korans, dem zwar das Selbstzeugnis Jesu als Sohn natürlich nicht entspricht, die Ernsthaftigkeit der Lehre von den letzten Dingen und vom Endgericht über alle Taten des Menschen wieder neu in den Blick. Vielleicht ist das einer der wichtigen Impulse, die von den deutschen Muslimen an die deutschen Christen weitergegeben werden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Moslems und Christen können sich jedenfalls sicherlich im letzten Wort des Abschnittes gemeinsam angesprochen fühlen: &lt;em&gt;Wacht! &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-6274253166395743957?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/6274253166395743957/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/vom-feigenbaum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6274253166395743957'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6274253166395743957'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/vom-feigenbaum.html' title='Vom Feigenbaum'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-6072363285578893027</id><published>2010-09-23T18:45:00.001+02:00</published><updated>2010-09-23T18:52:01.173+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Endzeit"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Es ist auch unter Christen unbestritten, dass das Neue Testament erst viel später verfasst worden ist. Das Alte Testament natürlich erst recht. Es war eine andere Zeit, in der das Gesprochene wichtiger war, als das Geschriebene. Dadurch konnte man die Dinge nie so rein an die nächste Generation übertragen, wie man sich das gewünscht hätte. Die Schrift ist eher eine modernere Ausdrucksform und man kann sagen, dass die vielen Bibelschreiber, die Schrift erst zu dem gemacht haben, was sie jetzt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist im Koran anders, sofort wurden die Verse von den einigen, wenigen Schreibern des Propheten niedergeschrieben und man hat auf jedes Komma und jeden Buchstaben penibel geachtet. Die Verse wurden auch von verschiedenen Leuten sofort auswendig gelernt, man hat sie immer wieder rezitiert, um Fehler auszuschließen. Die Menschen, die den Koran auswendig gelernt haben, nennt man Hafis. Diese Tradition wird im Islam über Jahrhunderte weitergeführt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einige Jahre später hat der Kalif Osman die Verse des Koran zu einem Buch zusammengetragen und vervielfältigen lassen. Zu diesem Zeitpunkt lebten die meisten der Originalschreiber noch, und auch Osman war selber ein Zeitzeuge und Hafis. Der aktuelle Koran ist also mit dem Urkoran identisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tatsache, dass die Evangelien in großer Anzahl von verschiedenen Leuten, erst viel später nach Jesus (Friede sei mit ihm) verfasst worden sind und etwa 300 n.Chr. vom ersten Konzil unter dem Einfluss des polytheistischem Regimes der Römer nach deren Politik selektiert worden sind, wurde in den ersten Kapiteln eingehend angesprochen. Alle anderen Bibelexemplare, die diese polytheistischen Elementen widersprachen, wurden von dem Konzil zu Apokryphen erklärt und vernichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche dieser Apokryphen, die versteckt wurden, tauchen immer wieder mal auf. Die bekannteste ist, das Evangelium des Apostels Barnabas, die von der Kirche zu einer Fälschung erklärt wurde. Auch die Christen, die wie wir Muslime rein monotheistisch waren, wurden verfolgt und ausgerottet. Die altertümlichen Kirchen in Kappadokien, Syrien und anderswo sind gut erhaltene Zeitzeugen dieser traurigen Ausrottung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wir unter dem aktuellen Neuen Testament vorfinden, ist nicht mehr die unverfälschte Urbibel. Das neue Testament muss allenfalls als ein von den ungläubigen Römern zensiertes Werk angesehen werden. Natürlich enthält auch diese Bibel trotzdem viele Wahrheiten, aber eine Unterscheidung zwischen dem richtigen und manipulierten ist recht mühsam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Untersucht man aber dennoch die Bibel und den gelebten Glauben des Christentums kritisch, werden die Merkmale einer polytheistischen Indoktrination sehr deutlich. Die Dreifaltigkeit, die Vergötterung Jesu (FSMI) durch die Sohnschaft Gottes, die Kruzifixe, die vielen Ikonen, Bilder und die Statuen in Kirchen und Klöstern, haben eine große Ähnlichkeit mit der Kultur der Römer. Wir finden im jetzigen Christentum eine Coexistenz der monotheistischen Lehre Jesu(FSMI) und der polytheistischen Lehre der Römer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit der Aufklärung findet man auch ein deutliches Maß an atheistischem Einfluß. In Gesprächen mit Christen, wird man oft sehen, dass man sich auf einer Seite als ein Gläubiger des einen Gottes determiniert, aber im gleichen Atemzug den Zweifel der Aufklärer gleichermaßen als etwas völlig Normales betrachtet. Diesen Widerspruch tragen die Aussagen, wenn es darum geht weltliches und göttliches als getrennte Elemente zu betrachten. Für uns Muslime sind sie unteilbare Seiten einer einzigen Wahrheit, wie die beiden Seiten einer einzigen Münze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt im islamischen Glauben keinen Platz für Zweifel, der zu Widersprüchen führt. Die Evolutionstheorie z.B. die noch sehr viele offene Fragen und Diskussionsstoff inne hat und in unserem Jahrhundert zu einer Ersatzreligion ausgeartet ist, wird von gläubigen Christen etwa genau so angenommen, wie bei atheistischen Menschen. Statt dem Spuk mit wissenschaftlichen Antithesen entgegen zu wirken, scheint der christliche Glaube, den Kampf als verloren anzusehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kirchen ziehen sich aus der Wissenschaft zurück, was einer Niederlage gegenüber nicht der Wissenschaft zu deuten sind, sondern gegenüber dem Unglauben. Denn unter dem Deckmantel der Wissenschaft, wird völlig zu unrecht Atheismus vermittelt. Aber eine bessere Lösung wäre der Weg, die Wissenschaft mit der Religion zu versöhnen und nicht alles, was die Wissenschaft an Theorien vermittelt, sofort als unbestreitbare Weisheit anzunehmen, sondern auch diese Theorien kritisch zu hinterfragen. Es fehlt an mutigen, gläubigen, engagierten Wissenschaftlern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier im Westen ist der Kampf leider verloren und leider ist auch der Wissenschaftsdrang unter den Muslimen seit Jahrhunderten eingeschlafen. Sie haben den Feld geräumt und die Atheisten haben diese Lücke seit Jahrhunderten gut genutzt. Es wird aber wieder eine Zeit kommen, in der die Wissenschaft wieder mit der Brille der echten Wahrheitsfindung, ohne ideologischem Tatendrang, gesehen wird. Das ist die Zeit der Versöhnung der Religion mit der Wissenschaft und diese Wissenschaftler müssen ausgebildet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Bibelstelle finden wir einige beeindruckende Prophezeiungen Jesu (FSMI) über die Zukunft. Selbst wenn die Bibel erst später geschrieben worden ist, ist die Tatsache, dass eines der Merkmale von Auserwählten die Vorausschau ist. Sie sind in der Lage durch Gott, Dinge in der Zukunft zu sehen und die Menschen zu warnen und zu beeindrucken. Es ist ein Beweis für die Echtheit ihrer Mission. Auch bei Mohammed (FSMI), finden wir solche Prophezeiungen. Manches davon ist eingetreten, manches wird noch kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch unsere Väter denken, dass das Ende der Zeit gekommen ist, wenn Naturkatastrophen etc. eintreten. Doch das Ende ist genauso in der Zeit versteckt wie der Tod in unserem persönlichen Leben und die Nacht al-Qadr im Ramadan. Das ist ein Segen, für alle die nachdenken.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-6072363285578893027?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/6072363285578893027/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/nureddin-zu-endzeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6072363285578893027'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6072363285578893027'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/nureddin-zu-endzeit.html' title='Nureddin zu &quot;Endzeit&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-2641909045388079283</id><published>2010-09-21T10:00:00.000+02:00</published><updated>2010-09-21T10:26:16.480+02:00</updated><title type='text'>Endzeit</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und als er aus dem Tempel heraustrat, sagt einer seiner Jünger zu ihm: Lehrer, sieh, was für Steine und was für Gebäude! Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese großen Gebäude? Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird. Und als er auf dem Ölberg dem Tempel gegenübersaß, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas für sich allein: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen, wann dies alles vollendet werden soll? Jesus aber begann zu ihnen zu sprechen: Seht zu, daß euch niemand verführe! Viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin's! Und sie werden viele verführen. Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören werdet, so erschreckt nicht! Es muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erheben; es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten, es werden Hungersnöte sein. Dies ist der Anfang der Wehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr aber, seht auf euch selbst! Euch werden sie an Gerichte überliefern, und in den Synagogen werdet ihr geschlagen werden , und ihr werdet vor Statthalter und Könige gestellt werden um meinetwillen, ihnen zu einem Zeugnis; und allen Nationen muß vorher das Evangelium gepredigt werden. Und wenn sie euch hinführen, um euch zu überliefern, so sorgt euch vorher nicht, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet! Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Heilige Geist. Und es wird der Bruder den Bruder zum Tod überliefern und der Vater das Kind; und Kinder werden sich gegen Eltern erheben und sie zu Tode bringen. Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen; wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird errettet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ihr aber den Greuel der Verwüstung stehen seht, wo er nicht sollte - wer es liest, merke auf! - dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen, wer auf dem Dach ist, soll nicht hinabsteigen und nicht hineingehen, um etwas aus seinem Haus zu holen; und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren, um seinen Mantel zu holen. Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Betet aber, daß es nicht im Winter geschehe! Denn jene Tage werden eine Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, bis jetzt nicht gewesen ist und nicht sein wird. Und wenn nicht der Herr die Tage verkürzt hätte, würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt. Und wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus! Siehe dort! so glaubt nicht! Es werden aber falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten zu verführen. Ihr aber, seht zu! Ich habe euch alles vorhergesagt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 13, 1 – 23)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das letzte Kapitel mit Reden Jesu schließt mit dieser grandiosen Prophezeiung über das Geschehen in den letzten Zeiten. Den modernen Bibelkritikern dient es als Beleg dafür, daß das Neue Testament nach dem Jahre 70 entstanden ist. Damals wurde der Tempel von den Römern zerstört – und das kann nach Meinung der Moderne nicht von Jesus vorausgesagt worden sein, weshalb die Evangelien nach 70 entstanden sein müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist bekannt, daß die Moslems diese Auslegung (wegen der auch von ihnen angenommenen späten Datierung der Jesus-Berichte) nicht ungern lesen, ich warne aber vor der darin steckenden wissenschaftlichen Skepsis. Wendet man sie auch auf den Koran an, verhilft man dem Unglauben zu manchem vermeidbaren Sieg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die alte christliche Tradition hat diese Prophezeiungen vom Ende der Dinge anders gelesen. Man hat das Ende immer wieder bei großen Kriegen und Naturkatastrophen kommen sehen, und hat dann die Worte Jesu Buchstabe für Buchstabe studiert, um zu verstehen, was als nächstes geschieht. Mein heute vor 14 Jahren, am 21.9.1996 gestorbener Vater hat fest daran geglaubt, daß seine Kinder das Ende der Welt noch erleben werden – die Gründung des Staates Israel in 1948, die Rückkehr der Juden ins Heilige Land waren für ihn sichere Anzeichen für das Kommen der letzten Dinge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will eine kleine persönliche Geschichte anknüpfen, die vielleicht in schöner Form erzählt, wie die Menschen zu allen Zeiten auch Trost aus diesen Jesus-Worten geschöpft haben. Viele Christen hatten die Hitlerzeit von 1933 – 1945 zunehmend als Endzeit angesehen, besonders in den letzten Jahren des Krieges, als Deutschland in einem apokalyptischen Bombenhagel versank. Als im Jahre 1943 meine beiden frommen Großväter von Hitlers Gestapo in Haft genommen wurden (weil sie den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%B6ldersbrief"&gt;Rundbrief des christlichen Kampffliegers Mölders&lt;/a&gt;* verteilt hatten, in dem vorsichtige christliche Regimekritik geäußert wurde), lud man auch einen Schlossermeister aus unserer Gemeinde, einen einfachen Mann, zur Gestapo vor, damit er zu dem Fall Aussagen machen konnte. Voller Angst saß der gute Mann in der Polizeikaserne und wartete auf Verhör und mögliche Gefängnishaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hat meinem Vater später erzählt, ihm sei in diesen bangen Momenten plötzlich das Jesuswort in Erinnerung gekommen, „sorgt euch vorher nicht, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet!“, das Wort also, welches in unserem Abschnitt steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er habe dann fest und ohne Angst seine Aussage gemacht. Dabei habe ihm noch eine zweite Sache geholfen: die Polizeisekretärin, die seine Aussagen mitschreiben mußte, benutzte eine Schreibmaschine der Marke „Triumph“ – und als er dieses Wort sah, habe er gedacht „wecker triumphiert dann hi?“ (wer triumphiert denn hier). Und ihm sei klar gewesen, daß der Triumph Jesus gehörte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* erst lange nach dem Krieg hat der englische Geheimdienst die Quelle des Briefes bekannt gemacht: es war eine englische Fälschung&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-2641909045388079283?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/2641909045388079283/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/endzeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2641909045388079283'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2641909045388079283'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/endzeit.html' title='Endzeit'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-3825502169993839747</id><published>2010-09-18T23:00:00.003+02:00</published><updated>2010-09-18T23:04:19.289+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Diskussionen"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;In diesem Kapitel werden drei Menschentypen metaphorisch geschildert, die vom Weg abgekommen sind. Mit den Pharisäern werden die Heuchler skizziert, mit den Sadduzäern werden die Ungläubigen beschrieben und mit den Schriftgelehrten werden die dogmatischen Fanatiker dargestellt. Ein Gläubiger ist keiner von ihnen, und sicherlich sollen die Gläubigen keine der Eigenschaften dieser drei Charaktere in ihr Herz lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wirkt wie eine seelische Krankheit, wie die Pharisäer abermals Jesus (Friede sei mit ihm) angeblich auf die Probe stellen und selbst unberührt von seiner sagenhaften Wirkung bleiben. Man glaubt es nicht, wie festgefahren man sein muss, um derart Dinge falsch zu deuten. Es ist so, als ob sie am hellichten Tag eine dunkle Brille tragen und deshalb meinen es ist Nacht, statt die Brille abzunehmen. Es ist so, als ob sie immun sind für den Glauben, als ob sie gänzlich ihren Verstand und Herz vor der doch so deutlichen Wahrheit verschlossen haben. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch die Wahrheit bleibt Wahrheit. Sie stellen Jesus (FSMI) tausend Fragen und bekommen immer faszinierende, überzeugende Antworten. Sie sind wie ein schwarzes Loch im All, das Licht verschluckt. Ihr Spiegel ist mit Teer abgedeckt. Folglich ist die Wirkung immer dieselbe: Nichts!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Lügner, einen Hexer und einen falschen Propheten, hätte man eines Tages enttarnen müssen. Doch kein einziges mal enttäuscht Jesus (FSMI) seine Jünger, sein Volk. Keine Lüge können sie ihm nachweisen. Was er gesagt hat, ist immer die Wahrheit, bis heute. Er lebt ein Leben, im Dienste Gottes, für sein Volk. Zum Schluss opfert er sich für sie. Wer sonst ist bereit so weit zu gehen, wenn nicht einer der die Gewissheit, dass ihm der Tod nichts anhaben kann. Der Tod ist für Menschen wie Jesus (FSMI) keine Hinrichtung, kein Ende, sondern ein Anfang, eine Erlösung und ein Treffen mit Gott und seinen Liebsten, die vor ihm gegangen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sieht es noch heute, bei unseren zeitgenössischen Pharisäern. Auch sie sind angesichts der Wahrheit, die Jesus (FSMI) brachte und vor ihm Moses(FSMI) und nach im Mohammed (FSMI), taub, blind und stumm. Für sie ist es Nacht, während die Sonne am Horizont ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Propheten, für ihre Jünger und für die wahrhaftigen Gläubigen ist diese Welt samt ihrem Reichtum, dem schönen Leben ein Schein, für den es sich nicht wahrhaftig lohnt, seinen Glauben und seinen Gottesdienst aufs Spiel zu setzen. Unser Leben ist lediglich eine kleine Rast auf einer langen Reise, ein kleiner Ort der Prüfung für den richtigen, endgültigen Ort des Lebens. Die Gläubigen geben den Schätzen dieses Lebens deshalb einen angemessenen Preis, der dem Wert entspricht: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Menschen sind Brillanten unter den Menschen, sie unterscheiden sich von der Kohle der sie umgibt, eben durch solche prächtigen, glänzenden Merkmale. Jeder hat es in seiner Hand in diesem kurzen Leben ihnen zu folgen und wie sie ein wertvoller Brillant zu sein. Wir haben alle die Wahl ein Pharisäer zu sein oder ein Erbe Jesu (FSMI).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Glaube an das Jenseits ist eine der wichtigsten Säulen des Glaubens. Meines Erachtens ist das ein unzertrennlicher Teil des Glaubens, denn wenn Gott uns nichts geben wollte, hätte er das Wollen nicht gegeben. Das bedeutet: unsere Wünsche, unser Verlangen und unsere Träume sind so endlos, als ob sie in diesem Leben fehl am Platze scheinen. Entsprechend dem Motto, dass Gott nichts ohne einen Sinn erschafft, muss Gott logischerweise auch einen Sinn in unsere endlosen Wünsche gegeben haben. Dieser Sinn kann nur der sein, dass diese endlosen Wünsche eine Erfüllung finden werden. Da dies offenkundig nicht hier auf Erden passiert, deutet alles auf einen anderen Ort hin, in dem dieser Zustand eintritt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Wünsche, Träume und unser Ego sind deshalb so endlos, weil sie die Instrumente für das endlose Jenseits sind. Denn alles andere wäre eine sinnlose Verschwendung. Welche von Gott gemachte Tatsache ist sinnlos und verschwenderisch? Keine!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine andere wichtige Erkenntnis, aus diesem Kapitel ist die Tatsache, dass die Schriftgelehrten als gottesunliebsame schemenhafte Dogmatiker geschildert werden, die sich von der Sinnhaftigkeit und Kernaussage der Gottesbotschaft getrennt haben. Sie sehen sich als etwas besseres an und sehen auf den Zimmermann Jesus (FSMI) von oben herab. Sie erkennen, anerkennen ihn nicht, obwohl sie doch auf den Messias warten. Sie warten leider immer noch, obwohl er schon längst gekommen ist und sie ihm begegnet sind. Ich habe die Sorge, dass man das Gleiche mit Mohammed (FSMI) macht, was man mit Jesus( FSMI) gemacht hat. Er ist der Paraklet, der in der Bibel nach Jesus (FSMI) erwartet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeder Mensch ist vor Gott gleichgestellt, ob Schwarz oder Weiß, ob Mann oder Frau und ob Gelehrter oder Laie. Der bessere ist der, der ein gottgefälliges Leben führt. Der in Klöstern lebende Mönch hat bessere Voraussetzungen, ein solches Leben zu führen, jedoch hat er keine Garantie dafür. Im Gegensatz besteht für ihn die große Gefahr, dass er überheblich wird. Es ist das gleiche wie mit Geld, Macht und Ruhm. Auch das Ansehen als Geistlicher kann einen schwindlig machen, wenn man nicht ständig mit beiden Beinen auf dem Boden bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diese Weise haben sehr viele verloren, auf dem Pfade der Gewinner. Auch wenn man ein Wissen hat, das Wände voller Bücher abdeckt, hat man verloren, wenn dies alles überheblich macht, statt weise. Sokrates hat bekanntlich gesagt, je mehr ich weiß, weiß ich, dass ich nichts weiß. Darin liegt die Erkenntnis, Fethullah Gülen sagt, die Ähren voller Getreidehalme sind gebeugt, die leeren dagegen sind aufrecht gegen den Himmel gerichtet.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-3825502169993839747?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/3825502169993839747/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/nureddin-zu-diskussionen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3825502169993839747'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3825502169993839747'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/09/nureddin-zu-diskussionen.html' title='Nureddin zu &quot;Diskussionen&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-65901726742108278</id><published>2010-08-24T08:00:00.002+02:00</published><updated>2010-08-24T08:36:25.332+02:00</updated><title type='text'>Diskussionen</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und sie senden einige der Pharisäer und der Herodianer zu ihm, um ihn in der Rede zu fangen. Und sie kommen und sagen zu ihm: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und dich um niemand kümmerst; denn du siehst nicht auf die Person der Menschen, sondern lehrst den Weg Gottes in Wahrheit. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben oder nicht? Sollen wir sie geben oder nicht geben? Da er aber ihre Heuchelei kannte, sprach er zu ihnen: Was versucht ihr mich? Bringt mir einen Denar, damit ich ihn sehe! Sie aber brachten ihn. Und er spricht zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Aufschrift? Sie aber sagten zu ihm: Des Kaisers. Jesus aber sprach zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie verwunderten sich über ihn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es kommen Sadduzäer zu ihm, die sagen, es gebe keine Auferstehung; und sie fragten ihn und sprachen: Lehrer, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemandes Bruder stirbt und läßt eine Frau zurück und hinterläßt kein Kind, daß sein Bruder seine Frau nehme und seinem Bruder Nachkommenschaft erwecke. Es waren sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau; und als er starb, hinterließ er keine Nachkommenschaft; und der zweite nahm sie und starb und ließ keine Nachkommenschaft zurück; und der dritte ebenso. Und die sieben hinterließen keine Nachkommenschaft. Zuletzt von allen starb auch die Frau. Wessen Frau von allen wird sie in der Auferstehung sein, wenn sie auferstehen werden? Denn die sieben haben sie zur Frau gehabt. Jesus sprach zu ihnen: Irrt ihr nicht deshalb, weil ihr die Schriften nicht kennt und nicht die Kraft Gottes? Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln. Was aber die Toten betrifft, daß sie auferweckt werden: Habt ihr nicht im Buch Moses gelesen, wie Gott beim Dornbusch zu ihm redete und sprach: "Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs"? Er ist nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden. Ihr irrt sehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und einer der Schriftgelehrten, der gehört hatte, wie sie miteinander stritten, trat hinzu, und da er wußte, daß er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete ihm: Das erste ist: "Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist ein Herr; und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!" Das zweite ist dies: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!" Größer als diese ist kein anderes Gebot. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denn er ist einer, und es ist kein anderer außer ihm; und ihn zu lieben aus ganzem Herzen und aus ganzem Verständnis und aus ganzer Seele und aus ganzer Kraft und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist viel mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Und als Jesus sah, daß er verständig geantwortet hatte, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und es wagte niemand mehr, ihn zu befragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Jesus begann und sprach, als er im Tempel lehrte: Wie sagen die Schriftgelehrten, daß der Christus Davids Sohn sei? David selbst hat im Heiligen Geist gesagt: "Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten , bis ich deine Feinde unter deine Füße lege!" David selbst nennt ihn Herr. Und woher ist er sein Sohn? Und die große Volksmenge hörte ihn gern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er sprach in seiner Lehre: Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die in langen Gewändern einhergehen wollen und die Begrüßungen auf den Märkten und die ersten Sitze in den Synagogen und die ersten Plätze bei den Gastmählern lieben; die die Häuser der Witwen verschlingen und zum Schein lange Gebete halten! Sie werden ein schwereres Gericht empfangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er setzte sich dem Schatzkasten gegenüber und sah, wie die Volksmenge Geld in den Schatzkasten einlegte; und viele Reiche legten viel ein. Und eine arme Witwe kam und legte zwei Scherflein ein, das ist ein Pfennig. Und er rief seine Jünger herbei und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle, die in den Schatzkasten eingelegt haben. Denn alle haben von ihrem Überfluß eingelegt; diese aber hat aus ihrem Mangel alles, was sie hatte, eingelegt, ihren ganzen Lebensunterhalt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 12, 13 – 44)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die Kapitel 12 und 13 berichten vom letzten öffentlichen Reden Jesu, mit Kapitel 14 beginnt dann bereits die Passion, und mit Kapitel 16 schließt das Buch ab – wir haben also mittlerweile drei Viertel von Markus gelesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich möchte hier auf ein Problem der Auslegung eingehen, das vielleicht tiefer in das für Außenstehende manchmal kompliziert erscheinende Denken der christlichen Theologen einführt. Es ergibt sich aus dem dritten oberen Absatz, der Frage nach dem ersten Gebot. Hier wird ein altes, klassisches Gebot der Juden mit einem zweiten, weniger bekannten Gebot kombiniert. Zunächst das erste:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Höre, Israel: JHWH ist unser Gott, JHWH allein! Und du sollst JHWH, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Dieses Gebot, nebenbei ein schönes Bekenntnis zum &lt;a href="http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/der-eine-einzige-gott.html"&gt;Tauhid, zum Einssein Gottes &lt;/a&gt;ist das Urglaubensbekenntnis aller Juden und findet sich im letzten Mosesbuch (5. Mose 6).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zweite Jesus-Gebot, das Gebot zur Liebe des Nächsten, ergibt sich dagegen aus einer sehr viel weniger prominenten Stelle und steht in einem anderen Mosesbuch (3. Mose 19) mitten unter einigen eher praktischen Anweisungen zum jüdischen Zusammenleben im Alltag:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld trägst. Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin JHWH. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gefragt wird nun von den Auslegern, ob Jesus in seiner neuen Lehre erstmals zwei alte Gesetze genial zu einem neuen verbunden hat, oder ob er hier nicht einfach nur etwas gelehrt hat, was bereits vor ihm bekannt und jüdische Volksfrömmigkeit war. Von einem biblischen Lehrer wird eigentlich immer erwartet, daß er etwas Neues in die Welt bringt. Insofern wäre die erste Version - Jesus fügt auf neue Weise etwas zusammen - eigentlich angenehmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dagegen wird allerdings die zweite Version - die Zusammenfügung war schon vor Jesus bekannt - aus dem Neuen Testament indirekt dadurch gestützt, daß Lukas (in seinem Kapitel 10) ebenfalls die Kombination beider Mose-Zitate erwähnt, sie aber nicht von Jesus aussprechen läßt, sondern von einem Schriftgelehrten. Der hatte zuvor Jesus die Frage gestellt, &lt;em&gt;was steht im Gesetz?&lt;/em&gt;. Der Schriftgelehrte sagt dann auf Jesus Gegenfrage hin fast wörtlich das, was Jesus in Markus lehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Lukas schließt sich dann die wunderbare Geschichte von dem barmherzigen Fremden an, der aus dem benachbarten Samaria stammt und einem von Räubern schwer verletzten Juden hilft. Zuvor hatten ihn jüdische Volksgenossen, darunter ein Priester, unversorgt am Weg liegengelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur bei Lukas findet sich diese allen Christen vertraute Geschichte vom &lt;em&gt;barmherzigen Samariter&lt;/em&gt;. Vielleicht hat Lukas noch schärfer als Markus herausarbeiten wollen, daß mit der Kombination beider Worte, die eher exklusive Liebe zu JHWH übergeht auf die Liebe zu allen Menschen, wenn ich in einem von ihnen meinen &lt;em&gt;Nächsten&lt;/em&gt; erkenne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann dann allgemein folgern: ab hier wird das Wort von Gott international. Wenn die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten ineinander übergehen und im Prinzip in die gleiche Richtung gehen, dann kann an jedem Ort der Welt der Tempel Gottes entstehen.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-65901726742108278?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/65901726742108278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/08/diskussionen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/65901726742108278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/65901726742108278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/08/diskussionen.html' title='Diskussionen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-1553171727058432610</id><published>2010-08-22T11:15:00.000+02:00</published><updated>2010-08-22T11:16:33.123+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Der Pächter des Weinbergs"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Gott ermahnt seinen Propheten im Koran, dass die Herzen der Menschen in Gottes Hand sind und die Pflicht des Propheten nur darin besteht zu verkünden. Diese Pflicht obliegt auch uns heutigen Muslimen. Als solche können wir nur darum bitten, eine Sohnschaft Jesu zu überdenken, aber müssen die freie Entscheidung jedes Einzelnen schließlich respektieren. Da wir deutschen Muslime im Abendland leben, also in einer eher christlich-aufgeklärten Welt, und viele Christen unsere Freunde nennen dürfen, werden auch ihre Gefühle und Ängste, ihre Freuden und Sorgen ein Teil von uns. Wir können meist gut nachempfinden, können ein wenig in sie hineinschauen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Mensch wird im Koran als Stellvertreter Gottes benannt und die Propheten als die besonders ausgestatteten unter ihnen. Sie sollen die übrigen an Gott und seine Worte erinnern, denn die Menschen neigen zur Vergesslichkeit. Ihr Ego spielt ihnen leicht ein Spiel vor und verleitet sie zu dem Glauben, alles auf Erden, was sie lieb gewonnen haben, sei unvergänglich. Und so lieben sie das Liebgewonnene denn und klammern sich an diese falschen, weil vergänglichen Geliebten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der wahre Geliebte sollte aber nur Er sein, Gott allein, ihm gebührt die unvergängliche Liebe. Alles andere sollte in seinem Sinne geliebt werden. Diese Liebe (Weisheit) erlangt man nicht auf Knopfdruck, das geschieht durch Gott und durch einige wenige von ihm ausgesuchten Menschen, durch geduldiges, aufrechtes und wiederholtes Gebet und in der Folge durch stetigen Gehorsam. Die Propheten als eben diese wenigen, ausgesuchten Menschen haben den Auftrag uns „Ottonormalverbraucher“ zu ermahnen und zu erinnern. Die Welt gehört auch den Propheten nicht, sie gehört einzig und allein Gott, uns eingeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hat alles erschaffen, die Welt und auch wir sind sein Werk. Er hebt uns Menschen in eine Sonderstellung als seine Stellvertreter und leiht uns diese Welt mit all ihren Ressourcen. Solange er uns leben lässt, dürfen wir essen, trinken, besitzen, handeln undsofort. Er schenkt uns Eltern, Kinder, Freunde und vieles mehr. Er schenkt uns Gärten, Häuser und was man denken kann. Alles gibt er ohne unser Zutun. Keinen Augenblick hört sein Werk in und um uns auf. Unser Herz pumpt unaufhörlich Leben in uns, unsere Zellen erneuern sich und unsere Sinne nehmen sehr viele Zeichen Gottes um uns herum wahr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Propheten sollen uns ermahnen, dass wir unseren Verstand einsetzen, um ein würdiger Stellvertreter zu sein. Gott gab und gibt uns alles im Diesseits immer weiter (wenn er das alles, was ihm gehört, wieder wegnehmen wollte, wäre das sein Recht, weil alles seins ist) und will uns noch mehr geben im Jenseits. Das, was er uns bereits gegeben hat, ist nur ein Beispiel von dem, was er uns im Jenseits geben will. Das, was er geben will, ist noch viel herrlicher, als wir in der Lage sind zu verstehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er hat uns bereits so viel gegeben, ohne dass er es nötig hatte, deshalb dürfen wir ihm vertrauen, wenn er uns ein Jenseits verspricht. Darin liegt der Unterschied zwischen Glaube und Unglaube. Er schickt uns Propheten, die uns aufklären, aber er überlässt uns die Wahl, zu glauben oder nicht. Denn neben seiner Herrlichkeit besitzt er auch seine einzigartige Gerechtigkeit, die den Gläubigen für seine Entscheidung belohnen und den Ungläubigen bestrafen wird. Das Paradies ist nicht billig, die Hölle nicht umsonst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Gericht und Gerechtigkeit gehört nicht nur Milde, sondern auch Härte. Mein Wunsch ist, dass niemand bestraft wird. Was ist aber, frage ich mich, wenn manche alles tun, um zu erreichen, daß sie bestraft werden? Nein, es ist so gut, wie Gott waltet, es wäre nur eine halbe Gerechtigkeit, wenn keine Sanktionen existierten. Dabei ist am Ende seine Gnade größer als unsere, und ich bin optimistisch, dass er schliesslich bei vielen Gnade vor Recht ergehen lassen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Pflicht des Gläubigen sollte deshalb sein, jedem Menschen die Augen zu öffnen, bevor es zu spät ist. Es liegt auch darin eine Prüfung für uns Gläubige. Gott will, dass wir die prophetische Aufgabe fortführen und uns für die Anderen einzusetzen. Wie Gülen es formuliert: darin liegt unsere eigene Rettung.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-1553171727058432610?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/1553171727058432610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/08/nureddin-zu-der-pachter-des-weinbergs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1553171727058432610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1553171727058432610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/08/nureddin-zu-der-pachter-des-weinbergs.html' title='Nureddin zu &quot;Der Pächter des Weinbergs&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-5908263189637542111</id><published>2010-08-17T17:45:00.001+02:00</published><updated>2010-08-17T17:57:52.032+02:00</updated><title type='text'>Der Pächter des Weinbergs</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und er fing an, in Gleichnissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und setzte einen Zaun darum und grub einen Keltertrog und baute einen Turm; und er verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes. Und er sandte zur bestimmten Zeit zu den Weingärtnern einen Knecht, um von den Weingärtnern etwas von den Früchten des Weinbergs zu empfangen. Sie aber nahmen ihn, schlugen ihn und sandten ihn leer fort. Und wieder sandte er einen anderen Knecht zu ihnen; und den verwundeten sie am Kopf und beschimpften ihn. Und er sandte einen anderen, und den töteten sie; und viele andere; die einen schlugen sie, die anderen töteten sie. Noch einen hatte er, einen geliebten Sohn, den sandte er als letzten zu ihnen, indem er sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen. Jene Weingärtner aber sprachen zueinander: Dies ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn töten, und das Erbe wird unser sein. Und sie nahmen und töteten ihn und warfen ihn zum Weinberg hinaus. Was wird der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weingärtner umbringen und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nicht auch diese Schrift gelesen: "Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden; vom Herrn her ist er dies geworden, und er ist wunderbar in unseren Augen"? Und sie suchten ihn zu greifen und fürchteten die Volksmenge; denn sie erkannten, daß er das Gleichnis auf sie hin gesprochen hatte. Und sie ließen ihn und gingen davon. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 12, 1 – 12)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Bild wird sicherlich von jedem Moslem als typische Darstellung des gefährlichen Lebens eines Propheten verstanden. Auch im Koran verkünden die Propheten Gottes Anspruch an die Welt, und auch dort leben sie gefährlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht verstehen oder besser: nicht akzeptieren wird ein Moslem das Bild vom Sohn. Nun möchte ich weder hier noch an einem anderen Ort eine Entweder-Oder-Situation entstehen lassen und deshalb nicht fragen: ist er oder ist er nicht Gottes Sohn? Nureddin soll bei seinem Glauben bleiben, wonach Gott keinen Sohn hat. Aber ich hoffe, daß er die starke Wirkung dieses Bildes versteht, die es auf mein Herz und meinen Verstand hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Liebe Gottes zur Welt ist in diesem Bild, und gleichzeitig die ganze Verlorenheit der Welt, wenn sie sich von Gott abwendet.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-5908263189637542111?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/5908263189637542111/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/08/der-pachter-des-weinbergs.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/5908263189637542111'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/5908263189637542111'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/08/der-pachter-des-weinbergs.html' title='Der Pächter des Weinbergs'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4835739175155825742</id><published>2010-07-19T19:30:00.000+02:00</published><updated>2010-07-19T19:43:49.769+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "In der Schwebe"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jesus (Friede sei mit ihm) stellt hier fest, wie der Glaube aussehen soll. Der Glaube soll frei von Zweifel sein, dann wird man sehen, daß nicht nur ein Feigenbaum verdorrt, sondern daß sogar Berge versetzt werden. Diese Aussage von Jesus (FSMI) ist mir nicht fremd, auch Mohammed (FSMI) hat in ähnlicher Weise Glauben gefordert. Die Apostel Jesu (FSMI) und die Apostel Muhammeds (FSMI), die &lt;em&gt;Sahabi&lt;/em&gt;, haben lebendige Beispiele für den Glauben persönlich erlebt, sie haben vertraut und sind nicht enttäuscht worden. Sie haben weltlich gesehen sehr viel verloren und sehr bescheiden gelebt, sie haben vermutlich eher verzichtet als gelebt. Aber im wirklichen Leben im Jenseits, das unendlich ist, haben sie Ersatz für ihren weltlichen Verzicht, der mehr als genug ist. Möge Gott uns zu Nachbarn von ihnen werden lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgeklärte Zeitgenossen und auch wir zeitgenössischen Gläubigen werden nie so sein wie diese Jünger und sie nie vollkommen verstehen. Wir werden unser Leben nicht so bescheiden führen können und nicht die Religion so an die erste Stelle unserers Lebens setzen können wie sie. Wir würden wahrscheinlich auch versagen, in letzter Konsequenz, wenn es hart auf hart kommt und wir aufs Schärfste auf die Prüfung gestellt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun muß man allerdings sehen, daß wir nicht neben der Quelle sitzen wie sie und in einem anderen Jahrhundert leben, mit anderen Voraussetzungen und anderen Möglichkeiten. Wir haben viele Dinge, die uns den Alltag vereinfachen und die nicht einmal mehr als Luxus angesehen werden, unsere Autos, unsers Handys, Waschmaschinen etc. Aber daneben haben wir in unserer Konsumgesellschaft vieles, auf das man gerne im Sinne unseres Glaubens verzichten könnte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es heißt in einem Hadith, &lt;em&gt;wer satt ins Bett geht, während sein Nachbar hungert, ist nicht einer von uns&lt;/em&gt;. Wieviel Essen wird bei uns weggeworfen, während in Afrika und anderswo Menschen an Hunger sterben. An dieser Stelle kann und muß unser Glaube uns von anderen unterscheiden. Eine helfende Hand wird weltweit dringend gebraucht. Wir benötigen an vielen Orten sauberes Trinkwasser, gesundheitliche Versorgung, Schulbildung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese helfende Hand kann und muß unsere sein. Auch wenn wir nicht so starke Gläubige sind wie die Apostel, so bleiben sie doch unsere Vorbilder, und wir stehen in der Pflicht, ihnen so weit wie möglich zu folgen, wenn wir uns Gläubige nennen wollen. Man kann das Paradies nicht nur aus Glauben erwarten, man muß seinen Glauben auch praktizieren und in gute Taten für die Menschen umsetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die zeitgenössischen Schriftgelehrten und Tempeldiener Jesus (FSMI) antaten, taten später die zeitgenössischen Schriftgelehrten und Tempeldiener Mohammed (FSMI) in gleicher Weise an. Sie sahen die Religion schemenhaft an und nach dem Maße ihrer Bequemlichkeit, nicht im Sinne Gottes, also nach der Reinheit des Glaubens und nach den wahren inneren Werten. Sie hatten die Religion weitestgehend instrumentalisiert und sie damit vom wahren Weg entfernt. Die Religion diente ihnen zur weltlichen Macht und zum wirtschaftlichen Erfolg statt daß menschlicher Erfolg in den Dienst der Religion gestellt wurde. Solchen Leuten waren Jesus und Mohammed (FSMI beiden) beide in ihrer Zeit unbequem und daher sehr unwillkommen mit ihrer Korrektur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnliche Erfahrungen in kleinem Maßstab können wir zeitgenössische Gläubige auch heute erleben. Nach einer bestimmten Weile verändern "Schriftgelehrte" die Religion nach ihrer Bequemlichkeit und wirken von außen als Fremde auf sie ein, wie etwa die Römer auf das Christentum. Sie verursachen furchtbare Folgen für die Institution der Religion. Als Konsequenz suchen Menschen das Weite, angesichts des Elends, das die Religionsvertreter der verfälschten Religion heraufführen. Kriege im Dienste Gottes werden geführt, Menschen im Sinne der Religion ausgebeutet oder mißbraucht. Die aktuellen Meldungen über die betrunken Autofahrende und mit fremden Männern gesichtete führende Geistliche der einen großen Kirche und die vielen schrecklichen Mißbrauchsfälle von Geistlichen Kindern gegenüber in der anderen großen Kirche machen deutlich, daß das Elend weitergeht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Islam gibt es diese Schriftgelehrten auch, wie Osama Bin Laden usw., solche, die zu Gewalt aufrufen und unschuldige Menschen ermorden. Gott sei dank sind diese Figuren im Islam eher eine Randerscheinung. Vielleicht ist das Fehlen eines Kalifen im Islam, der von einer Weltzentrale aus alle Gläubigen vertritt, angesichts der Situation bei den Muslimen eher positiv statt negativ. Wenn jetzt diese Probleme thematisiert werden, ist eine ähnliche Behandlung wie gegenüber Jesus und Mohammed (FSMI beiden) oder ihren Aposteln, auch uns gegenüber nicht verwunderlich. Trotz alledem möge Gott uns zu wahren Gläubigen in seinem Sinne machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahre Gläubige zeichnen sich dadurch aus, daß sie nicht davor haltmachen, auch für die Schriftgelehrten unserer Zeit unbequem zu sein, und daß sie für eine bessere Welt von morgen arbeiten. Auf diesem Weg sind Prügel von links und rechts nichts Ungewöhnliches, eher eine Bestätigung, daß man das Richtige tut, weil Gott es so will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI), Muhammed (FSMI) und die anderen Propheten macht uns Gott zum Vorbild, für den Glauben sogar bis zum Äußersten zu gehen. Auch wir müssen Gott an die erste Stelle für uns setzen und in diesem Sinne eine absolute Entschlossenheit durch einen zweifelsfreien Glauben bekommen, um dem Elend in der Welt ein Ende zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne kann auch ein Gottesstaat im Diesseits möglich sein. Der jetzige Iran oder Saudi Arabien sind keine Gottesstaaten, auch wenn Pilgerorte geographisch dort liegen oder die Regierungen sich islamischer Staat nennen. Wo der Wille des Einzelnen nicht respektiert, ja unterdrückt wird, ist Gottes Wille nicht vorhanden. In diesem Sinne sind Demokratien einem islamischen Gottesstaat noch am ähnlichsten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI) hätte einen solchen Gottesstaat gewiß umgesetzt, wenn er die Allianz der jüdischen Schriftgelehrten mit den polytheistischen Römern überlebt hätte. Mohammed (FSMI) hat die Idee eines solchen Staates in Medina und später in weiten Teilen des Vorderorients in die Tat umgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Tod des Propheten hat es allerdings nicht lange gedauert, bis alles zu Ende war. Die Zeit der vier großen Kalifen Ebu Bekir, Ömer, Osman und Ali (Gott sei mit ihnen) war noch als gut zu bezeichnen. Alle anderen darauffolgenden Staaten, die sich Gottesstaat nannten, waren weitgehend davon entfernt. Die besseren waren noch das andalusische Modell, das Osmanische Modell, aber das alles war natürlich kein Vergleich zu Mohammeds (FSMI) Zeit, die immer noch die &lt;em&gt;Zeit der Rose &lt;/em&gt;genannt wird. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In einem Hadith heißt es aber, es wird in der letzten Zeit vor dem Ende erneut eine ähnliche Zeit der Rose geben. Wenn er es prophezeit, wird es eintreten.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4835739175155825742?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4835739175155825742/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/nureddin-zu-in-der-schwebe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4835739175155825742'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4835739175155825742'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/nureddin-zu-in-der-schwebe.html' title='Nureddin zu &quot;In der Schwebe&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-2558286860873351143</id><published>2010-07-10T16:30:00.000+02:00</published><updated>2010-07-10T16:38:23.342+02:00</updated><title type='text'>In der Schwebe</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln an. Und Petrus erinnerte sich und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt. Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Wahrlich, ich sage euch: Wer zu diesem Berg sagen wird: Hebe dich empor und wirf dich ins Meer! und nicht zweifeln wird in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird es werden. Darum sage ich euch: Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, daß ihr es empfangen habt, und es wird euch werden. Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie kommen wieder nach Jerusalem. Und als er in dem Tempel umherging, kommen die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm und sagen zu ihm: In welcher Vollmacht tust du diese Dinge? Oder wer hat dir diese Vollmacht gegeben, daß du diese Dinge tust? Jesus aber sprach zu ihnen: Ich will euch ein Wort fragen. Antwortet mir! Und ich werde euch sagen, in welcher Vollmacht ich diese Dinge tue: War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir! Und sie überlegten miteinander und sprachen: Wenn wir sagen: vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt? Sollen wir aber sagen: von Menschen? Sie fürchteten die Volksmenge. Denn alle meinten, daß Johannes wirklich ein Prophet sei. Und sie antworten und sagen zu Jesus: Wir wissen es nicht. Und Jesus spricht zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich diese Dinge tue.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 11, 20 - 33)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal sollte man bekannte Geschichten so lesen, als kenne man sie noch nicht und als ob ihr Ende vollkommen offen sei. Die altbekannte Jesus-Geschichte mit dem zwangsläufigen Ende in Gewalt und Tod könnte ja so ganz anders ausgehen, wenn nur der Schutz der Volksmenge, die Jesus in unserem Abschnitt umgibt, dauerhaft ausreichen würde, so daß man ihn nicht verhaften kann, auch nicht nachts, auch nicht außerhalb Jerusalems.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es wird so geschehen, man wird ihn draußen vor der Stadt im Garten Gethsemane und in der Nacht verhaften, das steht ihm bevor. Aber - sein Schicksalsweg hält ab heute für einige Tage an, man sieht ihn an einem erhabenen Ort, dem gewaltigen Jerusalemer Tempel, einem Prachtbau der Antike, sieht in souverän. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gibt viele glückhafte Szenen in diesen Tagen, in denen das Schicksal Jesu wie in der Schwebe festgehalten scheint. Die Schriftgelehrten werden in ihre Schranken gewiesen, ja, einer von ihnen ist nahe daran, in das Lager Jesu überzulaufen (Kapitel 12,28), viele Lehrfragen werden von Jesus mit starken und weisen Worten geklärt, die historische Rolle Jesu wird in einem eindrucksvollen Bild verdeutlicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber gerade dieses Bild – die Geschichte von den Pächtern, die dem Besitzer eines Weinberges die Zahlung verweigern und einen Emissär des Besitzers nach dem anderen vertreiben, ja töten (sie wird im gleich folgenden Kapitel 12 erzählt) – macht allen, die es verstehen, deutlich, daß Jesus selbst es ist, der als letzter Bote den Anspruch des Besitzers (Gott) auf die Erträge aus seinem Weinberg (der Welt) erhebt, aber aufgrund der Bosheit der Welt sterben muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber noch ist es nicht so weit, noch kann Jesus im Schutz der Menge frei und ungehindert reden. Heute entlarvt er die Tempelelite als zwischen politischen Überlegungen hin und her lavierende Schwachköpfe. In den nächsten Tagen klärt er weitere Frage, mit großer Vollmacht. Gingen doch diese Tage nie zu Ende!&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-2558286860873351143?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/2558286860873351143/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/in-der-schwebe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2558286860873351143'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2558286860873351143'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/in-der-schwebe.html' title='In der Schwebe'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8427162247315814357</id><published>2010-07-08T19:30:00.001+02:00</published><updated>2010-07-08T19:52:01.300+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Was will Jesus in Jerusalem?"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Was will Jesus in Jerusalem? Er geht seiner Erfüllung entgegen, knapp gesagt. Er geht seinem sterblichen Ende zu, wohl wissend um dieses Ende, das gleichsam sein Anfang bei seinem geliebten Schöpfer, Gott, bedeutet. Das verwundert einen Muslim in keiner Weise. Für uns Muslime ist der Tod das Tor zum Paradies, eine Erlösung von irdischen Zwängen, von Krankheit oder Alter. Der Tod ist daher nicht etwas, wovor wir uns fürchten müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für uns Muslime ist das Diesseits ein kleiner Rastplatz auf der langen menschlichen Reise ins Unendliche. Es ist ein unbequemer, kurzer Aufenthalt vor dem Einzug in den richtigen Ort, der einem Palast ähnelt. Es lohnt sich nicht, sich auf diesem kleinen Rastplatz so einzurichten, als würde man für immer dort bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt ein Leben nach dem Tod - weshalb sonst sollte unser lieber Schöpfer so vieles erschaffen haben, nur um es wieder verschwinden zu lassen? Was wäre das für eine große Verschwendung und ein sinnloses Ganzes! Da aber schon das kleinste Detail in allen Dingen eine Bedeutung hat, kann nicht das ganze Makrosystem sinnlos sein. Wenn also davon auszugehen ist, dass nicht einmal eine winzige Stecknadel sinnlos ist, wie kann dann angenommen werden, dass das ganze wunderbar harmonisch funktionierende Makrosystem, samt seinen millionenfach eingeschlossenen Mikrosystemen ohne einen höheren Sinn ist? Das wäre nicht logisch und es würde dem Ganzen, dem exakt Funktionierenden, dem nach Maß Erschaffenem widersprechen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb ist die Gewissheit bei Gläubigen so stark vorhanden, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Je größer der Glaube an Gott, desto größer der Glaube an das Jenseits und desto größer auch der innere Friede. Diesen Weg können alle Menschen verstehen und ausprobieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Propheten, also Menschen die mit Gott sprechen oder eine Botschaft durch Engel erhalten, gibt es noch eine zusätzliche Gewissheit, weil die Propheten nämlich selbst Zeuge des göttlichen Daseins sind. Sie kennen daher weder Furcht noch Tadel auf dem Wege der Erfüllung ihrer Pflicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Eigenschaft und weitere Eigenschaften Jesu (Friede sei mit ihm) sind auch für uns Muslime ein Beispiel, dem wir folgen müssen. Mit Sicherheit kann ich deshalb sagen, dass Jesus (FSMI) nicht nur unseren Glauben stärkt, sondern auch unser Handeln im Sinne unseres Glaubens belebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Handeln im Sinne des Glaubens ist ein wichtiger Beweis für die Qualität und Stärke des Glaubens. In der 114. Sure „Asr“ im Koran heißt es zu einem gotterfüllten Leben sinngemäß, es hat folgende Eigenschaften: zuerst der Glaube, dann der Dienst (Handeln im Sinne Gottes), dann die Geduld und zum Schluss die Gerechtigkeit. Wer diese Eigenschaften für sich umsetzt, der lebt, liebt und wird geliebt im Sinne Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schaue um mich und sehe viele zeitgenössische „Schriftgelehrte und Templer“. Sie sind Muslime, Christen oder Juden. Sie verbindet ihre äußerliche, künstliche Beteuerung ihres Glaubens. Doch in der Bewährung versagen sie. Sie misshandeln, töten, lügen, diskriminieren, obwohl sie ihren Glauben beteuern. Ich kann Menschen verstehen, die unter dem Eindruck dieses Elends Abstand von der Religion nehmen. Sie sagen, wenn die Religion Menschen zu solchen Schandtaten befähigt, dann möchte ich damit nichts zu tun haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Kritik ist berechtigt, jedoch darf nicht die Religion mit diesen Schauspielern, die sich gläubig nennen, verwechselt werden. Es gibt auch wahre Gläubige unter Muslimen, unter Christen und unter Juden. Ihr Leben ist gotterfüllt, weil sie in seinem Sinne handeln, mit Güte, mit Milde und mit Liebe. Selbstlos sind sie, und sie halten die Gunst Gottes für das erstrebenswerteste im Leben. Sie pfeifen auf  Rang, Klang, Macht und Geld. Sie wählen wie Jesus (FSMI) ein bescheidenes, einfaches Leben für sich, leben aber für andere ein Leben im Dienste ihrer Mitmenschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie können es nicht ansehen, wie sich Menschen aufgrund von unbedeutenden Kleinigkeiten anfeinden, wie sie Unrecht tun. Sie wissen, den Geschädigten ergeht zwar im Diesseits Unrecht, aber die Schädiger erwartet dafür eine furchtbare Zukunft im Jenseits. Die Gläubigen sorgen sich oft sogar um die Schädiger und um ihre schreckliche Zukunft. Sie rücken von ihrem eigenen Recht im Gericht ab, damit keiner die Hölle erfährt, auch ihre Widersacher nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solche und ähnliche Gedanken bringen wahre gläubige Menschen zusammen, im Islam, im Christentum, im Judentum und in den übrigen Religionen. In diesem Sinne hat ein wahres gläubiges Herz mehr gemeinsam mit einem ethisch korrekten Atheisten als mit einem angeblich gläubigem, aber im Kern toten religiösen Menschen. Diese Toten sind verantwortlich dafür, dass sich so viele von Gott abwenden. &lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8427162247315814357?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8427162247315814357/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/nureddin-zu-was-will-jesus-in-jerusalem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8427162247315814357'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8427162247315814357'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/nureddin-zu-was-will-jesus-in-jerusalem.html' title='Nureddin zu &quot;Was will Jesus in Jerusalem?&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7144781927000413531</id><published>2010-07-01T21:15:00.002+02:00</published><updated>2010-07-01T21:36:07.561+02:00</updated><title type='text'>Was will Jesus in Jerusalem?</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und als sie sich Jerusalem, Betfage und Betanien gegen den Ölberg hin nähern, sendet er zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Geht in das Dorf, das euch gegenüberliegt! Und sogleich, wenn ihr dort hineinkommt, werdet ihr ein Fohlen angebunden finden, auf dem noch kein Mensch gesessen hat. Bindet es los und führt es her! Und wenn jemand zu euch sagt: Warum tut ihr dies? so sagt: Der Herr braucht es und sendet es gleich wieder hierher. Und sie gingen hin und fanden ein Fohlen angebunden an der Tür draußen auf dem Weg, und sie binden es los. Und einige von denen, die dort standen, sagten zu ihnen: Was tut ihr, daß ihr das Fohlen losbindet? Sie aber sprachen zu ihnen, wie Jesus gesagt hatte. Und sie ließen sie gewähren. Und sie bringen das Fohlen zu Jesus und legen ihm ihre Kleider auf, und er setzte sich darauf. Und viele breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere aber Zweige, die sie auf den Feldern abschnitten; und die Vorangehenden und die Nachfolgenden riefen: Hosanna! Gepriesen sei , der da kommt im Namen des Herrn! Gepriesen sei das kommende Reich unseres Vaters David! Hosanna in der Höhe ! Und er zog in Jerusalem ein, in den Tempel. Und als er über alles umhergeblickt hatte, ging er, da es schon spät an der Zeit war, mit den Zwölfen nach Betanien hinaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als sie am folgenden Tag von Betanien weggegangen waren, hungerte ihn. Und er sah von weitem einen Feigenbaum, der Blätter hatte, und er ging hin, ob er wohl etwas an ihm fände, und als er zu ihm kam, fand er nichts als Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen. Und er begann und sprach zu ihm: Nie mehr in Ewigkeit soll jemand Frucht von dir essen! Und seine Jünger hörten es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie kommen nach Jerusalem. Und er trat in den Tempel und begann die hinauszutreiben, die im Tempel verkauften und kauften; und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um. Und er erlaubte nicht, daß jemand ein Gerät durch den Tempel trug. Und er lehrte und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: "Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen"? Ihr aber habt es zu einer "Räuberhöhle" gemacht. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten hörten es und suchten, wie sie ihn umbringen könnten; sie fürchteten ihn nämlich, denn die ganze Volksmenge geriet außer sich über seine Lehre. Und wenn es Abend wurde, gingen sie zur Stadt hinaus.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 11 1 - 19)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An dieser Stelle kann ich ausnahmsweise einmal aus eigener Anschauung berichten, denn ich habe den Weg von Betanien nach Jerusalem selbst im Jahre 1999 zu Fuß gemacht. Er dauert vielleicht eine Stunde und führt zunächst bergan, hinauf auf den hohen Ölberg, von wo man auf die goldene Kuppel des Felsendoms und den riesigen Tempelplatz hinuntersieht. Von dort fällt der Weg steil ab in das zwischen Tempel und Ölberg gelegene Kidrontal. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;An diesem Weg standen also damals die Jerusalemer und winkten ihrem neuen König zu, wie er auf einem bescheidenen Esel heranritt, durch das Tal und dann ein kurzes Stück hinauf durch das hier gelegene (und jetzt zugemauerte) Osttor hindurch und in den Tempelbezirk hinein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle sind die Tempelgrenze und die Stadtgrenze identisch, und Jesus müßte jetzt, nach seinem Ritt mitten in dieses strategisch wichtige Gebiet, eigentlich etwas tun, was seine Herrschaft über beides, die religiöse und die weltliche Zentrale der Juden befestigt. Das tut er auch, zumindest in Bezug auf den Tempel, er geht im Tempel umher, betrachtet alles – aber dann geht er wieder hinaus. Er geht zurück nach Betanien, vermutlich in das Haus, das Freunde von ihm dort haben. Auf eine formelle Besetzung der Stadt verzichtet er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Gedanke, daß Jesus die Stadt Jerusalem &lt;em&gt;besetzen&lt;/em&gt; könnte, ist Christen so fremd wie kaum etwas Anderes. Und trotzdem ist es vermutlich das, was die jubelnden Menschen eigentlich von ihm erwartet hatten – und sich dann enttäuscht abwandten, als nichts dergleichen geschah. An dieser Stelle scheiden sich also die Erwartungen, welche die Juden an Jesus haben, von dem, was er selbst will und was er den Christen später bedeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Muslime und die Christen unterscheidet dagegen eine andere Frage, nämlich ob in Jesus etwas Göttliches aufscheint oder nicht, ob er sozusagen auf natürlichem Wege mit Gott wesensverwandt ist oder nicht, ob er ihn wie ein Sohn vertritt, und nicht nur wie ein Prophet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Moslem interessiert der innerjüdische Streit über Jesus dagegen wenig. Kann er trotz aller Differenzen zu Juden und Christen aus dem Geschehen in den Tagen vor der Kreuzigung etwas herauslesen, was auch seinen Glauben inspiriert und stärkt?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, ich denke, daß allen drei Religionen eine wichtige Erkenntnis gemeinsam ist, die sich auf den Gottesstaat bezeiht und auf die realen Möglichkeiten für einen solchen Staat hier unten auf der Erde. Unsere gemeinsame Erkenntnis sagt uns: es gibt diesen Staat nicht, wir vermissen ihn schmerzlich. Weder das jüdische Friedensreich eines gerechten Königs Salomo noch die von der Scharia erleuchtete Herrschaft eines weisen Kalifen haben je auf Dauer Bestand gehabt, möglicherweise waren sie sogar immer nur in einem idealisierenden Rückblick vorhanden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Christen haben zögerliche Versuche gemacht, Gottesstaaten aufzubauen, Calvin in Genf, Cromwell in London, extremistische Kleinstaatler wie die Täufer in Münster – aber nichts davon hat mehr als eine Handvoll Jahre überlebt und ist in der Erinnerung der Menschen oft als Schreckensherrschaft übrig geblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus wird im Verhör vor seiner Kreuzigung sagen, &lt;em&gt;mein Reich ist nicht von dieser Welt&lt;/em&gt;. Dieses Wort hat eine gute Tradition begründet, aus der heraus Menschen aller Religionen bescheiden geworden sind in ihren Erwartungen an ein Gottesreich auf der Erde. Gott will offenbar, daß wir uns auf der Erde in Anfechtungen bewähren und nimmt deshalb das Unrecht niemals ganz von der Welt weg und schafft keine gerechten und idealen Verhältnisse. Wir sollen am Glauben festhalten, nicht &lt;em&gt;weil &lt;/em&gt;um uns herum alles nach dem Willen Gottes geschieht, sondern &lt;em&gt;obwohl &lt;/em&gt;es gerade nicht so ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So nimmt Jesus also sein Hauptquartier nicht in Jerusalem, sondern in Betanien. Zwar wirft er am nächsten Tag die Händler, die vom Tempeltourismus leben, aus dem Vorhof, aber die Priester entfernt er nicht aus ihren Ämtern. Sein Ziel beschreibt er mit einem Zitat aus dem Propheten Jesaja (56,7):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden für alle Nationen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Ich ergänze aus eigener Anschauung von meinem Besuch in Jerusalem: dieses Ziel ist in den letzten Jahren im zum allergrößten Teil friedlichen Zusammenleben der drei Buchreligionen in Jerusalem auf eine eigenartige Weise verwirklicht geworden.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7144781927000413531?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7144781927000413531/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/was-will-jesus-in-jerusalem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7144781927000413531'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7144781927000413531'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/07/was-will-jesus-in-jerusalem.html' title='Was will Jesus in Jerusalem?'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-5507488224804664855</id><published>2010-06-30T21:50:00.002+02:00</published><updated>2010-06-30T22:02:14.815+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Ein Irrtum der Jünger"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jesus (Friede sei mit ihm) weiß von seinem Schicksal, und trotzdem versucht er nicht, diesem auszuweichen und ihm zu entrinnen. An dieser Entschlossenheit müssen sich die Jünger zunächst einmal üben, aber schliesslich entscheiden sie sich für das Richtige. Sie folgen ihm treu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowohl an dem Verhalten des "Sohn des Menschen" und nicht "Sohn Gottes", als auch am Verhalten seiner Jüngern wird deutlich, was wahre Gottergebenheit, was Glauben bedeuten. Diese besonderen Menschen gehen mit Herzensruhe ihrem sicheren, äußerlich bitteren Schicksal entgegen. Doch ist das äußerlich so bitter anmutende wirklich bitter, oder ist es nicht eher süß?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Menschen, die keinen Glauben an das Leben nach dem Tod haben, ist der Tod ein Ende, eine Hinrichtung. Dagegen sollte uns Muslimen und den Christen der Glaube an das Leben nach dem Tode eine innere Zufriedenheit und Sicherheit geben, welche auch die Entscheidung Jesu (FSMI) und seiner Jünger verständlich macht. Für sie ist der Tod kein Ende, sondern ein Anfang. Es ist ein Wiedersehen mit allen Lieben, die vor uns diesen Weg gegangen sind. Es ist ein Treffen mit dem Geliebten, mit unserem Gott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber das Sitzen zu meiner Rechten oder Linken zu vergeben, steht nicht bei mir, sondern ist für die , denen es bereitet ist.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Muslim sehe ich hier einen Hinweis Jesu (FSMI) auf eine andere Menschengruppe als auf die Gruppe der Jünger. Ein ähnliches Hadith (Prophetenwort) fällt mir ein, nämlich als einmal der Prophet Muhammed (FSMI) seine &lt;em&gt;Brüder&lt;/em&gt; grüßt und seine Jünger ihn fragen, ob sie damit gemeint sind. Er antwortet ihnen: ihr seid meine Freunde, meine Brüder kommen erst zu jener Zeit, in der die Religion am Boden liegt. Diese Mutigen, Entschlossenen werden sie wieder auf den Thron heben, auf den sie gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist die Generation der Gläubigen unmittelbar vor dem Ende, die der Religion wieder neues Leben einhauchen wird, den messianischen Atem von Jesus (FSMI). Sind diese Gläubigen eine Allianz von wahren muslimischen und wahren christlichen Gläubigen kurz vor dem Ende der Welt, eine Allianz gegen alles Übel? Nur Gott weiß es am besten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die wohl bedeutendste friedliche muslimische Bewegung in unserer Gegenwart ist die Gülen-Bewegung. Diese Bewegung nimmt den Namen von ihrem Initiator und Vordenker, dem türkisch-islamischen Denker Fethullah Gülen. Die Bewegung befolgt Regeln, die man sowohl bei Jesus (FSMI) als auch bei Muhammed (FSMI) wiederfindet: zu leben, um andere lebendig werden zu lassen, und so zu leben, daß man ausschliesslich nur im Sinne Gottes handelt (&lt;em&gt;Ihlas &lt;/em&gt;heißt dieses Prinzip). Das bemerkenswerte an dieser Bewegung ist, daß sie ihre Arbeitsweise auch &lt;em&gt;Hizmet &lt;/em&gt;nennt, was "Dienst" bedeutet. Es ist auch bei Jesus (FSMI) in obiger Bibelstelle wiederzufinden. Ein Zufall? Gott weiß es am besten.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-5507488224804664855?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/5507488224804664855/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/nureddin-zu-ein-irrtum-der-junger.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/5507488224804664855'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/5507488224804664855'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/nureddin-zu-ein-irrtum-der-junger.html' title='Nureddin zu &quot;Ein Irrtum der Jünger&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7160377190413926281</id><published>2010-06-22T18:30:00.000+02:00</published><updated>2010-06-22T18:32:35.988+02:00</updated><title type='text'>Ein Irrtum der Jünger</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie waren aber auf dem Weg und gingen hinauf nach Jerusalem, und Jesus ging vor ihnen her; und sie erschraken. Die ihm aber nachfolgten, fürchteten sich. Und er nahm wieder die Zwölf zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm widerfahren sollte: Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten überliefert werden; und sie werden ihn zum Tod verurteilen und werden ihn den Nationen überliefern; und sie werden ihn verspotten und ihn anspeien und ihn geißeln und töten; und nach drei Tagen wird er auferstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es treten zu ihm Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, und sagen zu ihm: Lehrer, wir wollen, daß du uns tust, um was wir dich bitten werden. Er aber sprach zu ihnen: Was wollt ihr, daß ich euch tun soll? Sie aber sprachen zu ihm: Gib uns, daß wir einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen in deiner Herrlichkeit! Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wißt nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder mit der Taufe getauft werden, mit der ich getauft werde? Sie aber sprachen zu ihm: Wir können es. Jesus aber sprach zu ihnen: Den Kelch, den ich trinke, werdet ihr trinken, und mit der Taufe, mit der ich getauft werde, werdet ihr getauft werden; aber das Sitzen zu meiner Rechten oder Linken zu vergeben, steht nicht bei mir, sondern ist für die , denen es bereitet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als die Zehn es hörten, fingen sie an, unwillig zu werden über Jakobus und Johannes. Und Jesus rief sie zu sich und spricht zu ihnen: Ihr wißt, daß die, welche als Regenten der Nationen gelten, sie beherrschen und ihre Großen Gewalt gegen sie üben. So aber ist es nicht unter euch; sondern wer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein; und wer von euch der Erste sein will, soll aller Sklave sein. Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie kommen nach Jericho. Und als er und seine Jünger und eine große Volksmenge aus Jericho hinausgingen, saß der Sohn des Timäus, Bartimäus, ein blinder Bettler, am Weg. Und als er hörte, daß es Jesus, der Nazarener, sei, fing er an zu schreien und zu sagen: Sohn Davids, Jesus, erbarme dich meiner! Und viele bedrohten ihn, daß er schweigen sollte; er aber schrie um so mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn! Und sie rufen den Blinden und sagen zu ihm: Sei guten Mutes! Steh auf, er ruft dich! Er aber warf sein Gewand ab, sprang auf und kam zu Jesus. Und Jesus antwortete ihm und sprach: Was willst du, daß ich dir tun soll? Der Blinde aber sprach zu ihm: Rabbuni, daß ich sehend werde. Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dich geheilt! Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm auf dem Weg nach.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 10, 32 – 52)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach muslimischer Vorstellung gibt es einen grundlegenden Irrtum der Jünger Jesu, der in ihrer fehlerhaften, von der griechischen Umwelt beeinflußten späteren Wiedergabe der Lehre Jesu besteht. Folgt man dem Zeugnis des Markus, dann haben die Jünger schon sehr viel früher, zu Lebzeiten Jesu eine ganze Reihe von Fehlern gemacht. Einer davon wird hier auf besonders blamable Weise geschildert: Jesus schickt sich an, in wenigen Tagen sein grausames Martyrium zu erfüllen, und die Jünger bewerben sich um die glänzenden ersten Plätze in der künftigen Regierung des Reiches Gottes! Die Szene wirkt fast lächerlich und stellt die Jünger in ein äußerst ungünstiges Licht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus reagiert überraschend milde auf den unangemessenen Ehrgeiz seiner Jünger. Nein, sagt er, die ersten Plätze im Reich Gottes kann er nicht vergeben, es steht ihm nicht zu. Und dann nimmt er die Gelegenheit wahr und redet ganz allgemein vom neuen Charakter der Herrschaft im Reich Gottes: der König dieses Reiches ist der Diener und Sklave aller, nicht ihr Herr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Geschichte der Christen ist diese Lehre vom Diener-König oft vergessen worden. Man hat gesagt: so etwas es geht in der Praxis nicht, denn jeder König, der nicht konsequent herrscht, dem tanzen die Leute auf der Nase herum. Aber es hat auch immer wieder gelungene Versuche gegeben, nach den Grundsätzen dieses sanftmütigen und demütigen Reichs zu leben. Besonders in kleinen Gemeinschaften, in Familien und Nachbarschaften, gab es immer wieder das Bestreben, einen unteren Weg zu finden, Konflikte durch Nachgeben zu lösen, den Frieden vor den Besitz zu stellen, vor die Macht, manchmal sogar vor die Vernunft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man weiß nicht, wie sich die Welt ohne die mit der Person Jesus verbundene Lehre und ohne sein Vorbild der Sanftmut anders entwickelt hätte. Aber man kann sicherlich sagen, daß mit Jesus eine neue Lebensform und -möglichkeit in die Welt gekommen ist, eine Alternative zu Herrschaft und Gewalt. Sie hat bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7160377190413926281?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7160377190413926281/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/ein-irrtum-der-junger.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7160377190413926281'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7160377190413926281'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/ein-irrtum-der-junger.html' title='Ein Irrtum der Jünger'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-6600681254134918658</id><published>2010-06-21T16:00:00.002+02:00</published><updated>2010-06-21T16:21:53.233+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Ehe, Kinder, Reichtum"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Die Scheidung gilt im Islam als die schlechteste von allen erlaubten Taten, die ein Muslim begehen darf. Es sind eine ganze Reihe von vorhergehenden Maßnahmen vorgesehen, damit eine solche Handlung erschwert wird. Erst wenn gewaltige Differenzen zwischen den Partnern auftreten und die Ehe dadurch für alle Beteiligten zur Hölle wird, erlaubt der Islam die Scheidung als letzte Möglichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meiner Meinung nach will auch Jesus (Friede sei mit ihm) eigentlich nichts anderes. Er will die Scheidung als etwas Negatives festhalten und damit die Menschen von ihr abhalten. Aber in der letzten Konsequenz ist trotzdem auch bei ihm die Scheidung gegeben, wenn man den propphetischen Vorwurf der Herzenshärte über sich ergehen lassen will. Ich finde, dass die Kirche in diesem Punkt Jesus (FSMI) nicht richtig interpretiert hat. Denn Jesus (FSMI), als Bote Gottes, wird die Menschen nicht vor unlösbare Aufgaben stellen. Wie im Falle des Zölibates empfinde ich das Verbot der Scheidung als etwas Unnatürliches und damit als etwas, was Gott dem Menschen nicht abverlangen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was den Zölibat angeht, so wird es einzelne Menschen geben, die wie Jesus (FSMI) ein zölibateres Leben führen können, und es sind bewundernswerte Menschen, die diesen Weg gehen können. Aber sie werden die Ausnahme sein, und die schwere Entscheidung für ein zölibatäres Leben darf nicht so ausgeweitet werden wie es die katholische Kirche betreibt. Katholische Priester und Nonnen stellt man vor eine schlechte Wahl, wo doch feststeht, daß die wenigsten ein enthaltsames Leben führen können. Darin liegt meiner Meinung nach auch ein Teil der Ursachen für die schrecklichen sexuellen Übergriffen an Kindern und Schutzbefohlenen, die in diesen Tagen gehäuft bekannt werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Verbietet man etwas Gottgewolltes, Natürliches und Gutes wie die eheliche Sexualität, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß der Trieb an falscher Stelle ausbricht. Meistens sind es dann die schutzloseren Wesen, die Kinder. In einem Hadith heißt es :&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Erschwert nicht, erleichtert hingegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Die Protestanten haben den katholischen Standpunkt glücklicherweise korrigiert und sind damit dem Islam in diesem Punkt näher gekommen. Sexualität ist keine Sünde, wenn sie im ehelichen Rahmen geschieht, im Gegenteil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Scheidung ist es ähnlich. Leider verläuft nicht jede Ehe erfolgreich. Eine gut verlaufende Ehe ist wie ein Stück Paradies im Diesseits, dagegen arten manche unglücklichen Ehen zur Hölle aus. Da ist eine Ausnahme, ein Ausweg besser als die Fortsetzung einer qualvollen Ehe. Deshalb empfinde ich auch die Bezeichnung des Ehebruchs für die Scheidung als sehr hart, abgesehen davon, dass die Ehe natürlich zerbricht, wenn geschieden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Kinderliebe oder beim Respekt vor Älteren verhält es sich bei Jesus (FSMI) nicht anders als bei Muhammed (FSMI). Diese Tugenden nehmen leider in der modernen Gesellschaft immer weiter ab, trotz der etwas lebendiger scheinenden Lebensweise unter den Muslimen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Beziehung zu Geld und Besitz angeht, so sind sich die beiden großen Propheten Jesus und Muhammed (FSMI beiden) in ihrem Urtiel ebenfalls ähnlich. In einem Hadith heißt es sinngemäß, daß Gott Muhammed (FSMI) gefragt hat, ob er es vorzieht, ein königlicher Prophet zu sein oder ein Prophet mit einfachen Möglichkeiten. Er wählt wie Jesus (FSMI) den bescheidenen Weg der einfachen Möglichkeiten und wendet sich mit Freude von weltlichen Ehren ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, daß diese Wahl eine besondere Botschaft an uns ist. Auch wir dürfen dem Diesseits nicht mehr Gewicht verleihen als unserem Jenseits, genau wie unsere Vorbilder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Interessant finde ich die Stelle:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle tadelt Jesus (FSMI) einen Menschen, der ihm Lob entgegenbringt und ihm eine gewisse Gottesrolle zuspielen will. Jesus (FSMI) unterstreicht mit seinem Tadel die monotheistische Aussage des Christentums, daß nur einem dieses Lob begührt, nämlich dem einen Gott. Ich finde solche Stellen in der Bibel richtiger als andere Stellen, die im Widerspruch dazu stehen, die nämlich die Sohnschaft Jesu (FSMI) besagen. Diesen Widerspruch werden Christen lösen, in dem sie zu ihrem reinen Monotheismus zurückkehren.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-6600681254134918658?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/6600681254134918658/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/nureddin-zu-ehe-kinder-reichtum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6600681254134918658'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6600681254134918658'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/nureddin-zu-ehe-kinder-reichtum.html' title='Nureddin zu &quot;Ehe, Kinder, Reichtum&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7259516111817359790</id><published>2010-06-17T16:45:00.001+02:00</published><updated>2010-06-17T16:46:10.447+02:00</updated><title type='text'>Ehe, Kinder, Reichtum</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und er brach von dort auf und kommt in das Gebiet von Judäa und jenseits des Jordan. Und wieder kommen Volksmengen bei ihm zusammen, und wie er gewohnt war, lehrte er sie wieder. Und es traten Pharisäer zu ihm und fragten ihn, um ihn zu versuchen: Ist es einem Mann erlaubt, seine Frau zu entlassen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten? Sie aber sagten: Mose hat gestattet, einen Scheidebrief zu schreiben und zu entlassen. Jesus aber sprach zu ihnen: Wegen eurer Herzenshärtigkeit hat er euch dieses Gebot geschrieben; von Anfang der Schöpfung an aber hat er sie als Mann und Frau geschaffen. "Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen, und die zwei werden ein Fleisch sein"; daher sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Und im Hause befragten ihn die Jünger deswegen noch einmal; und er spricht zu ihnen: Wer seine Frau entläßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch gegen sie. Und wenn sie ihren Mann entläßt und einen anderen heiratet, begeht sie Ehebruch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrührte. Die Jünger aber fuhren sie an.&lt;br /&gt;Als aber Jesus es sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen! Wehrt ihnen nicht! Denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht aufnimmt wie ein Kind, wird dort nicht hineinkommen. Und er nahm sie in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als er auf den Weg hinausging, lief einer herbei, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Lehrer, was soll ich tun, damit ich ewiges Leben erbe? Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. Die Gebote weißt du: "Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis reden; du sollst nichts vorenthalten; ehre deinen Vater und deine Mutter!" Er aber sagte zu ihm: Lehrer, dies alles habe ich befolgt von meiner Jugend an. Jesus aber blickte ihn an, gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eins fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach! Er aber ging, entsetzt über das Wort, traurig weg, denn er hatte viele Güter. Und Jesus blickte umher und spricht zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die, welche Güter haben, in das Reich Gottes hineinkommen! Die Jünger aber erschraken über seine Worte. Jesus aber antwortete wieder und spricht zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes hineinzukommen! Es ist leichter, daß ein Kamel durch das Öhr der Nadel geht, als daß ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt. Sie aber gerieten ganz außer sich und sprachen zueinander: Und wer kann dann errettet werden? Jesus aber sah sie an und spricht: Bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich. Petrus begann und sagte zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus sprach: Wahrlich, ich sage euch: Da ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfach empfängt, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgungen und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben. Aber viele Erste werden Letzte und Letzte Erste sein.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 10, 1 – 31)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesem zehnten Kapitel endet die Geschichte von Jesus in Galiläa am See Genezareth, der eher friedliche Teil seines irdischen Wirkens. Es beginnt der Weg hinauf in die Berge von Judäa, zur Stadt Jerusalem, in den Tod (Kapitel 15) und in die Auferstehung (Schlußkapitel 16). Auf dem Weg werden drei wichtige Themen besprochen: die Liebe zwischen Mann und Frau, die Liebe zu Kindern und die Liebe zum Geld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was Liebe und Ehe betrifft, so ist Jesus im Vergleich mit seinem Vorgänger Mose und seinem Nachfolger Mohammed strenger als beide: er verbietet jede Art von Ehescheidung. Bevor man ihn deshalb als rigoros und weltfremd tadelt, sollte man den Kern seiner Begründung hören. Nach seiner Lehre ist eine Ehescheidung ausnahmsweise allen solchen Menschen erlaubt, die mit einem harten Herzen leben. Sie sollen nicht schwerer tragen müssen, als es aufgrund ihrer zur Lieblosigkeit neigenden Natur nötig ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer dagegen ein weiches Herz hat, eines aus Fleisch statt aus Stein, wie es der Prophet Hesekiel (dort im Kapitel 11,19) für das Ende der Zeiten vorausgesehen hat, und wie es durch Jesus jetzt in einem neuen Reich Gottes möglich wird, der kann sein Leben entlang der Linien einer natürlichen Schöpfungsordnung führen, in der die Ehen, wie es auch im Volksmund heißt &lt;em&gt;im Himmel geschlossen werden&lt;/em&gt; und auf ewig unauflöslich sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der kleinen Szene mit den Kindern hat der christliche Glaube eine ganze Fülle von Erkenntnissen über das Wesen Gottes gewonnen. Sie gehört zum Glaubensgut jedes Christen, und es hat den Christen vielleicht einen manchmal leicht spielerischen Charakter und damit einen Vorteil in der Geschichte verschafft, daß sie wie die Kinder leben durften und nicht ganz so ernst und streng in die Welt blicken mußten wie die Juden und die Moslems. &lt;em&gt;So ihr nicht werdet wie die Kinder…&lt;/em&gt; steht über mancher christlichen Philosophie, und ich fühle mich jedesmal angelächelt und eingeladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der reiche Jüngling ist eine für viele Christen problematische, ja tragische Figur. Ohne die Spannung auflösen zu können, die in seinem Auftreten steckt, will ich doch auch hier den Blick auf ein kleines Detail lenken: Jesus gewinnt den jungen Mann lieb und wenn er am Ende traurig von Jesus weg geht, dann ist offenbar auch Jesus traurig und klagt über die Erschwerung des Eintritts in das Reich Gottes. Aber er sagt auch: wer den Eintritt wagt, wird seinen Einsatz nicht bereuen. Er wird am Ende zu den Gewinnern gehören.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7259516111817359790?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7259516111817359790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/ehe-kinder-reichtum.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7259516111817359790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7259516111817359790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/ehe-kinder-reichtum.html' title='Ehe, Kinder, Reichtum'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4261569192183516957</id><published>2010-06-17T08:00:00.001+02:00</published><updated>2010-06-17T08:45:17.920+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Berg der Verklärung"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Bewunderung ist der richtige Ausdruck für mein Empfinden, das ich für die Natürlichkeit und gleichzeitig auch für die Selbstaufgabe der Apostel hege. Die &lt;em&gt;Sahabi &lt;/em&gt;des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) waren genau wie sie. Sie und die Jünger waren Menschen aus eher einfachen Verhltnissen. Sie waren weder Adelige noch Würdentärger - bis sie Jesus (FSMI) kennenlernten. Sie vollbrachten aber trotz ihrer eher defizitären Ausgangssituation eine großartige Leistung für die Menschheit, indem sie trotz aller widrigen Umstände die Wahrheit in Jesus (FSMI) erkannten und ihm bis zum Äußersten Gehorsam leisteten. Damit öffneten sie vielen Menschen bis in unsere Zeit den Weg, sich im Glauben für das Unbequeme aber das Richtige zu entscheiden, statt dem bequemen aber dem eindeutig falschem Weg weiter zu folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie nahmen vieles in Kauf um der Wahrheit willen und ernteten Schelte und Anfeindung bei den zeitgenössischen Machthabern, bei den Schriftgelehrten und womöglich sogar in ihrer eigenen Familie. Sie zeigen uns auch heute noch den richtigen Weg, und zwar immer dann, wenn wir selbst vor einer Entscheidung stehen, wobei es klar ist: die Herzen liegen in der Hand Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Gläubige müssen wir einem Regelwerk folgen, das von Gott als Prüfung für uns bestimmt ist. Dieses Regelwerk kann nicht nach unserem eigenene Geschmack und unserer jeweiligen Laune revidiert oder korrigiert werden. Wir können nicht Dinge hinzuerfinden oder andere weglassen, weil sie uns nicht gefallen. Wenn wir etwas verändern sollen, dann ist es unser Leben, nicht anders herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist unser Leben wie jede Prüfung mit Mühen verbunden und fordert Fleiß und Ausdauer von uns. Natürlich dürfen wir nicht immer das tun, was unser Herz begehrt. Und natürlich ist der Verzicht, die Enthaltsamkeit zunächst einmal unbequem. Natürlich würde unsere körperliche Seite am liebsten essen und trinken wollen, was sie will, und sich paaren, mit wem auch immer sie es will. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber als Menschen haben wir neben dieser tierischen Seite auch eine andere Seite, die ich einmal unter dem Oberbegriff der Vernunft zusammenfassen möchte. Diese Vernunft sagt uns, dass wir Menschen mehr sind als nur Tiere. Wir dürfen nicht essen, trinken und paaren wie wir wollen, sondern wir folgen einem vernünftigen Regelwerk, das uns vor körperlichen und seelischen Gefahren schützt. Dieses Regelwerk ist die Religion und stammt vom Gott dem Schöpfer alles Seins. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie vernünftig dieses Regelwerk ist, erkennen wir an denen, die diesen Regeln aufrichtig und maßvoll folgen. Sie sind glücklicher als die, welche nicht glauben, und sie sind sich einer guten Zukunft gewiss. Diesen Optimismus haben Atheisten nicht. Für sie ist der Tod ein Ende, eine Hinrichtung. Die Folge ist ein Pessimismus, der sie quält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist keine Freiheit, wenn man wie ein Tier alles tun darf. Ein Mensch wird frei in einem System, das ihm diese Freiheit sichert, indem es sie regelt. Man stelle sich vor, alle Ampeln, alle Fahrbahnmarkierungen im Straßenverkehr würden abgeschafft und jeder verhielte sich frei nach seinem Gutdünken. Wir können uns alle denken, welches Chaos dabei entsteht. Genauso verhält es sich bei Religionen. Die Religion ist nichts anderes als ein System, das den Menschen vor sich selbst schützt, so daß er im Diesseits und im Jenseits glücklich werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Apostel waren Menschen, die das erkannt und sich richtig entschieden haben. Sie haben hier auf der Erde verzichtet, um im Jenseits zu ernten. Damit werden sie unsere Vorbilder, unsere Idole.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4261569192183516957?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4261569192183516957/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/nureddin-zu-berg-der-verklarung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4261569192183516957'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4261569192183516957'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/06/nureddin-zu-berg-der-verklarung.html' title='Nureddin zu &quot;Berg der Verklärung&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-1975729645903598190</id><published>2010-05-30T23:00:00.001+02:00</published><updated>2010-05-30T23:06:52.287+02:00</updated><title type='text'>Berg der Verklärung</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und nach sechs Tagen nimmt Jesus Petrus und Jakobus und Johannes mit und führt sie für sich allein auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen umgestaltet; und seine Kleider wurden glänzend, sehr weiß, so wie kein Walker auf der Erde weiß machen kann. Und es erschien ihnen Elia mit Mose, und sie unterredeten sich mit Jesus. Und Petrus begann und sagte zu Jesus: Rabbi , es ist gut, daß wir hier sind; und wir wollen drei Hütten machen, dir eine und Mose eine und Elia eine. Er wußte nämlich nicht, was er sagen sollte, denn sie waren voller Furcht. Und es kam eine Wolke, die sie überschattete; und eine Stimme kam aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört! Und plötzlich, als sie sich umblickten, sahen sie niemand mehr bei sich außer Jesus allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als sie von dem Berg herabstiegen, gebot er ihnen, daß sie niemand erzählen sollten, was sie gesehen hatten, ehe nicht der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden sei. Und sie hielten das Wort fest und besprachen sich untereinander: Was ist das: aus den Toten auferstehen? Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die Schriftgelehrten, daß Elia zuerst kommen müsse? Er aber sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuerst und stellt alle Dinge wieder her. Und wie steht über den Sohn des Menschen geschrieben? Daß er vieles leiden und verachtet werden soll. Aber ich sage euch: Auch Elia ist gekommen, und sie haben ihm getan, was sie wollten , so wie über ihn geschrieben steht .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als sie zu den übrigen Jüngern kamen, sahen sie eine große Volksmenge um sie her und Schriftgelehrte, die mit ihnen stritten. Und sobald die ganze Volksmenge ihn sah, erstaunte sie sehr; und sie liefen herbei und begrüßten ihn. Und er fragte sie: Worüber streitet ihr mit ihnen? Und einer aus der Volksmenge antwortete ihm: Lehrer, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der einen stummen Geist hat; und wo er ihn auch ergreift, zerrt er ihn zu Boden, und er schäumt und knirscht mit den Zähnen und wird starr. Und ich sagte deinen Jüngern, daß sie ihn austreiben möchten, und sie konnten es nicht. Er aber antwortete ihnen und spricht: O ungläubiges Geschlecht! Bis wann soll ich bei euch sein? Bis wann soll ich euch ertragen? Bringt ihn zu mir! Und sie brachten ihn zu ihm. Und als der Geist ihn sah, zerrte er ihn sogleich; und er fiel zur Erde, wälzte sich und schäumte. Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist es her, daß ihm dies geschehen ist? Er aber sagte: Von Kindheit an; und oft hat er ihn bald ins Feuer, bald ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Aber wenn du etwas kannst, so habe Erbarmen mit uns und hilf uns! Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du das kannst? Dem Glaubenden ist alles möglich. Sogleich schrie der Vater des Kindes und sagte: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben! Als aber Jesus sah, daß eine Volksmenge zusammenläuft, bedrohte er den unreinen Geist und sprach zu ihm: Du stummer und tauber Geist, ich gebiete dir: fahre von ihm aus, und fahre nicht mehr in ihn hinein! Und er schrie und zerrte ihn heftig und fuhr aus; und er wurde wie tot, so daß die meisten sagten: Er ist gestorben. Jesus aber nahm ihn bei der Hand, richtete ihn auf, und er stand auf. Und als er in ein Haus gegangen war, fragten ihn seine Jünger allein: Warum haben wir ihn nicht austreiben können? Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren als nur durch Gebet.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 9, 2 – 29)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nirgendwo sonst wird Jesus in den Evangelien so wunderbar und groß beschrieben wie hier. Und trotzdem liest man aus dem Kapitel eigentlich mehr über die Schwäche der Jünger als über die Macht und Kraft ihres Meisters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus hatte ja bereits in seiner ersten Rede gesagt, daß die gute Saat des Göttlichen in ständiger Konkurrenz mit dem Irdischen steht und jederzeit untergehen kann im Alltäglichen. Die Jünger erleben nach dem Abstieg vom mystischen &lt;em&gt;Berg der Verklärung&lt;/em&gt; eine herbe Enttäuschung im Tal des Alltags: sie können einen Kranken nicht heilen und verwickeln sich in ihrem Mißerfolg dann auch noch in ein nutzloses Gezänk mit den Schriftgelehrten, ihren religiösen Gegnern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hören, wie Jesus wütend wird und sagt &lt;em&gt;ich halte es mit euch nicht mehr aus!, &lt;/em&gt;sie sehen, wie er dann selbst die Arbeit übernimmt und den Kranken heilt. In diesem Moment ist dann aber die gewaltige Wirkung der Begegnung mit Mose und Elia, das Hören der Stimme aus der Wolke vergessen. Der graue Alltag hat die Jünger wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was haben sie falsch gemacht? Sie haben geglaubt, man könne das Gotteserleben festhalten wie einen sicheren Schatz, ein Guthaben auf der Bank, wie wir heute sagen würden. Petrus will Hütten bauen für die auf dem Berg erscheinenden Propheten, sie sollen hierblieben, in Reichweite der Jünger, zu ihrer Verfügung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Göttlich gibt sich den Menschen aber nicht so, daß sie darüber verfügen können. Offenbarungen sind flüchtig, der Lauf der gewöhnlichen Dinge legt sich wie ein grauer Schleier über ihren Nachglanz. Nach christlicher Überzeugung ist es das Geheimnis von Jesus, daß sich in ihm Göttliches und Menschliches zu einer lebensfähigen Einheit verbinden. Sein Glanz vergeht deshalb nicht wie der Glanz geistlicher Höhepunkte, weil er sich ganz tief und fest mit dem menschlichen Leben verbunden hat, am Ende sogar durch den Tod.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist bewußt, daß sich diese Gedanken nur in einem sehr übertragenen Sinn für einen Moslem erschließen lassen. Die Wege des Verstehens gehen hier auseinander. Sie treffen sich am Ende allerdings wieder, wenn Jesus das Geheimnis eines gotterfüllten Lebens, eines Lebens, das Wunder bewirken kann, in den schlichten Satz kleidet: wenn nichts mehr wirkt, hilft nur eines, das Gebet.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-1975729645903598190?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/1975729645903598190/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/berg-der-verklarung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1975729645903598190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1975729645903598190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/berg-der-verklarung.html' title='Berg der Verklärung'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-1827939180712718592</id><published>2010-05-28T21:30:00.002+02:00</published><updated>2010-05-28T21:48:44.371+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Verstehen und nicht verstehen"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Es ist verblüffend und schön, zu sehen, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen christlichen und islamischen Geschichten gibt. In den letzten Kapiteln habe ich immer wieder mir bekannte Geschichten gefunden, nur mit dem Unterschied, dass die Zeit und die Personen andere waren. Im Prinzip sind aber die Personen und die Zeit zweitrangig, wenn es um die Bedeutung geht. Die Geschichten sagen uns, woher wir kommen und wohin wir gehen werden. Kurzum: sie sprechen vom Sinn des Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Personen sind natürlich ebenfalls wichtig, und sie weisen in christlichen und islamischen Geschichten viele Ähnlichkeiten auf. Es gibt in beiden einen Aufklärer mit einer göttlichen Mission, es gibt Leute, die ihm glauben und sich ihm anvertrauen, und es gibt wiederum solche, die ihm nicht glauben und ihn verspotten, verletzen oder ihn gar umbringen wollen. Diese Geschichte setzt sich bis in unsere heutige Zeit fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowohl Jesus als auch Mohammed (Friede sei mit beiden) setzen ihr Leben aufs Spiel für ihre Mission, die ihnen Gott gegeben hat. Sie verkünden, sie erklären im Namen Gottes und sie sind bereit, alle Konsequenzen für ihre Mission zu tragen, auch bis zum Äußersten. Welche Energie steckt dahinter, dass Menschen zu solch einer Wahl befähigt werden! Eins scheint sicher: diese Wahl muss es wert sein, sie muß mehr einbringen als das Kostbarste, mehr als das Leben. Allein die Bereitschaft zu dieser Wahl scheint mir eindrucksvoll und aussagekräftig genug zu sein, um die Glaubwürdigkeit der Mission zu untermauern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt noch andere wichtige Figuren, die uns als Christen und Muslime verbinden. Da sind die Jünger Jesu (FSMI) und die &lt;em&gt;Sahabiten&lt;/em&gt;, die Jünger Mohammeds (FSMI), die wir in unsere Herzen geschlossen haben. Da sind aber auch die Pharisäer und die &lt;em&gt;Muschriken&lt;/em&gt;, ungläubige Zeitgenossen Mohammeds (FSMI)), beides Menschen, die nicht verstehen wollen. Diese und noch viele andere Gemeinsamkeiten reichen bis in unsere Zeit und ermahnen die Christen und Muslime zur Zusammenarbeit. Die Diskussionspunkte sind zu vertagen, weil die gewaltige Aufgabe, den Weltfrieden herzustellen und einen inneren Frieden unter allen Menschen zu stiften, sehr viel wichtiger sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Weltfrieden und der innere Frieden der Menschen wird durch Probleme gefährdet, die uns gemeinsam und in gleicher Weise betreffen. Es sind Probleme wie Unglauben, Werteverfall, Fanatismus usw. aber auch globale, aktuell-politische Probleme wie Terror, Rassismus, Umweltzerstörung, und sie müssen auf eine neue Weise angepackt werden. Unsere globalisierte Zeit braucht eine neue Denkweise. Diese neue Denkweise muß auf Dialog, Toleranz und Liebe basieren und in gleicher Weise auf der Versöhnung von Spiritualität und Wissenschaft. Wir erwarten eine neue Zeit des Fortschritts sowohl auf geistiger, als auch auf gesellschaftlicher Ebene.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Brotvermehrung, die Jesus (FSMI) bewirkt, kennen Muslime von Mohammed (FSMI) ebenfalls. Deshalb glauben wir natürlich dieser Geschichte aus dem Evangelium. Der gemeinsame Glaube an die Kraft und Macht Gottes verbindet uns Muslime mit den Christen. Die Atheisten sehen die Wunder natürlich anders. Für sie vollzieht sich alles nach den Regeln der Natur. Doch man muß sie fragen: wie ist die Natur entstanden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Atheisten vergessen, dass ein logisches System nicht zufällig entstehen kann und nicht ohne einen Meister. Keine Stecknadel kann von sich aus entstehen, auch nicht nach Milliarden von Jahren. Wie soll das allumfassende, exakte Regelwerk, das wir Natur nennen, zufällig und alleine von sich aus entstanden sein? Es reichte weder die Zeit, noch der Platz für die dafür nötige gewaltige Masse an intelligenten Prozessen. Etwas Totes, etwas Unintelligentes kann nicht lebendige, intelligente Individuen hervorbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Logik widerlegt die "Naturalisten", wie ich sie einmal nennen will. Bald werden gläubige Wissenschaftler die Logik mit ihren Experimenten untermauern. Zur Zeit vermischt sich leider noch der Unglaube der ideologistischen Wissenschaftler mit der Wissenschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime und Christen sind uns sicher und haben es leichter. Wir glauben, dass die Natur einen Erbauer und Verwalter hat, den wir Gott nennen. Er hat die Schöpfung zum Zeitpunkt Null begonnen, und die Prozesse der Schöpfung dauern weiter an. Gott erschafft ununterbrochen bis zu dem Punkt X, an dem es ein „Zurückrollen“ des Films gibt. Gott ist überall existent und ist überall indirekt sichtbar, in der Wolke, in der Blume, in uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er will allerdings im Diesseits nicht direkt sichtbar sein. Er waltet hinter einem Vorhang. Genau wie Staatsoberhäupter ihre Minister, Sekretäre usw. haben, verwendet Gott die Naturgesetze für sich und bleibt selbst unsichtbar. Es wäre nicht richtig und auch nicht möglich, dass man, wie die Naturalisten es tun wollen, alles und also auch Gott mit den Augen sieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man sieht eben nicht alles mit den Augen. Das Auge sieht ja etwa auch nur einen Bruchteil des Lichts. Infrarot, Ultraviolett bleiben dem Auge verborgen und die Radiowellen, Röntgenstrahlen etc. ebenfalls. Auch Bakterien und Viren sehen wir auf Grund ihrer geringen Größe nicht. Umgekehrt sehen wir auch riesige Sterne, Galaxien etc. nicht. Aber wir vertrauen den Wissenschaftlern, die diese entdeckt und erforscht haben, dass es sie gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Liebe sehen wir ebenfalls nicht, aber es gibt sie. Die Gefühle in uns sehen wir nicht, aber es gibt sie. Wir wissen es alle. Gott sehen wir nicht, gibt es deshalb keinen Gott? Man muß fragen: was verpassen die Naturalisten nicht alles, wenn es schließlich doch einen Gott gibt? Was verlieren dagegen die Gläubigen, wenn es keine Gott gibt? Der Verlust des Naturalisten wäre sicher größer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles spricht dafür, dass es einen Gott gibt. Es ist und bleibt vernünftig, an eine höhere Macht wie Gott zu glauben, sonst wird alles bedeutungslos. Nur mit Gott bekommt alles einen Sinn. Wenn wir tief in uns blicken und ehrlich sind, werden wir spüren, dass wir einen Drang haben, an irgend etwas zu glauben. Warum verspüren wir einen Drang, wenn es keinen Gott gibt? Ich glaube: Gott gab uns diesen Drang. Ich glaube und sehe, dass es einen Platz für den Glauben an Gott in uns gibt.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-1827939180712718592?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/1827939180712718592/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/nureddin-zu-verstehen-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1827939180712718592'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1827939180712718592'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/nureddin-zu-verstehen-und.html' title='Nureddin zu &quot;Verstehen und nicht verstehen&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-2414308321340609869</id><published>2010-05-20T20:00:00.002+02:00</published><updated>2010-05-20T20:12:22.066+02:00</updated><title type='text'>Verstehen und nicht verstehen</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Als in jenen Tagen wieder eine große Volksmenge da war und nichts zu essen hatte, rief er seine Jünger zu sich und spricht zu ihnen: Ich bin innerlich bewegt über die Volksmenge, denn schon drei Tage harren sie bei mir aus und haben nichts zu essen; und wenn ich sie hungrig nach Hause entlasse, so werden sie auf dem Weg verschmachten; und einige von ihnen sind von weit her gekommen. Und seine Jünger antworteten ihm: Woher wird jemand diese hier in der Einöde mit Brot sättigen können? Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie aber sagten: Sieben. Und er gebietet der Volksmenge, sich auf der Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie den Jüngern, damit sie vorlegten; und sie legten der Volksmenge vor. Und sie hatten einige kleine Fische; und er segnete sie und ließ auch sie vorlegen. Und sie aßen und wurden gesättigt; und sie hoben auf, was an Brocken übrigblieb, sieben Körbe. Es waren aber etwa viertausend; und er entließ sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er stieg sogleich mit seinen Jüngern in das Boot und kam in die Gegend von Dalmanuta. Und die Pharisäer kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel begehrten, um ihn zu versuchen. Und er seufzte auf in seinem Geist und spricht: Was begehrt dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Nimmermehr wird diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden! Und er ließ sie stehen , stieg wieder ein und fuhr an das jenseitige Ufer. Und sie vergaßen, Brote mitzunehmen, und außer einem Brot hatten sie nichts bei sich auf dem Boot. Und er gebot ihnen und sprach: Seht zu, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes! Und sie überlegten miteinander: Das sagt er, weil wir keine Brote haben. Und er erkannte es und spricht zu ihnen: Was überlegt ihr, weil ihr keine Brote habt? Begreift ihr noch nicht und versteht ihr nicht? Habt ihr euer Herz verhärtet? Augen habt ihr und seht nicht? Und Ohren habt ihr und hört nicht? Und erinnert ihr euch nicht, als ich die fünf Brote unter die Fünftausend brach, wie viele Handkörbe voll Brocken ihr aufgehoben habt? Sie sagen zu ihm: Zwölf. Als ich die sieben unter die Viertausend brach , wieviele Körbe voll Brocken habt ihr aufgehoben? Und sie sagen: Sieben. Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr noch nicht?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie kommen nach Betsaida; und sie bringen ihm einen Blinden und bitten ihn, daß er ihn anrühre. Und er faßte den Blinden bei der Hand und führte ihn aus dem Dorf hinaus; und als er in seine Augen gespien und ihm die Hände aufgelegt hatte, fragte er ihn: Siehst du etwas? Und er blickte auf und sagte: Ich sehe die Menschen, denn ich sehe sie wie Bäume umhergehen. Dann legte er wieder die Hände auf seine Augen, und er sah deutlich, und er war wiederhergestellt und sah alles klar. Und er schickte ihn nach seinem Haus und sprach: Auch nicht ins Dorf sollst du gehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Jesus und seine Jünger gingen hinaus in die Dörfer von Cäsarea Philippi. Und auf dem Weg fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Was sagen die Menschen, wer ich bin? Sie aber antworteten ihm und sagten: Johannes der Täufer; und andere: Elia; andere aber: einer der Propheten. Und er fragte sie: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Petrus antwortet und spricht zu ihm: Du bist der Christus. Und er redete ihnen ernstlich zu, daß sie mit niemandem über ihn reden sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er fing an, sie zu lehren: Der Sohn des Menschen muß vieles leiden und verworfen werden von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen. Und er redete das Wort mit Offenheit. Und Petrus nahm ihn beiseite und fing an, ihn zu tadeln. Er aber wandte sich um und sah seine Jünger und tadelte Petrus und sagte: Geh weg hinter mich, Satan! Denn du sinnst nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist. Und als er die Volksmenge samt seinen Jüngern herzugerufen hatte, sprach er zu ihnen: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, wird es retten. Denn was nützt es einem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen und sein Leben einzubüßen? Denn was könnte ein Mensch als Lösegeld für sein Leben geben? Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige von denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 8, 1 – 38 und 9, 1)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Kapitel taucht das Problem der verständnislosen Zuhörer erneut auf, und es wird diesmal deutlich, daß selbst die Jünger nicht sicher sein können, einen festen und dauerhaften Platz auf der Seite der Verstehenden garantiert zu haben. Sie haben zwar zwei große Brotwunder miterlebt, schlagen sich dann aber doch beinahe auf die Seite der Pharisäer, die ihren Unglauben und Haß hinter der Forderung verstecken, Jesus möge ein weiteres &lt;em&gt;Zeichen&lt;/em&gt; seiner göttlichen Sendung abliefern. Man kann an dieser Stelle die schmerzhafte Erkenntnis auch für sich selbst und sein eigenes Leben von Jesus übernehmen: auch Zeichen helfen nicht, wenn der Unglaube sich erst einmal eingenistet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieviel haben die Jünger bis jetzt wirklich verstanden? Aus diesem Kapitel wird es nicht eindeutig klar. Einerseits begründet Petrus mit seinem klaren Bekenntnis: Du bist &lt;em&gt;der Gesalbte, der Messias &lt;/em&gt;(hebräisch)&lt;em&gt;, der Christus &lt;/em&gt;(griechisch)&lt;em&gt;, &lt;/em&gt;sicherlich seinen natürlichen Anspruch auf die Leitung der ersten Kirche. Andererseits muß er sich als &lt;em&gt;Satan&lt;/em&gt; tadeln lassen, weil er Jesus widerspricht als dieser hier zum ersten Mal von seinem zukünftigen Martyrium redet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Christen haben sich zu allen Zeiten in dem Bild der unsicheren Jünger wie in einem Spiegel wiedergefunden. Es ist ein realistisches Bild, es gilt bis in unsere Tage hinein. Was kann man tun, um nicht auf ewig selbst zu den Zweiflern und Wacklern zu gehören? Vielleicht ist es kein Zufall, daß am Ende des Kapitels die großen und schweren Worte von dem Leben stehen, das sich selbst verliert, um auf diesem Weg gerettet zu werden. Wenn es in der Geschichte immer wieder starke Zeichen von Glaubensfestigkeit und christlichem Mut gegeben hat, dann hat sich beides oft aus dieser Quelle und den Worten gespeist, die Martin Luther auf klassische Weise übersetzt hat: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme doch Schaden an seiner Seele?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Ich denke, dieses Jesuswort kann sich auch ein Muslim zu eigen machen. Er kann es selbst dann, wenn er nicht glauben möchte, daß Jesus hier sein eigenes Leiden angekündigt hat. Nach islamischem Verständnis ist Jesus ja nicht wirklich gestorben, sondern in den letzten Stunden der Kreuzigung von einem Vertreter ersetzt worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Christ ist hier vielleicht in der glücklicheren Position, weil er beides für wahr halten darf: daß der Glaube auf dem Weg über den Verlust gewonnen werden kann, und daß Jesus diesen Weg des Verlustes selbst beispielhaft vorangegangen ist.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-2414308321340609869?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/2414308321340609869/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/verstehen-nicht-verstehen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2414308321340609869'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2414308321340609869'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/verstehen-nicht-verstehen.html' title='Verstehen und nicht verstehen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8181987034818856469</id><published>2010-05-18T22:45:00.002+02:00</published><updated>2010-05-18T23:21:14.815+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Ein Sinneswandel im Libanon"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Eine Phönezianerin bittet Jesus (Friede sei mit ihm) um Hilfe und er folgt ohne auszugrenzen. Vermutlich hatte das Kind dieser Frau eine Art von Epilepsie. Durch seine besondere Gabe in Bezug auf Kranke heilt Jesus (FSMI) ein weiteres mal - um zu helfen, zum anderen aber auch, um zum Nachdenken anzuregen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wunder sollen die Menschen zum Forschen anregen. Die Menschen sollen Zusammenhänge herausfinden, analysieren und das Wesen der Wunder mit wissenschaftlicher Methodik herausarbeiten, um die gewonnenen Erkenntnisse im Dienst an der Menschheit anzuwenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diesem Pfad sind viele islamische Wissenschaftler gegangen und haben so besonders im Mittelalter viele Entdeckungen gemacht. Ihre Verdienste haben geholfen, im Osten wie im Westen Hochkulturen aufzubauen, und das in einer Zeit, als der große Rest unseres Kontinents Europa noch für lange Zeit im Nebel des Mittelalters Hexen verbrannt und Alchimisten gekreuzigt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sowohl im heutigen Andalusien, als auch im Osten, in Buchara, Bagdad, Damaskus oder Isfahan, findet man heute noch Baudenkmäler, die als Zeugen dieser Zeit zu bewundern sind. Auch in meiner Geburtstadt Kirşehir im zentralen Anatolien gibt es einen alten Bau, über den ich mich schon als Kind gewundert habe. Dieser Bau wird gegenwärtig als Gotteshaus benutzt, diente in Vorzeiten aber als eine &lt;em&gt;Medrese,&lt;/em&gt; eine alte Universität, und zwar für Astronomie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem Gewölbehimmel dieses Baudenkmals ist eine gläserne Kuppel eingebaut, die von einem physikalisch exakt ausgestalteten Metallraster durchsetzt ist. Dieser Himmel diente damals als Meßstation für den Lauf der Gestirne. Am Eingang des Gebäudes sind links und rechts jeweils Steinfiguren sichtbar, und diese verkörpern eine Fiktion der Wissenschaftler der damaligen Zeit, die voraussagten, daß einst Menschen mit hierfür konstruierten Baukörpern ins Weltall gelangen werden. Das beeindruckende ist, daß die Steinfiguren in Kirşehir exakt so aussehen wie unsere modernen Raketen. Das Gebäude samt den Steinfiguren wurde um das Jahre 1150 n. Chr. errichtet. Wie gesagt, Wunder sollen auch zum Forschen anregen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um nun auf die Bibelstelle zurückzukommen - meiner Meinung nach meint Jesus (FSMI) mit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Laß zuerst die Kinder satt werden, denn es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;nicht die anderen Menschen, die Nicht-Juden. Er will lediglich ausdrücken, daß er die Mahlzeit zu Ende bringen lassen will, damit das kostbare und knappe Essen den Menschen zuteil wird und nicht den Hunden. Die Hunde können sich von den Resten ernähren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann mir nicht vorstellen, daß Jesus (FSMI) in irgend einer Weise verletzend war. Wenn diese Stelle im Christentum so verstanden wird, ist davon auszugehen, daß sich auch hier ein Fehler eingeschlichen ist. Ein Prophet wie Jesus (FSMI) kann nicht außerhalb von Gottes Wunsch und Wille reden und handeln. Er kann nicht ausfallend sein, wie man an dieser Stelle von ihm denken wollte. Auch wenn er als Prophet nur zu den Juden gesandt wurde, ist er immer gewillt, sein Leben im Dienste und unter der Gunst Gottes zu verbringen. Deshalb ist er der Prophet von fast 2 Millarden von Christen und etwa 1,5 Millarden von Muslimen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime glauben, daß Jesus (FSMI) und andere Propheten zu bestimmten Stämmen und Völkern gesandt worden sind, aber Mohammed (FSMI) ist als der letzte Prophet allen Menschen gesandt worden. Mohammed (FSMI) ist der Prophet aller Menschen bis zum Jüngsten Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott verfährt immer gerecht. Das Leben besteht nicht nur aus dem Leben in dieser Welt. Wenn Gott Propheten beauftragt hat, bestimmte Völker aufzuklären, so heißt das nicht, daß er die anderen Völker ausspart. Im Gegenteil, eine Lektion braucht ein Volk, das aufgrund seiner Fehler diese Lektion nötig hat, entsprechend haben die anderen Völker, die weniger Propheten erhalten haben, auch vorher weniger Fehler begangen. Die Juden gelten im Alten Testament als ein Volk, das immer wieder vom Pfad Gottes abkommt. Vielleicht war das der Grund für das Erscheinen der vielen Propheten unter den Juden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir Muslime glauben, daß kein Volk ohne einen Propheten geblieben ist. In den Zeiten, die zwischen dem Auftreten der einzelnen Propheten lagen, werden die Menschen nur in Bezug auf das zur Rechenschaft gezogen, was sie von Gott wissen. Gott wird kein Volk zu Grunde richten, ohne zuvor einen Ermahner geschickt zu haben. In Israel gibt es eine Häufung von Propheten nur aus dem bereits angesprochenen Grund, und auch deshalb, weil Israel zu dieser Zeit in einer der bevölkerungsreichsten und bedeutendsten Gegenden der Welt lag. Von einer Bevorzugung dieses Volkes oder gar von Ungerechtigkeit kann also keine Rede sein, Gott verhüte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott hat für alle seine Propheten eine besondere Anrede. Wir Muslime kennen einige davon. So ist etwa Abraham (FSMI) der &lt;em&gt;Freund Gottes&lt;/em&gt;, Jesus (FSMI) ist &lt;em&gt;Geist Gottes &lt;/em&gt;und Mohammed (FSMI) ist der &lt;em&gt;Liebling Gottes&lt;/em&gt;. Ich vermute, daß der Begriff &lt;em&gt;Geist Gottes &lt;/em&gt;die Phantasien der Christen, was die Gottheit Jesu (FSMI) betrifft, zum Übertreiben gesteigert hat.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8181987034818856469?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8181987034818856469/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/nureddin-zu-ein-sinneswandel-im-libanon.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8181987034818856469'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8181987034818856469'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/nureddin-zu-ein-sinneswandel-im-libanon.html' title='Nureddin zu &quot;Ein Sinneswandel im Libanon&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-7005720042043399370</id><published>2010-05-11T21:45:00.003+02:00</published><updated>2010-05-20T18:49:10.746+02:00</updated><title type='text'>Ein Sinneswandel im Libanon</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Von dort aber brach er auf und ging weg in das Gebiet von Tyrus; und er trat in ein Haus und wollte, daß niemand es erfahre; und er konnte nicht verborgen sein. Aber sogleich hörte eine Frau von ihm, deren Töchterchen einen unreinen Geist hatte, kam und fiel nieder zu seinen Füßen; die Frau aber war eine Griechin, eine Syro-Phönizierin von Geburt; und sie bat ihn, daß er den Dämon von ihrer Tochter austreibe. Und er sprach zu ihr: Laß zuerst die Kinder satt werden, denn es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden hinzuwerfen. Sie aber antwortete und spricht zu ihm: Ja, Herr; auch die Hunde essen unter dem Tisch von den Krumen der Kinder. Und er sprach zu ihr: Um dieses Wortes willen geh hin! Der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren. Und sie ging weg in ihr Haus und fand das Kind auf dem Bett liegen und den Dämon ausgefahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er verließ das Gebiet von Tyrus und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Zehnstädtegebiet. Und sie bringen einen Tauben zu ihm, der mit Mühe redete, und bitten ihn, daß er ihm die Hand auflege. Und er nahm ihn von der Volksmenge beiseite, legte seine Finger in seine Ohren und berührte mit Speichel seine Zunge; und er blickte zum Himmel, seufzte und spricht zu ihm: Hefata! Das ist: Werde geöffnet! Und sogleich wurden seine Ohren geöffnet, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst, und er redete richtig. Und er gebot ihnen, daß sie es niemand sagen sollten. Je mehr er es ihnen aber gebot, desto mehr machten sie es über alle Maßen bekannt; und sie gerieten in höchstem Maß außer sich und sprachen: Er hat alles wohlgemacht; er macht sowohl die Tauben hören als auch die Stummen reden.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 7, 24 - 37)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Diese Geschichte spielt als einzige von allen Jesusgeschichten außerhalb der Grenzen des alten Israel, und zwar im heutigen Libanon. Sie ist eine von meinen liebsten Geschichten, weil sie eine Person ins Spiel bringt, um die es mir, man möge mir verzeihen, doch in allen Geschichten immer wieder geht: mich selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne die libanesische Frau und ihr freies Zugehen auf Jesus wäre die Botschaft von ihm - menschlich gesprochen - niemals zu einem anderen Volk in der Welt als nur zu den Juden gekommen. Offenbar war ja die internationale Ausweitung des Gottessegens gar nicht geplant. Denn wenn man Jesu ablehnende, ja schroffe Worte vom Beginn der Unterhaltung uneingeschränkt gelten läßt, und es gibt keinen Grund, sie nicht uneingeschränkt gelten zu lassen, dann hatte seine Sendung in die Welt nichts an dem ursprünglichen Plan Gottes geändert, sein Handeln nur an einigen wenigen Menschen zu demonstrieren, eben an den Mitgliedern des kleinen Volkes der Juden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Plan erscheint uns heute grausam und ungerecht. Und es gab auch schon im Alten Testament Beispiele dafür, daß sich die Mitglieder anderer Völker danach drängten, den Segen Gottes zu erwerben, und das hieß in vielen Fällen: zu erschleichen. So wird etwa von der Landnahme des Volkes Israel berichtet, daß Gott dem aus Ägypten einwandernden Volk streng geboten hatte, die anderen in Kanaan siedelnden Völker vollständig auszurotten. Nachdem die ersten militärischen Auseinandersetzungen mit der Urbevölkerung den Vernichtungswillen und die Überlegenheit der Israeliten gezeigt hatten, griffen die Bewohner der kanaanitischen Stadt Gibeon zu einer List. Sie zogen den anrückeden Israeliten in abgewetzten Kleidern entgegen und gaben vor, ein aus fernen Landen angereistes Volk zu sein, das ebenfalls JHWH dienen wolle. Die Israeliten schlossen daraufhin einen Bund mit den Gibeonitern, den sie auch einhielten, als wenig später die Täuschung erkannt wurde*.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch im späteren Verlauf der Geschichte Israels gelang es immer wieder einzelnen Personen, auf den fahrenden Wagen des mit dem Gottesvolk ziehenden Segens aufzuspringen. In unserer Geschichte ist dies jetzt die Frau aus dem Libanon. Allerdings geht sie einen schweren Weg, denn Jesus ist im Gespräch mit ihr auf eine kaum erträgliche Art und Weise beleidigend. Man beginnt an der Vorstellung des Korans (die sich hier, in Bezug auf Jesus, mit der Vorstellung der Bibel deckt) zu zweifeln, daß ein Prophet wie Jesus ohne Sünde lebt, so hart und verletzend ist seine Rede.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus sagt offen und direkt: das himmlische Brot, welches auf dem Weg über die jüdische Religion und auch in seiner eigenen Person den Menschen angeboten wird, ist nur für die am Tisch sitzenden Kinder, also für die Juden, gedacht. Der Rest der Welt findet sich in Jesu Worten erniedrigt und beleidigt als &lt;em&gt;Hunde&lt;/em&gt; unter dem Tisch wieder, vom Brotverzehr ausgeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frau aus dem Libanon hat die wundersame Größe, sich von dieser Beleidigung nicht zurückschrecken zu lassen. &lt;em&gt;Aber die Krümel...? &lt;/em&gt;Das fragt sie Jesus - und gewinnt mit ihrer Beharrlichkeit und auch mit einer Portion Witz in diesem Moment seine Zuneigung und damit die Garantie für die Heilung ihrer Tochter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Botschaft dieser Geschichte findet sich häufiger im Neuen Testament: einen starken Glauben findet man oft bei Menschen, von denen man es nicht erwartet hat, und umgekehrt gibt es bei den Frommen viel Unglaube.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und noch eine andere Botschaft kann man lesen, gewissermaßen zwischen den Zeilen: auch für Jesus ist das Reich Gottes oft wie eine heranwachsende Saat, von deren Entwicklung er offenbar selbst überrascht werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Christen stellen sich Jesus anders vor, fast allwissend, ein geistbegabter Mensch, dessen inneres Programm ihm bereits vollkomen klar und präsent war, bevor er den ersten Schritt in die Öffentlichkeit tat. Mir ist dagegen mit zunehmendem Alter der Jesus immer lieber geworden, dessen menschliche Charakterzüge ihn gelegentlich auch ungewiß und vielleicht sogar zweifelnd machen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Szene gibt er jedenfalls das alte Programm auf, das sich nur auf das Volk Israel konzentriert, und öffnet sein Konzept für die ganze Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit auch für mich. Preis sei Gott!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* geschildert im Buch Josua, Kapitel 9&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-7005720042043399370?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/7005720042043399370/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/ein-sinneswandel-im-libanon.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7005720042043399370'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/7005720042043399370'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/ein-sinneswandel-im-libanon.html' title='Ein Sinneswandel im Libanon'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4643228820040039556</id><published>2010-05-10T18:00:00.004+02:00</published><updated>2010-05-11T08:25:38.095+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Ein falsches Opfer"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Beim Lesen dieses Kapitels schreit wieder mein muslimisches Herz, und diesem zollt mein Gesundheitsmannsherz Beifall: Das hätte Jesus (Friede sei mit ihm) so nicht gesagt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI) hätte niemals etwas Schlechtes für Gut erklärt. Er hätte nicht, wie in diesem Abschnitt berichtet, die Unreinheit für gut erklärt. Und er hätte nicht etwas Richtiges für falsch erklärt, nur weil das Richtige ausnahmsweise einmal von den Pharisäern und Schriftgelehrten kam. Er wäre ganz sicher und unbedingt auf der Seite des Richtigen gewesen, selbst wenn es auf der Seite seiner Gegner war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Propheten werden durch Gott stets zum Guten geführt. Aus ihrem Mund hört man nur das Richtige. Sie setzen Maßstäbe für gutes Benehmen und richtiges Verhalten in jeder Hinsicht, sie sind Revolutionäre für das Gute, gegen alles Schlechte. Sie sind zwar biologisch und soziologisch gesehen Menschen wie alle anderen Menschen auch, sie unterscheiden sich aber von ihnen durch ihre Unfehlbarkeit, weil sie unter dem besonderem Schutz Gottes stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie sollen als Verkünder der Worte Gottes selbst als Person glasklar sein, damit sie die Botschaft unverfälscht wiedergeben. Ihr Leben ist in jeder Hinsicht ein fehlerfreier Raum, es ist das Maß für alle übrigen Menschen, nach dem man sich richten kann oder sogar richten muss, wenn man im Diesseits und im Jenseits unter den Glücklichen sein will. Das Handeln der Propheten würde keinem wissenschaftlichen Gesetz und keinem religiösen Gesetz Gottes widersprechen, es sei denn das Handeln ist ein Wunder, wie in vorigen Kapiteln erwähnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber in dieser Bibelstelle steht, dass Jesus (FSMI) Menschen zu einer Handlung aufruft, die im Widerspruch zu allen Reinheitsgeboten von Religionen und zu allen wissenschaftlichen Hygieneerkenntnissen steht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Begreift ihr nicht, dass alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist mit den Viren, Bakterien und anderen mikroskopisch kleinen Krankheitserregern? Wir Menschen müssen sehr wohl darauf achten was wir essen und was nicht. Und wir müssen viele andere Hygienemaßnahmen ergreifen, damit unser Leben vor Krankheiten geschützt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur Religionen, sondern alle fortschrittlichen Gesellschaften haben erkannt, dass Hygiene für die Gesundheit eine ganz erhebliche Rolle spielt. Sowohl die Religion vor dem Christentum, als auch die aktuellen danach kennen viele Gebote zur Reinigung. Bis ins Detail werden viele Einzelheiten im täglichen Leben nach diesen Kriterien geregelt. Sowohl die Juden, als auch die Muslime handeln in ihren Religionen nach diesen Prinzipien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso sollte Gott genau dem Christentum, das zwischen dem Judentum und dem Islam auf die Welt gekommen ist, etwas Gegenteiliges gebieten? Das erscheint mir im Widerspruch zur Chronologie der Offenbarung der Gottesgebote zu stehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt im Islam viele Hinweise zur Hygiene. Im Koran heißt es in Sure 2/222:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Gott liebt die Reumütigen und die sich reinigen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Hadith heißt es sogar:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Hälfte der Religion ist die Hygiene.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So dürfen wir Muslime bei unseren fünfmaligen Pflichtgebeten nicht vor Gott treten, bevor wir die wichtigsten Körperteile, wie Gesicht, Hände und Füße gewaschen haben. Auch das heilige Buch dürfen wir nur anfassen, wenn wir in gleicher Weise gereinigt sind. Unser Prophet hatte immer ein &lt;em&gt;Miswak&lt;/em&gt; dabei, eine Art Zahnbürste, und bürstete sich damit mehrmals täglich die Zähne. Der Koran kennt viele Verse in dieser Hinsicht und legt großen Wert auf die Hygiene. Nach islamischem Glauben stehen die Gebote Gottes nicht im Widerspruch zur Wissenschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die in diesem Abschnitt erörterte Beziehung zwischen Heuchelei und äußerlicher Reinheit muß meiner Meinung nach sehr kritisch betrachtet werden. Natürlich ist Heuchelei auch uns Muslimen als eine große Sünde bekannt. Vermutlich haben die Pharisäer und die Juden tatsächlich Heuchelei betrieben, und Jesus (FSMI) hält das hier als Sünde fest und warnt die Gläubigen davor. Aber was das mit Hygiene zu tun hat und warum Jesus (FSMI) hier die Gläubigen zur Unreinheit aufruft, bleibt meiner Meinung nach fragwürdig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wort &lt;em&gt;Korban &lt;/em&gt;hat mich in diesem Zusammenhang überrascht. Es ist mit dem islamischen Wort für Opfer identisch. Es kommt vom arabischen Wort &lt;em&gt;Qurbiyyat &lt;/em&gt;was Nähe bedeutet. Mit dem vollbrachten &lt;em&gt;Kurban &lt;/em&gt;(Opfer) möchte man die Nähe zu Gott erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es heißt im Koran in der Sure 22/34:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Weder das Blut noch das Fleisch eurer Opfer wird Gott erreichen. Sondern nur eure aufrichtige Ehrfurcht.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Opfertradition geht auf den gemeinsamen Propheten von Juden, Christen und Muslimen zurück, auf Abraham, der ein Widder opfern sollte. Die Araber benutzen das Wort &lt;em&gt;Korban &lt;/em&gt;oder &lt;em&gt;Kurban &lt;/em&gt;eher selten, aber im türkischsprachigen Raum hat sich das Wort etabliert. Ich sehe darin wieder einmal eine Brücke zwischen dem Christentum und dem Islam!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4643228820040039556?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4643228820040039556/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/necattin-zu-ein-falsches-opfer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4643228820040039556'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4643228820040039556'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/necattin-zu-ein-falsches-opfer.html' title='Nureddin zu &quot;Ein falsches Opfer&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-3784342186873099557</id><published>2010-05-03T18:30:00.001+02:00</published><updated>2010-05-03T18:40:26.420+02:00</updated><title type='text'>Ein falsches Opfer</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und es versammeln sich zu ihm die Pharisäer und einige der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; und als sie einige seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen, Händen Brot essen sahen - denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, wenn sie sich nicht sorgfältig die Hände gewaschen haben, indem sie die Überlieferung der Ältesten festhalten; und vom Markt kommend , essen sie nicht, wenn sie sich nicht gewaschen haben; und vieles andere gibt es, was sie zu halten übernommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und Kupfergefäße - fragen ihn die Pharisäer und die Schriftgelehrten: Warum leben deine Jünger nicht nach der Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? Er aber sprach zu ihnen: Treffend hat Jesaja über euch Heuchler geweissagt, wie geschrieben steht: "Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie als Lehren Menschengebote lehren." Ihr gebt das Gebot Gottes preis und haltet die Überlieferung der Menschen fest. Und er sprach zu ihnen: Trefflich hebt ihr das Gebot Gottes auf, damit ihr eure Überlieferung haltet. Denn Mose hat gesagt: "Ehre deinen Vater und deine Mutter!" und: "Wer Vater oder Mutter flucht, soll des Todes sterben." Ihr aber sagt: Wenn ein Mensch zum Vater oder zur Mutter spricht: Korban - das ist eine Opfergabe - sei das, was dir von mir zugute gekommen wäre, laßt ihr ihn nichts mehr für Vater oder Mutter tun, indem ihr das Wort Gottes ungültig macht durch eure Überlieferung, die ihr überliefert habt; und ähnliches dergleichen tut ihr viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als er die Volksmenge wieder herbeigerufen hatte, sprach er zu ihnen: Hört mich alle und versteht! Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in ihn hineingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was aus dem Menschen herausgeht, das ist es, was den Menschen verunreinigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als er von der Volksmenge weg in ein Haus eintrat, befragten ihn seine Jünger über das Gleichnis. Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr nicht, daß alles, was von außen in den Menschen hineingeht, ihn nicht verunreinigen kann? Denn es geht nicht in sein Herz hinein, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort. Damit erklärte er alle Speisen für rein. Er sagte aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen. Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid , Lästerung, Hochmut, Torheit; alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 7, 1 - 23)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Abschnitt gibt es erstmals Spuren einer persönlichen Handschrift des Autors. Er erklärt in einem längeren Einschub - &lt;em&gt;denn die Pharisäer … &lt;/em&gt;– seinen Zuhörern, was ein Pharisäer ist. Er tut es auf eine simple, praktische Art und Weise, &lt;em&gt;wenn sie vom Markt kommen, tun sie das und das.&lt;/em&gt; Wir hätten es heute gerne etwas Lexikalischer, dann müßte er so etwa schrieben &lt;em&gt;Pharisäer waren Mitglieder einer Reformbewegung, welche u.A. die für den Tempeldienst geltenden Reinhaltungsvorschriften auf das tägliche Leben anwendete. &lt;/em&gt;Markus wendet sich hier aber offenbar an Zuhörer, bei denen er keine große Vorbildung voraussetzen kann, und benutzt deshalb einfache, alltägliche Beschreibungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Evangelium (nach Matthäus) sagt Jesus, er wolle die alten jüdischen Gesetze nicht aufheben, aber an dieser Stelle klingt es anders: die traditionellen Reinheitsvorschriften haben sich überlebt, weil sie das Problem der inneren Unreinheit des Menschen nicht lösen konnten. Die Hoffnung ist nicht aufgegangen, daß über eine gelegentliche rituelle äußere Reinigung auch eine Säuberung des inneren Menschen zu erreichen sein könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswert ist, daß Jesus die Unreinheit der Menschen an einem, wir würden heute sagen: sozialpolitischen Thema festmacht. Er tadelt die Frommen für ihre Vernachlässigung ihrer Eltern. Die Jungen haben dem Tempel so fromm und großzügig gespendet, daß für die Versorgung der Alten jetzt nichts mehr übrigbleibt. Ein Opfer, ein &lt;em&gt;Korban&lt;/em&gt; (ganz sicherlich dem gleichklingenden arabischen Wort für das &lt;em&gt;Kurban&lt;/em&gt;fest, das Opferfest verwandt), mit schöner Wirkung nach außen ist das geworden, was besser im Hause geblieben und den Alten zugute gekommen wäre. Es ist ein falsches Opfer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angenommen einmal, die muslimische Kritik ist richtig und diese Aufzeichnung eines Streitgespräches, das Jesus führte, ist erst viele Jahre später verfaßt worden. Was an der Erinnerung des Autors ist richtig, was ist falsch? Wenn sie in großen Teilen richtig ist, dann ist es die tägliche Aufgabe von Jesus gewesen, sich mit seinen Gegnern auch über kleine Details ihrer Lebensführung zu streiten, sozusagen in den boxerischen „Infight“, den Nahkampf zu gehen, um das Falsche der alten Lebenspraxis auch an kleinen Einzelheiten aufzuzeigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;War die Erinnerung des Autors dagegen fehlerhaft, und Jesus hatte tatsächlich, wie es der Koran lehrt, zuvor ein &lt;em&gt;Buch&lt;/em&gt; mit auf die Welt gebracht, aus dem göttliche Weisheit zu lehren war, dann hätte er sicherlich weniger auf den Straßen und Marktplätzen mit seinen Gegnern gerungen, sondern eher den Versuch gemacht, die göttlichen Worte seines Buches unter den Zuhörern aufscheinen zu lassen. Jesus wäre mit diesem Buch in der Hand oder zumindest im Kopf ganz anders aufgetreten als es Markus und die anderen Evangelisten darstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Vorstellung von Jesus kann sich mit diesem Buch-Gedanken nicht anfreunden. Nach meinem Eindruck scheint durch den Markusbericht eine lebendige Erinnerung an den Lehrer Jesus durch, der seine Sendung tatsächlch im täglichen Kampf mit den Menschen auf immer neue Weise zeigen mußte. Er hatte kein Buch als Handbuch und Richtschnur, er hatte eine Vorstellung vom Reich Gottes als einer wachsenden Saat, und davon redete er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manchmal wuchs diese Saat sogar so, daß es ihn selbst überrascht haben muß. Davon mehr im nächsten Abschnitt!&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-3784342186873099557?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/3784342186873099557/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/ein-falsches-opfer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3784342186873099557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3784342186873099557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/05/ein-falsches-opfer.html' title='Ein falsches Opfer'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-624118794218479711</id><published>2010-04-28T08:30:00.000+02:00</published><updated>2010-04-28T08:41:26.132+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Johannes der Täufer"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Johannes (Friede sei mit ihm) ist für die Muslime ein Prophet, wie Jesus (FSMI) oder Mohammed (FSMI). Für Propheten gilt, dass sie die besten unter den Menschen sind. Ein Prophet wird man durch die Wahl Gottes, man kann sich nicht dorthin hocharbeiten. Prophet sein ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Propheten sind am Zenith des Menschseins, und mehr zu sein ist für Sterbliche nicht möglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Propheten sind engelsähnliche Wesen, die nur ihren Auftrag im Sinn haben und bis zum äußersten bereit sind, sich dafür zu opfern. Sie sind so gotterfüllt, dass man bei einer Begegnung mit ihnen denken würde, vor Gott zu stehen. Doch wie hochkarätig auch immer die Propheten unter den Menschen sind, sie sind und bleiben Menschen und keine Götter. Der Gedanke, Menschen zu Göttern zu erklären, widerspricht dem monotheistischen Glauben. Es sind eher Naturvölker, polytheistische Kultreligionen wie die der Inka, Ägypter oder Budhisten, welche diese Art der Verehrung kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt im Islam unter den Propheten eine Aufteilung nach &lt;em&gt;Nabi&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Rassoul&lt;/em&gt;. Beide haben einen prophetischen Auftrag, aber die &lt;em&gt;Rassouls &lt;/em&gt;haben zusätzlich zu diesem Auftrag ein schriftliches Gotteswort, worauf sie sich beziehen. Johannes (FSMI) ist also ein &lt;em&gt;Nabi&lt;/em&gt;, Jesus und Mohammed (Friede sei mit beiden) sind &lt;em&gt;Nabi &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Rassoul &lt;/em&gt;zugleich. Ein Moses (FSMI), ein David (FSMI) und ein Abraham (FSMI) sind ebenfalls &lt;em&gt;Nabis &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Rassouls &lt;/em&gt;zugleich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist, dass manche Propheten ihre eigene neue Version der Religion verkünden sollen, andere wiederum die der gültigen Religion folgen und nur die Fehler in der Ausübung korrigieren sollen. Propheten wie Noah, Abraham, Moses, Jesus und Mohammed (Friede sei mit allen) haben jeweils ihre eigene, neue Version der Religion erhalten. Eine Vielzahl anderer zum Beispiel Isaac, Josef, Zacharias und Ijob (FSMA) haben nach der gültigen Religion gelebt und die eingeschlichenen Fehler zu korrigieren versucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche von ihnen untestützten einen zeitgenössischen größeren Propheten. Auch Johannes (FSMI) war ein solcher Prophet, wie Aaron seinem Bruder und dem größeren Propheten Moses half, hat er Jesus (FSMA) beigestanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Johannes (FSMI) ist der Sohn des Zacharias (FSMI) und Cousin von Jesus (FSMI) nach islamischen Quellen. Auch er kommt durch ein Wunder zur Welt, weil seine Eltern bis zum Greisenalter kinderlos bleiben und ihnen Gott erst im Greisenalter mit Johannes (FSMI) noch ein Kind schenkt. Im Kindesalter verhält er sich schon anders als seine Gleichaltrigen. Zum Beispiel laden andere Kinder ihn ein, mitzuspielen und er antwortet im Kleinkindalter, dass er nicht deshalb erschaffen worden ist. Im Koran steht im Kapitel 19. „Maria“ über ihn:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;12. «O Johannes, halte das Buch kraftvoll fest.» Und Wir gaben ihm Weisheit im Kindesalter,&lt;br /&gt;13. Und ein liebevolles Gemüt von Uns, und Reinheit. Und er war fromm.&lt;br /&gt;14. Und ehrerbietig gegen seine Eltern. Und er war nicht hochfahrend, trotzig.&lt;br /&gt;15. Friede war über ihm am Tage da er geboren ward, und am Tage, da er starb, und (Friede wird über ihm sein) am Tage, da er wieder zum Leben erweckt wird.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Er hat das Buch kraftvoll festgehalten. Zuerst die Thora und dann die Bibel und kämpfte sein ganzes Leben im Lichte der heiligen Botschaft, um sie zu verkünden und danach zu leben. In einem Hadith erzählt Mohammed (FSMI) über Johannes (FSMI):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der barmherzige Gott hatte dem Sohn des Zacharias (FSMI), dem Johannes (FSMI) fünf Sätze beigebracht um selber danach zu leben und sie zu den Kindern Israels zu verkünden. Als er etwas zu langsam war mit dem Auftrag diese zu verkünden, ermahnte ihn Jesus (FSMI) mit folgenden Worten: "Du warst beauftragt die fünf  Sätze zu verkünden, entweder verkündest Du sie oder ich werde diese Aufgabe übernehmen". Der Prophet Johannes(FSMI) antwortete ihm: "Mein Bruder, wenn Du diesen Auftrag übernimmst befürchte ich mein Verderben", und alsbald machte er sich auf den Weg. Er rief alle Kinder Israels auf, sich am gesegneten Tempel zu versammeln und verkündete seinen Auftrag: "Mein Gott hat mir befohlen Euch fünf Gebote zu verkünden. Die erste ist: ihr sollt keine Gottheit neben Gott haben und ihr sollt nur ihm dienen. Die zweite ist das Verrichten der Gebete. Die dritte ist das Fasten. Die vierte ist Almosen an Bedürftige zu geben und die fünfte ist Gott ununterbrochen zu preisen."&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;An diesen fünf Geboten wird deutlich, dass die Botschaft des Johannes mit dem Islam im Kern gleich ist. Nach  islamischen Verständnis schickt Gott im Kern dieselbe Botschaft. Der Grund ist in der Natur des Menschen zu suchen. Der Mensch neigt zur Übertreibung und/oder zur Vergesslichkeit. Der Gott aller Propheten ist derselbe, logischerweise ist es sein Wunsch auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach islamischem Verständnis wurden auf diese Weise mehrere Hunderttausend Propheten in der Menschheitsgeschichte weltweit beauftragt. Aufgrund der Bevölkerungsdichte und Häufung der Hochkulturen sind die bedeutendsten Propheten in den vorderen Orient geschickt worden.&lt;br /&gt;Die Wunder Jesu (FSMI) mit dem Teilen des Essens kennen die Muslime auch in Verbindung mit Mohammed(FSMI). Auch er teilte mehrmals das Wenige was er und seine Jünger hatten mit einer größeren Gruppe von Menschen. Es heißt in einem Hadith:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Der Gast nimmt eins und hinterlässt neun Teile dem Gastgeber.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Gastfreundschaft ist deshalb eine sehr lebendige, geschätzte Tradition in muslimischen Häusern. Wer es ausprobieren will, sollte einfach mal den Versuch bei seinem muslimischen Nachbarn wagen. Ich kann versprechen, er wird nicht enttäuscht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch das Gehen auf dem Wasser, ist ein uns bekanntes Wunder. Diese unerklärlichen, übernatürlichen Phänomene wurden in vorherigen Kapiteln ausgiebig behandelt. Um ein Fazit zu ziehen, muss man zugeben: der allmächtige Gott der diese Gesetze erschaffen hat, kann sie auch aufheben, wie im Falle der Wunder geschehen. Sie wirken wie Lackmuspapier, um die Gläubigen von den Ungläubigen zu unterscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jenseits werden andere Gesetze herrschen als hier. Wir werden dort - Inschallah!*- Zeugen dafür, dass die bekannten physikalischen, biologischen und chemischen Gesetze aus dem Diesseits, im Jenseits neue Definitionen haben werden. Der große islamischer Denker, Said Nursi, nennt deshalb diese Welt den &lt;em&gt;Dar el Hikmet- Der Ort der Zweckgebundenheit der Macht Gottes&lt;/em&gt; und das Jenseits den &lt;em&gt;Dar el Kudret- Der Ort der direkten Macht&lt;/em&gt;. Er meint, daß Gott hier auf der Erde immer handelt wie hinter einem Vorhang, und eben zweckgebunden. Das bedeutet: ohne Wolke kein Regen, ohne Fleiß kein Preis etc.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sinn, dass Gott im Diesseits die Dinge zweckgebunden erschafft, gerade so als ob er hinter einem unsichtbaren Vorhang agiert, liegt darin, dass diese Welt für uns Menschen, ein Prüfungsort ist. Wir glauben, dass Gott die Menschen aus Liebe erschaffen hat und Interesse hat, sie ins Paradies zurückzuholen. Doch das soll erst nach einem Reifeprozess im Diesseits geschehen. Wir Menschen werden mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert. Wir sollen den wahren Verursacher hinter den sichtbaren Dingen feststellen, ihm mit Gehorsam dienen und mit guten Taten die Gunst Gottes verdienen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Paradies dient als Ort der Belohnung, die Hölle als der Ort der Strafe. Gott will nicht jeden direkt belohnen und nicht jeden direkt bestrafen. Gott bestraft denjenigen, der es sich selber zuzuschreiben hat. Wir haben es alle selber in der Hand, ein guter Mensch oder ein schlechter Mensch zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste erdenkliche und erklärte Grund den Zorn Gottes anzuziehen ist, Gottheiten neben Gott zu haben, ein weiterer Grund für seinen Zorn ist Unglauben angesichts vieler gegenteiliger Hinweise, ein weiterer Grund ist Hochmut. Die Menschen sind erfinderisch darin, viele Wege zur Hölle zu finden, trotz aller Fürsorge und aller Hinweise Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den richtigen Weg reicht dagegen allein die Tatsache, dass alle Propheten Gottes und alle heiligen Texte die Menschen mit ähnlichen Worten zum Glauben einladen, oder auch, dass die Natur und der Kosmos in einem intelligenten Regelgeflecht funktionieren wie eine Uhr. Schon eine einfache Uhr entsteht nicht zufällig und durch äußere Einflüsse, auch nicht nach Millionen Jahren, sondern wird von einem ausgebildeten, intelligenten Uhrmacher gebaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kann dieser Makrokosmos und der Mikrokosmos darin zufällig entstanden sein und so wunderbar funktionieren? Mich wundert es immer, diese These vom Zufall von klugen Menschen zu hören. Wahrscheinlich ist klug zu sein und zu glauben zwar nahe beieinander, aber nicht dasselbe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderes Thema ist die unterschiedliche Betrachtungsweise über das ewige Glück bei den Muslimen und Christen. Das Christentum glaubt, dass Jesus (FSMI) für die Sünden der Gläubigen gestorben ist, dass man also als Christ sicher sein kann, dass man ins Paradies kommt, was man im Diesseits auch anstellen mag. Es reicht ein Christ zu sein, selbst wenn man ein schlechter Mensch ist. Wenn jemand ein Muslim ist und ein guter Mensch ist, reicht es folglich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Gedanke ist dem Islam fremd. Es reicht alleine nicht aus, ein Muslim zu sein. Jeder muss für sein Glück oder für sein Verderben selbst arbeiten. Im Islam büßt man nicht für die Sünden anderer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen weiteren Einwand gegen den Gedanken, daß Gott nur Christen und Juden ins Paradies holen wird, kann man erheben aufgrund der großen Barmherzigkeit Gottes. In der Summe wäre dies ja nur eine Minderheit und damit nicht in Relation zu der großen Barmherzigkeit Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime glauben, dass Gott mehr Menschen erfreuen wird als wir das denken, und meiner Meinung nach werden es nicht nur Muslime sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Inschallah: So Gott will, mit Gottes Einverständnis&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-624118794218479711?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/624118794218479711/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/nureddin-zu-johannes-der-taufer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/624118794218479711'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/624118794218479711'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/nureddin-zu-johannes-der-taufer.html' title='Nureddin zu &quot;Johannes der Täufer&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-5972946378349975034</id><published>2010-04-27T07:30:00.003+02:00</published><updated>2010-04-27T07:55:42.604+02:00</updated><title type='text'>Johannes der Täufer, weitere Wunder</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und der König Herodes hörte von ihm - denn sein Name war bekannt geworden - und sie sagten: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferweckt worden, und deswegen wirken die Wunderkräfte in ihm. Andere aber sagten: Es ist Elia; andere aber sagten: Es ist ein Prophet wie einer der Propheten. Als aber Herodes es hörte, sagte er: Johannes, den ich enthauptet habe, der ist auferweckt worden. Denn er, Herodes, hatte hingesandt und den Johannes greifen und ihn im Gefängnis binden lassen, um der Herodias willen, der Frau seines Bruders Philippus, weil er sie geheiratet hatte. Denn Johannes hatte dem Herodes gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben. Die Herodias aber trug es ihm nach und wollte ihn töten, und sie konnte nicht; denn Herodes fürchtete den Johannes, da er wußte, daß er ein gerechter und heiliger Mann war, und er beschützte ihn; und wenn er ihn gehört hatte, war er in großer Verlegenheit, und er hörte ihn gern. Und als ein geeigneter Tag kam, als Herodes an seinem Geburtstag seinen Großen und den Obersten und den Vornehmsten von Galiläa ein Gastmahl gab, kam ihre, der Herodias, Tochter herein und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und denen, die mit zu Tisch lagen. Und der König sprach zu dem Mädchen: Bitte mich, um was du willst! Und ich werde es dir geben. Und er schwor ihr: Um was du mich auch bitten wirst, ich werde es dir geben bis zur Hälfte meines Reiches. Und sie ging hinaus und sagte zu ihrer Mutter: Um was soll ich bitten? Die aber sprach: Um das Haupt Johannes' des Täufers! Und sie ging sogleich mit Eile zu dem König hinein und bat und sagte: Ich will, daß du mir sofort auf einer Schüssel das Haupt Johannes' des Täufers gibst! Und der König wurde sehr betrübt; doch um der Eide und um derer willen, die mit zu Tisch lagen, wollte er sie nicht zurückweisen. Und sogleich schickte der König einen Henker und befahl, sein Haupt zu bringen. Und der ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis. Und er brachte sein Haupt auf einer Schüssel und gab es dem Mädchen, und das Mädchen gab es ihrer Mutter. Und als seine Jünger es hörten, kamen sie und nahmen seinen Leichnam und legten ihn in eine Gruft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Apostel versammeln sich zu Jesus; und sie berichteten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. Und er sprach zu ihnen: Kommt, ihr selbst allein, an einen öden Ort und ruht ein wenig aus! Denn diejenigen, die kamen und gingen, waren viele, und sie fanden nicht einmal Zeit, um zu essen. Und sie fuhren in einem Boot allein an einen öden Ort; und viele sahen sie wegfahren und erkannten sie und liefen zu Fuß von allen Städten dorthin zusammen und kamen ihnen zuvor. Und als Jesus aus dem Boot trat, sah er eine große Volksmenge und wurde innerlich bewegt über sie; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, sie vieles zu lehren. Und als es schon spät am Tag war, traten seine Jünger zu ihm und sagen: Der Ort ist öde, und es ist schon spät am Tag. Entlaß sie, damit sie auf die umliegenden Höfe und in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen! Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Und sie sagen zu ihm: Sollen wir hingehen und für zweihundert Denare Brot kaufen und ihnen zu essen geben? Er aber spricht zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Geht hin, seht nach! Und als sie es festgestellt hatten, sagen sie: Fünf, und zwei Fische. Und er befahl ihnen, daß sie sich alle nach Tischgemeinschaften auf dem grünen Grase lagerten. Und sie lagerten sich in Gruppen zu je hundert und je fünfzig. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, damit sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische teilte er unter alle. Und sie aßen alle und wurden gesättigt. Und sie hoben auf an Brocken zwölf Handkörbe voll und von den Fischen. Und diejenigen, die die Brote gegessen hatten, waren fünftausend Männer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sogleich nötigte er seine Jünger, in das Boot zu steigen und an das jenseitige Ufer nach Betsaida vorauszufahren, während er selbst die Volksmenge entläßt. Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf den Berg, um zu beten. Und als es Abend geworden, war das Boot mitten auf dem See und er allein auf dem Land. Und als er sie beim Rudern Not leiden sah, denn der Wind war ihnen entgegen, kommt er um die vierte Nachtwache zu ihnen, indem er auf dem See einherging; und er wollte an ihnen vorübergehen . Sie aber sahen ihn auf dem See einhergehen und meinten, es sei ein Gespenst und schrien auf; denn alle sahen ihn und wurden bestürzt. Er aber redet sogleich mit ihnen und spricht zu ihnen: Seid guten Mutes! Ich bin es. Fürchtet euch nicht! Und er stieg zu ihnen in das Boot, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich sehr über die Maßen, denn sie waren durch die Brote nicht verständig geworden, sondern ihr Herz war verhärtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als sie hinübergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und legten an. Und als sie aus dem Boot stiegen, erkannten sie ihn sogleich und liefen in jener ganzen Gegend umher und fingen an, die Kranken auf den Betten hierhin und dorthin zu tragen, von wo sie hörten, daß er sei. Und wo auch immer er in Dörfer oder Städte oder in Gehöfte hineinging, legten sie die Kranken auf den Marktplätzen hin und baten ihn, daß sie nur die Quaste seines Gewandes anrühren dürften; und alle, die ihn anrührten, wurden geheilt.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kapitel 6, 14 - 56&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Erinnerung an Johannes den Täufer ist in den Köpfen und Herzen der Menschen lange Zeit lebendig geblieben. Von den Reisen des Apostels Paulus durch die heutige Türkei wird berichtet, daß sich in Ephesus (türkisch: &lt;em&gt;Efes&lt;/em&gt;) fromme Leute finden, die sich dazu bekennen, die &lt;em&gt;Taufe des Johannes&lt;/em&gt; empfangen zu haben, nicht die Taufe &lt;em&gt;auf den Namen des Herrn Jesus&lt;/em&gt;, die Paulus dann an ihnen vollzieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der König des israelischen Nordreiches, Herodes Antipas, unter dessen Herrschaft Jesus lebt, und der Johannes hat ermorden lassen, erinnert sich mit starken gefühlen an den von ihm gehaßten Johannes und fürchtet sich offenbar davor, daß der Täufer aus den Toten wiederkommen und ihn zu seiner verdienten Strafe verurteilen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Johannes muß eine gewaltige Wirkung ausgegangen sein, die teilweise in den Augen der Menschen mit der Wirkung von Jesus konkurrierte. Wir lasen bereits in Kapitel 2, daß man die Jüngerschaften untereinander verglich und Anstoß an dem Verhalten der Jünger von Jesus nahm, die weniger streng und asketisch lebten als die Jünger des Johannes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist Johannes tot, wir erfahren die dramatische Geschichte seiner Ermordung* und erahnen etwas von den verwickelten Machtfragen, die einen König bewegen, wenn ein Prophet aufsteht und gegen ihn redet. Am Ende verliert in solchen Konstellationen meistens der Prophet, das wird auch Jesus noch erleben, aber die Könige spüren doch, daß sie den Sieg über die Propheten immer nur für kurze Zeit genießen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stalin soll über die Macht der katholischen Kirche mit den Worten gespottet haben &lt;em&gt;Wieviele Divisionen hat der Papst?&lt;/em&gt; Am Ende hat aber auch hier eine prophetische Kraft, die Kraft des polnischen Papstes Johannes Paul II., ganz stark zur Niederlage des Kommunismus beigetragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus ist in dieser Zeit immer noch dem Druck der Menschen ausgesetzt, die ihm folgen. Wir finden ihn &lt;em&gt;an einem öden Ort&lt;/em&gt; um mit den Jüngern zu ruhen und einfache Dinge nachzuholen wie etwa ein gemeinsames Essen, zu dem lange keine Gelegenheit war, weil die Leute so drängten. Aber erneut findet ihn die Menschenmenge, auch in dieser Öde, und was er mit den Jüngern essen wollte, das muß er jetzt mit Tausenden von ihnen teilen. Daß aus diesem Teilen ein gewaltiges Wunder hervorgeht, das hat die Christen zu allen Zeiten dazu ermutigt, im Kleinen nun ihrerseits gastfreundlich zu sein. Vielleicht ist ja auch in meinem Haus der Brotkorb voller, nicht bevor die Gäste kommen, sondern nachdem sie weggegangen sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigenartig die Bemerkung an Schluß des zweiten großen Wunders, dem Gehen auf dem Wasser: die Jünger entsetzen sich und können sich kaum beruhigen. Ihr Herz ist verhärtet, sagt Markus, sie verstehen wenig oder nichts. Für mich ist das eine der Stellen, die für die Glaubwürdigkeit des Markusberichtes spricht. So redet jemand, der aus erster Hand informiert wurde, und zwar von einem, der dabeigewesen ist und der dem Markus alles ehrlich und aufrichtig und ohne Beschönigung erzählt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* daß die tanzende Königstochter &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salome_(Tochter_der_Herodias)"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Salome &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;heißt, geht auf den jüdischen Historiker Flavius Josephus zurück, in der Bibel wird der Name der Tochter der Herodias nicht überliefert. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-5972946378349975034?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/5972946378349975034/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/johannes-der-taufer-weitere-wunder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/5972946378349975034'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/5972946378349975034'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/johannes-der-taufer-weitere-wunder.html' title='Johannes der Täufer, weitere Wunder'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8228006557546515967</id><published>2010-04-24T07:30:00.002+02:00</published><updated>2010-04-24T23:52:50.166+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Wunder"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jesus (Friede sei mit ihm) ist ganz gewiss für Christen einzigartig. Für die meisten Christen in unserer Gesellschaft trifft zu, daß sie ihn schätzen und lieben. Man sieht eine inbrünstige Liebe vor allen Dingen bei den frommen Christen in Gemeinden, in Kirchen und in Klöstern. Christliche Männer versprechen Gott ihr ganzes Leben, im Gebet und auf dem erhabenen Weg Jesu (FSMI). Frauen verhüllen sich in Unschuld zu Nonnen und folgen Marias (FSMI) unbeflecktem Weg. Dutzende Hilsorganisationen, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten werden durch den Einsatz dieser Männer und Frauen in den Dienst am Menschen gestellt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das alles lehrt uns: im Abendland lebt der Geist Jesu (FSMI) fort. Zwar muß über die negativen Auswirkungen der Aufklärung und über die vielen Fehler der im Namen der Religion handelnden Instanzen nachgedacht werden, aber trotzdem ist die Wirkung Jesu auch nach 2000 Jahren immer noch hochaktuell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime fühlen uns Menschen nahe, die Jesus (FSMI) ehren und lieben. Denn auch für uns Muslime ist Jesus (FSMI) einzigartig. Gott sprach durch ihn, Gott war in ihm sichtbar. Wer ihn erblickte, hatte den Anschein, vor Gott zu stehen. Selbst seine Geburt war einzigartig. Auch sein Dahinscheiden war einzigartig. Seine Mutter war die ehrbarste Frau, die es je gab. Ihre vollkommene Unschuld war der Grund dafür, daß Gott sie als Mutter Jesu (FSMI) und aller Gläubigen auserwählt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus kam ohne einen Vater auf die Welt und sprach schon in der Wiege zu Menschen. Sein ganzes Leben hindurch vollbrachte er viele Wunder wie die, von denen wir in diesem Abschnitt lesen. Er erweckte Tote zum Leben, heilte Unheilbare und war für jedermann anziehend. Diese Informationen über Jesus (FSMI) erhalten wir aus dem Koran. An vielen Stellen wird Jesus dort erwähnt, und sein Leben wird den Muslimen als Beispiel dargeboten. Es gibt ein ganzes Kapitel, das den Namen &lt;em&gt;Maria&lt;/em&gt; trägt, in dem Mutter Maria und Jesus (FSMI) ihren verdienten Wert im Herzen des Korans einnehmen. Ohne Jesus (FSMI) zu lieben, darf man sich nicht Muslim nennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Falle der Wunder stehen die Zeugen seiner Zeit vor einem Rätsel. Etwas Unerklärliches, etwas Übernatürliches passiert. Sie sind beeindruckt von dem, was sie nicht erklären können. Selbst die Gläubigen haben wahrscheinlich über die Wunder gestaunt. Die Frage ist nicht, &lt;em&gt;ob&lt;/em&gt; diese Wunder geschehen sind, sondern &lt;em&gt;warum&lt;/em&gt;. Wunder sind Tatsachen, es gibt viele Zeugen, die unabhängig voneinander von denselben Vorfällen erzählen. Es hat keinen Sinn, Wunder in Frage zu stellen, nur weil man sie naturwissenschaftlich nicht belegen kann. Es ist für Gott als denjenigen, der die Naturgesetze selbst erschaffen hat, auch eine Kleinigkeit, sie zu überbrücken und uns zu beeindrucken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wunder passieren, um die Augen der Ungläubigen zu öffnen, um den Verstand und die Herzen für Gott zu stimulieren. Die Wunder sagen uns: schau, Gott hat alles erschaffen und alles funktioniert nach seinem Gesetz, selbst indem es außer Kraft gesetzt werden. Die gläubigen Herzen brauchen keine Wunder um zu glauben, Wunder sind für ungläubige Herzen bestimmt. Durch Wunder bestätigt sich für die Gläubigen nur das, was sie bereits gefühlt und geglaubt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott erschafft die Natur und seine Gesetze, für uns. Diese Gesetze gelten für uns. Gott braucht die Gesetze nicht und kann sie beliebig bedienen, aussetzen und verändern. Die Propheten handeln in diesem Zusammenhang lediglich als ausführende Instanz im Namen Gottes, und nur Gott allein steht hinter all diesen Wundern. Wenn man will, kann man die Propheten als eine Art Leinwand für die eigentliche Lichtquelle ansehen. Die Lichtquelle ist Gott, die Wunder die durch die Hand der Propheten passierten, sind wie der Film auf der Leinwand. Es wäre ein Trugschluss, die Leinwand für die eigentliche Lichtquelle zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt nur einen Gott, er hat keinen Sohn, ergo ist Jesus (FSMI) ein Mensch und ein Prophet Gottes, der durch Gottes Hilfe diese Wunder vollbringt. Es ist keine Erniedrigung für Jesus (FSMI) ein Mensch und ein Prophet zu sein. Im Gegensatz, es ist eine großartige Ehre, ein Mensch zu sein, und die höchste mögliche Stufe auf der Skala des Menschseins ist es, als Auserwählter unter den Menschen ein Prophet zu sein. Durch solche Juwelen unter den Menschen hat Gott seine Wunder gezeigt.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8228006557546515967?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8228006557546515967/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/nureddin-zu-wunder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8228006557546515967'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8228006557546515967'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/nureddin-zu-wunder.html' title='Nureddin zu &quot;Wunder&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-2174509071979763847</id><published>2010-04-20T08:00:00.001+02:00</published><updated>2010-04-20T10:49:56.394+02:00</updated><title type='text'>Wunder</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und als Jesus in dem Boot wieder an das jenseitige Ufer hinübergefahren war, versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm; und er war am See. Und es kommt einer der Synagogenvorsteher, mit Namen Jaïrus, und als er ihn sieht, fällt er ihm zu Füßen und bittet ihn sehr und sagt: Mein Töchterchen liegt in den letzten Zügen. Komm, und lege ihr die Hände auf, damit sie gerettet wird und lebt! Und er ging mit ihm, und eine große Volksmenge folgte ihm, und sie drängten ihn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es war eine Frau, die zwölf Jahre mit einem Blutfluß behaftet war und vieles erlitten hatte von vielen Ärzten und alle ihre Habe aufgewendet und keinen Nutzen davon gehabt hatte; es war vielmehr schlimmer mit ihr geworden. Als sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Volksmenge von hinten und rührte sein Gewand an; denn sie sagte: Wenn ich nur sein Gewand anrühre, werde ich geheilt werden. Und sogleich vertrocknete die Quelle ihres Blutes, und sie merkte am Leib, daß sie von der Plage geheilt war. Und sogleich erkannte Jesus in sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Volksmenge und sprach: Wer hat mein Gewand angerührt? Und seine Jünger sagten zu ihm: Du siehst, daß die Volksmenge dich drängt, und du sprichst: Wer hat mich angerührt? Und er blickte umher, um die zu sehen, die dies getan hatte. Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, da sie wußte, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. Geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während er noch redete, kommen sie von dem Haus des Synagogenvorstehers und sagen: Deine Tochter ist gestorben, was bemühst du den Lehrer noch? Jesus aber überhörte das Wort, das geredet wurde, und spricht zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht; glaube nur! Und er erlaubte niemand, ihn zu begleiten, außer Petrus und Jakobus und Johannes, dem Bruder des Jakobus. Und sie kommen in das Haus des Synagogenvorstehers, und er sieht ein Getümmel und Weinende und laut Heulende. Und er geht hinein und sagt zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie lachten ihn aus. Als er aber alle hinausgetrieben hatte, nimmt er den Vater des Kindes und die Mutter und die, die bei ihm waren, mit und geht hinein, wo das Kind war. Und er ergriff die Hand des Kindes und spricht zu ihm: Talita kum! Das ist übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war nämlich zwölf Jahre alt. Und sie erstaunten sogleich mit großem Erstaunen. Und er gebot ihnen dringend, daß niemand dies erfahren solle, und er sagte, man solle ihr zu essen geben.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 5, 21 – 43)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/S5wBX4eH7rI/AAAAAAAABcA/HImIrkzVhb4/s1600-h/jair_tochter.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 294px; FLOAT: left; HEIGHT: 250px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5448231159018811058" border="0" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/S5wBX4eH7rI/AAAAAAAABcA/HImIrkzVhb4/s320/jair_tochter.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Dies ist wieder eine Geschichte, die sich unter den Christen großer Beliebtheit erfreut: &lt;em&gt;Die Tochter des Jaïrus&lt;/em&gt;, gesprochen Ja-i-rus mit Betonung auf dem „i“. Viele verbinden sie mit dem nebenstehenden Bild, das in alten Kinderbibeln zu finden ist, illustriert von dem berühmten Bibelmaler &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Schnorr_von_Carolsfeld"&gt;Julius Schnorr von Carolsfeld (1794 – 1872)&lt;/a&gt; in seiner allerdings heute als überholt betrachteten Malweise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammen mit der Auferweckung des Lazarus und des &lt;em&gt;Jünglings zu Nain&lt;/em&gt; ist sie eine von drei Totenauferweckungen, die von Jesus berichtet werden. Den Kindern erzählt man besonders gerne die Geschichte des 12jährigen Mädchens aus der Familie des Synagogenvorstehers, weil sie ja von einem Kind handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mich früher beim Hören oft gefragt, wer denn nun Recht hat – die Verwandten, die das Mädchen bereits als tot beklagen, oder Jesus, der sie alle beruhigt und sagt, &lt;em&gt;sie schläft nur&lt;/em&gt;? Vielleicht könnte man zu der Kompromißformel kommen, daß für Jesus jeder Tod nur ein Schlaf ist, aus dem der Tote jederzeit mit Hilfe übernatürlicher Kräfte wieder zurück ins Leben geholt werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rätselhafter noch ist die kleine Szene auf dem Weg, in der die Bluterin geheilt wird. Sie verrät nach meinem Eindruck etwas von dem Prinzip nach dem bei Jesus Wunder geschehen: es ist eine Kraftübertragung von ihm auf den Kranken. Allerdings wird nur an dieser einzigen Stelle dieses Detailwissen um das Wesen von Wundern ein wenig aufgedeckt. Jesus spürt, so können wir vermuten, offenbar die Übertragung dieser Kraft selbst dann, wenn sie unbewußt und fast gegen seinen Willen geschieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frau fürchtet sich davor, daß Jesus unwillig reagieren könnte. Er aber findet bei ihr das, was er bei so vielen anderen vergeblich sucht: Glaube. &lt;em&gt;Geh hin in Frieden&lt;/em&gt;, sagt er. Für solche Worte lieben ihn die Christen. Und auch für die Sorge um das kleine Mädchen: &lt;em&gt;gebt ihr zu essen&lt;/em&gt;. Es sind diese kleinen Details aus einem in den Alltag der Menschen eingebetteten Leben, die Jesus für die Christen so einzigartig machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er war einer von uns, das verbindet uns sehr eng mit ihm. Und gleichzeitig war er ganz anders.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-2174509071979763847?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/2174509071979763847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/wunder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2174509071979763847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2174509071979763847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/wunder.html' title='Wunder'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/S5wBX4eH7rI/AAAAAAAABcA/HImIrkzVhb4/s72-c/jair_tochter.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-1117133350038932414</id><published>2010-04-13T21:00:00.004+02:00</published><updated>2010-04-13T21:06:55.246+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Schweine"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Wundern sollten sich die christlichen Leser nicht darüber, wenn ich jetzt schreibe, daß wir Muslime Schweine nicht hassen. Wir lieben sie nur nicht so sehr, daß wir sie auch essen würden. Es gibt genügend andere Fleischsorten und es gibt keine Nahrungsknappheit in der Wohlstandsgesellschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie üblich gibt es zwischen Lieben und Hassen viele Grautöne. Für uns Muslime sind auch Schweine wertvolle Tiere, weil Gott sie erschaffen hat. Alles, was Gott erschafft, ist sinnvoll und dient einem Zweck. Wir haben es zu respektieren und pfleglich zu behandeln. Auch die Schweine haben eine Aufgabe zu erfüllen, denn warum sollte Gott sie sonst erschaffen haben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unrein werden sie genannt, weil sie im Islam nicht zu den eßbaren Tieren angehören, man muß eben nicht alle Tiere essen. Die eßbaren Tiere werden im Islam kategorisiert und jeder der im Orient war weiß wie üppig der Speiseplan von Muslimen ist. Eßbar sind viele Fisch- und Geflügelarten. Von den Landtieren sollen Wiederkäuer verzehrt werden. Allesfresser, Fleischfresser, Reptilien und Amphibien sind keine eßbaren Tiere. Auch Artenschutz spielt im Islam eine Rolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Islam ist unter den Religionen die wissenschaftlichste. Von der Geburtsstunde des Islam an wurden die Muslime angehalten, im Namen Gottes alles zu lesen und darüber nachzudenken. Der Islam ist eine sehr verständliche, logische und praktizierbare Religion. Von einem einfachen Kamelhirten in der arabischen Wüste, bis zu einem islamischen Wissenschaftler wie Avicenna oder bis zum modernen Menschen des 21. Jahrhnderts kann der Islam problemlos verstanden und gelebt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Anweisungen sind auf der einen Seite sehr klar und bestimmt, aber auf der anderen Seite bietet der große Interpretationswinkel auch genug Spielraum, um den Menschen nicht zwischen Dogmen und starren Lebensformen einzuengen. Der gelebte Islam ist ein sicherer Kompaß, um in den sicheren Hafen Gottes zu gelangen, ohne daß man Schiffsbruch erleidet. Und es gibt in ihm immer den rettenden Weg des Vereinfachens der Religion, wenn es sein muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Beispiel dafür ist der Verzehr von Schweinefleisch im Notfall. Trotz des Verbotes Schweinefleisch zu essen muß ein Muslim im Notfall lebensrettend Schweinefleisch essen. Ich liebe meine Religion für diese verständlichen, wissenschaftskonformen Formeln umso mehr. Je mehr die Naturwissenschaft neue Erkenntnisse gewinnt, desto verständlicher werden die islamischen Gebote und Verbote. Im Falle des Schweinfleischverzehrs ist es nicht anders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zoologen würden sagen, die Schweine sind Allesfresser, wie Menschen. Die Mediziner würden sagen, die Physiologie und Anatomie des Schweins, ist dem Menschen ähnlich. Zum Beispiel kann ein Diabetiker, eher ein Schweineinsulin vertragen, als ein Rinderinsulin. Das trifft auch auf Transplantationen zu. Dieser Vorteil kann aber auch zum Nachteil werden, weil durch diese Brückenfunktion Schweine sowohl tierische, als auch menschliche Erreger übertragen können. Normalerweise sind menschliche Erreger für Tiere ungefährlich, und umgekehrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Zoologen würden ferner sagen, Schweine sind Aasfresser, wie Geier oder Ratten und übernehmen in der Natur eine ähnliche Rolle. Für diese Aufgabe haben wir sie verständlicherweise gern. Natürlich werden Nutzschweine in der Viehwirtschaft, wie anderes Vieh, unter saubereren Verhältnissen gehalten. Das wollen wir zumindest glauben. Ein wenig Zweifel darüber sei allerdings gestattet, wenn man die aktuellen Probleme, wie die Schweinegrippe betrachtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber Schweinefleisch ist ohnehin ungesünder. Die Mediziner würden sagen, daß das Schweinefleisch unter den üblichen Fleischsorten am bedenklichsten ist im Bezug auf die Risiken, die durch Fleischkonsum entstehen. Diese Risiken beruhen unter Anderem auf den höheren Fettgehalt des Schweinefleisches, der für Arterienverkalkung verantwortlich ist und der seinerseits das Schlaganfalls- und Herzinfarktrisiko erhöht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind wissenschaftliche Fakten, die den Nichtverzehr von Schweinefleisch von Juden und Muslimen untermauern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings ist für uns Muslime einzig und allein das Verbot Gottes ausschlaggebend und ausreichend. Dieses Verbot, das Gott erläßt, darf nach unserem Glauben kein Sterblicher, auch ein Petrus nicht, außer Kraft setzen. Nach Paulus begeht Petrus für mich ganz klar als zweiter einen Tabubruch, indem er Gottes Gebote verändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um nach dem Exkurs in Islamkunde, noch mal auf diese Bibelstelle zurück zu kommen, muß ich als Muslim feststellen, daß hier ein Bild von Jesus (Friede sei mit ihm) als einem erbarmungslosen, gleichgültigen Exekutor über Leben und Tod vorgestellt wird, welches dem islamischen Jesusbild widerspricht. Auch wenn Schweine keine Menschen sind, einer wie Jesus(FSMI) mit seiner großen Barmherzigkeit und Fürsorge kann nicht den sinnlosen Tod von so vielen unschuldigen Lebewesen anordnen. Deshalb muß ich diese Bibelstelle an die Reihe der kritischen Stellen anheften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Falle des Geisteskranken allerdings kann ich dem Bild zustimmen. Denn Jesus (FSMI) ist als ein besonderer Arzt Gottes berühmt. Er hat schon sehr viele durch Gottes Hilfe geheilt und eben auch diesen aussichtslosen Fall. Auch im islamischen Kulturkreis kennt man solche wundersame Heilungen durch Gottes Hilfe, z. B. durch Handauflegen oder im Gebet. Man kennt die Wirkung der Gebete, wenn sie von Gott erhört werden. Der moderne, ungläubige Mensch würde von einem Placeboeffekt sprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kern dieser Bibelstelle ist auch meiner Meinung nach das kurzsichtige Verhalten der Gerasener. Sie erkennen Jesus (FSMI) zwar als einen besonderen Menschen an, möchten aber trotzdem nicht mehr von ihm wissen. Eine für sie fatale Entscheidung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir alle haben im Leben Momente der Entscheidung. Möge Gott uns bei unseren Entscheidungen nicht unserem Ego überlassen und uns helfen, stets die richtige Entscheidung zu treffen. Vermutlich haben die Gerasener ihren bekannten, kleinen Vorteil vor Augen oder haben Angst vor dem Neuen und Unbekannten, das ihnen viele Umstellungen abgefordert hätte. Es ist erstaunlich, daß sie die Augen vor der Wahrheit verschließen und meinen, in Sicherheit zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Phänomen ist sicher nicht nur auf die Gerasener oder ihre Zeitgenossen zu begrenzen. Ich ziehe Parallelen in unsere Zeit, in der die Menschen in etwa genauso handeln, wenn man sie auf Gottes Wege einlädt. Es ist vermutlich nicht einfach, die richtige Entscheidung zu treffen, oder, wenn es darum geht, zwischen dem späten aber unendlichen Glück und dem frühen aber dafür kurzes Glück zu wählen, das Richtige zu treffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran macht darauf ebenfalls aufmerksam, z.B. in der Sure "Die Auferstehung" (Sure 75/20-21):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;20. Nein, ihr aber, ihr liebt das Gegenwärtige&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;21. und vernachlässigt das Jenseits.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;Viele Menschen entscheiden sich kurzsichtig für den Vorteil im Diesseits und verspielen ihre große Chance im ewigen Jenseits. Vertagt man dagegen mit Geduld seinen persönlichen Vorteil und vergnügt sich im Diesseits nur soviel, wie es nötig ist, hat man die richtige Entscheidung getroffen. Deshalb gehen alle Propheten, alle Apostel und alle wahrhaftigen Gläubigen den bescheidenen, geduldigen Weg im Diesseits, um das Ergebnis im Jenseits zu ernten.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-1117133350038932414?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/1117133350038932414/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/nureddin-zu-schweine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1117133350038932414'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1117133350038932414'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/nureddin-zu-schweine.html' title='Nureddin zu &quot;Schweine&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-2775707950420633958</id><published>2010-04-12T13:30:00.002+02:00</published><updated>2010-04-12T15:17:33.346+02:00</updated><title type='text'>Schweine</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in das Land der Gerasener. Und als er aus dem Boot gestiegen war, begegnete ihm sogleich von den Grüften her ein Mensch mit einem unreinen Geist, der seine Wohnung in den Grabstätten hatte; und selbst mit Ketten konnte ihn keiner mehr binden, da er oft mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden worden war und die Ketten von ihm in Stücke zerrissen und die Fußfesseln zerrieben worden waren; und niemand konnte ihn bändigen.Und allezeit, Nacht und Tag, war er in den Grabstätten und auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als er Jesus von weitem sah, lief er und warf sich vor ihm nieder; und er schrie mit lauter Stimme und sagt: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht ! Denn er sagte zu ihm: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Menschen! Und er fragte ihn: Was ist dein Name? Und er spricht zu ihm: Legion ist mein Name, denn wir sind viele. Und er bat ihn sehr, daß er sie nicht aus der Gegend fortschicke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war aber dort an dem Berg eine große Herde Schweine, die weidete. Und sie baten ihn und sagten: Schicke uns in die Schweine, damit wir in sie hineinfahren! Und er erlaubte es ihnen. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, etwa zweitausend, und sie ertranken in dem See. Und ihre Hüter flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Land; und sie kamen, um zu sehen, was geschehen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie kommen zu Jesus und sehen den Besessenen, der die Legion gehabt hatte, bekleidet und vernünftig sitzen, und sie fürchteten sich. Und die es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie dem Besessenen geschehen war und das von den Schweinen. Und sie fingen an, ihn zu bitten, daß er aus ihrem Gebiet weggehe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als er in das Boot stieg, bat ihn der, der besessen gewesen war, daß er bei ihm sein dürfe. Und er gestattete es ihm nicht, sondern spricht zu ihm: Geh in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, wieviel der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat. Und er ging hin und fing an, im Zehnstädtegebiet auszurufen, wieviel Jesus an ihm getan hatte; und alle wunderten sich.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 5, 1 – 20)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder wird eine Geschichte erzählt, von der ein Moslem intuitiv einiges mehr versteht als ein Christ. &lt;em&gt;Die verhaßten Schweine!&lt;/em&gt; Nureddin hat mir einmal aus seiner Sicht als medizinisch sehr gut bewanderter Mensch etwas über Schweine gesagt. Ihr Fleisch zu essen ist für ihn gleichbedeutend mit dem Verzehr des Fleisches von Aasgeiern und Ratten. Man ißt keine Tiere, die ihrerseits von Schmutz, Kot und Aas leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geschieht den Dämonen (und den Schweinen) also Recht, daß sie auf so spektakuläre Weise ihr Ende finden, sie gehören beide dem Reich der Dunkelheit und dem Reich des Schmutzes an. Aber warum wird die Geschichte erzählt? Sicherlich nicht, um das jüdische und muslimische Schweinefleisch-Verbot zu bekräftigen (dessen Aufhebung bei Jesus nie angesprochen wurde, das war später eine Entscheidung der jungen christlichen Gemeinde, und es rief dann auch einige Spannungen innerhalb der Gemeinde hervor*), auch nicht um es aufzuheben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schweine illustrieren hier zunächst nur, daß Jesus sich bei seinem Besuch auf der Ostseite des Sees Genezareth nicht mehr unter Juden bewegt. Die Mischbevölkerung im dortigen Gerasa hatte ihr Judentum weitestgehend verloren und die griechische oder heidnische Sitte angenommen, Schweine als Haustiere zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es zeigt sich, daß auch in diesem „Ausland“ das Problem der Dämonen weiter besteht, und hier ist es offenbar auch ein Sicherheitsproblem für die Bewohner der Gegend, denn dieser wilde, in den Grabkammern und Grüften lebende Mann, war offenbar nicht unter Kontrolle zu halten und stellte eine Gefahr für jeden dar, der sich ihm näherte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist ein Segen für das ganze Gebiet, daß er nun von Jesus geheilt und in ein friedliches Leben zurückgeführt wird. Nur zeigt sich – und das erscheint mir der Kern der Geschichte zu sein – daß die Bewohner des Gebietes diesen Segen nicht wollen, oder zumindest den Preis dafür nicht bezahlen möchten. Höflich aber bestimmt bitten sie Jesus, ihr Land zu verlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine beklemmende Szene, wie da die Menschen aus der nahen Stadt zu Jesus an den See kommen. Vorne ist es eine idyllische Szene: der geheilte Besessene sitzt friedlich bei Jesus und den Jüngern. Alles ist gut. Aber im Hintergrund treiben 2.000 tote Tiere auf dem See. Den wirtschaftlichen Verlust im Kopf rechnen die Gerasener die Freiheit von Dämonen gegen den Erhalt einer Schweineherde auf – und entscheiden sich gegen die Freiheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*die Geschichte der Aufhebung des Verbotes durch Petrus steht in Apostelgeschichte 10. Aus den Auseinandersetzungen, die im Galaterbrief Kapitel 2, 11 – 16 geschildert werden, geht hervor, daß Petrus an der Aufhebung des Verbotes später offenbar selbst Zweifel gehabt hat; die junge Gemeinde ging dann in ihrer Entwicklung aber über diese Zweifel hinweg.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-2775707950420633958?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/2775707950420633958/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/schweine.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2775707950420633958'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2775707950420633958'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/schweine.html' title='Schweine'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-1496293075740165868</id><published>2010-04-07T08:00:00.002+02:00</published><updated>2010-04-07T08:27:03.640+02:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Weitere Gleichnisse"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Diese Sprache ist den Muslimen nicht fremd. Auch der Koran hat solche Gleichnisse mit denen er den Zuhörern etwas im Glauben erläutern will. Auch in den Hadithen, also in den Prophetenworten, sind solche Gleichnisse vorhanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offenbar ist die Methode, in Gleichnissen zu reden, eine sehr erfolgreiche, so daß sie durch die Zeiten und Orte reist. Sie ist einfach und einprägsam für ein Volk, daß sich weitestgehend abseits des Glaubens befindet. Dieses Publikum ist als Bauernvolk bestens vertraut mit der Saat, Ernte usw., im Gegensatz dazu ist aber der Glaube an das Jenseits für sie etwas völlig fremdes. Also verwendet Jesus (Friede sei mit ihm) die Gleichnisse aus der Sprache der einfachen Leute. Vermutlich wird er bei Gebildeten, Priestern oder Adeligen eine andere metaphorische Sprache verwenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes Herz benötigt ein Gefühl, das nur der Glaube an Gott vermitteln kann. Der Glaube ist ein natürliches, menschliches Bedürfnis wie das Trinken, Essen und Schlafen. Es gibt ja das Sprichwort &lt;em&gt;Geld macht nicht glücklich,&lt;/em&gt; und wir finden es deutlich bestätigt in unserer wohlhabenden, aber weitestgehend atheistischen Gesellschaft. Viele einfache, arme Leute scheinen dagegen glücklicher zu sein, weil ihr Glaube sie stark macht in ihrer Situation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deswegen wählen die Propheten auch lieber den bescheidenen einfachen Weg und freuen sich auf das ewige Jenseits, das die Bibel als Reich Gottes beschreibt. Wir Muslime stellen berechtigt die Frage, ob dieses nicht das Reich Gottes ist. Gibt es eine weitere Macht neben Gott der im Diesseits regiert? Unsere Antwort ist: beide sind Reich Gottes, das eine, begrenzte Reich ist ausreichend für die Reifeprüfung und das andere, eigentliche, ewige Reich Gottes ist der Ort, in dem das geerntet wird, was hier gesät wurde, wie Jesus (FSMI) erklären will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts anderes hat Moses (FSMI) vor ihm und Mohammed (FSMI) nach ihm tun wollen, nämlich den Menschen zum ewigen Glück zu verhelfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Weg dazu geht über das Nachdenken über das Gleichgewicht in allem, wer wir sind und wer das alles erschaffen hat, kurz gesagt: im Glauben. Wer dieses Rätsel löst, wird sein Leben im Diesseits glücklich verbringen, ganz gleich unter welchen widrigen Verhältnissen, und im Jenseits im ewigen, absoluten Glück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der feste Glaube des Propheten Jesus(FSMI) läßt ihn völlig ruhig schlafen auf dem Schiff, das im tobenden Meer wellenreitet. Gott hat ihm vermutlich eine innere Ruhe gegeben und die Gewißheit, daß sein Schiff nicht versinken wird. Ich vermute, daß ein Prophet sich aber auch im Falle eines Schiffbruchs völlig ruhig verhalten würde, weil der Tod für ihn der Anfang des Lebens im Jenseits ist und deshalb nichts Schlimmes. Schlimm ist der atheistische Gedanke, daß der Tod ein Ende ist, ja eine Exekution.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ergeben ist der Gläubige dem Urteil Gottes, gleichgültig ob es ein Geschenk ist oder ein Tadel. Dieses Geheimnis kann man erlangen, in dem man sich nicht dem inneren Drang zu glauben widersetzt, sondern sich in ihm auflöst. Das ist auch die richtige Freiheit, Freiheit von der Angst vor Tod, vor Zwängen und vor Stress. Absolut frei und glücklich wie ein Schmetterling, ist man wenn man im Reich Gottes fliegt und mehrmals am Tag im Gebet, die Nahrung für die nötige Ausdauer tankt.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-1496293075740165868?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/1496293075740165868/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/nureddin-zu-weitere-gleichnisse.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1496293075740165868'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1496293075740165868'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/04/nureddin-zu-weitere-gleichnisse.html' title='Nureddin zu &quot;Weitere Gleichnisse&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-6447256193894168687</id><published>2010-03-31T22:30:00.001+02:00</published><updated>2010-04-01T09:03:05.858+02:00</updated><title type='text'>Weitere Gleichnisse und ein Naturwunder</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und er sprach zu ihnen: Kommt etwa die Lampe, damit sie unter den Scheffel oder unter das Bett gestellt wird? Nicht damit sie auf das Lampengestell gestellt wird? Denn es ist nichts Verborgenes, das nicht offenbar gemacht werden soll, auch ist nichts Geheimes, das nicht ans Licht kommen soll. Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er sprach zu ihnen: Seht zu, was ihr hört! Mit welchem Maß ihr meßt, wird euch gemessen werden, und es wird euch hinzugefügt werden. Denn wer hat, dem wird gegeben werden; und wer nicht hat, von dem wird auch, was er hat, genommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf das Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same sprießt hervor und wächst, er weiß selbst nicht, wie. Die Erde bringt von selbst Frucht hervor, zuerst Gras, dann eine Ähre, dann vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zuläßt, so schickt er sogleich die Sichel, denn die Ernte ist da.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er sprach: Wie sollen wir das Reich Gottes vergleichen? Oder in welchem Gleichnis sollen wir es darstellen? Wie ein Senfkorn, das, wenn es auf die Erde gesät wird, kleiner ist als alle Arten von Samen, die auf der Erde sind; und wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Kräuter, und es treibt große Zweige, so daß unter seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Und in vielen solchen Gleichnissen redete er zu ihnen das Wort, wie sie es zu hören vermochten. Ohne Gleichnis aber redete er nicht zu ihnen; aber seinen Jüngern erklärte er alles besonders .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und an jenem Tag sagt er zu ihnen, als es Abend geworden war: Laßt uns zum jenseitigen Ufer übersetzen! Und sie entließen die Volksmenge und nehmen ihn im Boot mit, wie er war. Und andere Boote waren bei ihm. Und es erhebt sich ein heftiger Sturmwind, und die Wellen schlugen in das Boot, so daß das Boot sich schon füllte. Und er war hinten im Boot und schlief auf dem Kopfkissen; und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm: Lehrer, kümmert es dich nicht, daß wir umkommen? Und er wachte auf, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweig, verstumme! Und der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille. Und er sprach zu ihnen: Warum seid ihr furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? Und sie fürchteten sich mit großer Furcht und sprachen zueinander: Wer ist denn dieser, daß auch der Wind und der See ihm gehorchen?&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 4, 21 – 41)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Gleichnissen von Jesus geht es häufig um das &lt;em&gt;Reich Gottes&lt;/em&gt;. Gleich zu Beginn des Markusevangeliums tritt Jesus mit der zentralen Botschaft hervor &lt;em&gt;Tut Buße, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen&lt;/em&gt;. Auch Johannes hat dies nach dem Bericht des Matthäus in gleicher Weise gepredigt. Im griechischen Urtext steht an der Stelle für &lt;em&gt;Reich&lt;/em&gt; das Wort &lt;em&gt;Basileia&lt;/em&gt;, das sich von &lt;em&gt;Basileus&lt;/em&gt;, König, ableitet. Die Zuhörer von Jesus werden also an ein Königreich gedacht haben, so wie es damals in seiner stärksten Ausprägung in Rom existierte und in seiner Idealform als Jerusalemer Reich des Königs David in den Herzen der Juden lebte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein solches Königreich Gottes ist dem Koran fremd. Erstaunlicherweise verliert sich die Vorstellung davon auch in der christlichen Kirche recht bald. Die Ursache für dieses Verschwinden ist wohl bereits in der Verkündigung von Jesus selbst angelegt. Seine Reden bauen zwar auf der alten Vorstellung eines jüdischen Reiches mit einem neuen König David an der Spitze auf, er zeigt aber gleichzeitig in seiner eigenen Person, daß er ein vollkommen anderer König ist und über ein Reich herrscht, von dem er am Ende, im Verhör vor Pilatus , sagen wird, daß es &lt;em&gt;nicht von dieser Welt &lt;/em&gt;ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Festzuhalten ist, daß Jesus zu Beginn immer wieder von der Königsherrschaft Gottes auf der Erde spricht. Die Vergleiche, mit denen er den Charakter dieser Herrschaft verdeutlicht, sind oft &lt;em&gt;organischer &lt;/em&gt;Art wie wir heute sagen würden: das neue Reich wächst unter der Erde heran wie eine wachsende Saat, unscheinbar, unsichtbar. Man kann es nicht herbeizwingen, sondern muß mit der Geduld eines guten Bauern das Wachsen der Saat begleiten. Gleichzeitig muß man sich auf den Tag der Ernte vorbereiten, der ein Gerichtstag sein wird. Deshalb ruft Jesus zur Buße auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/S5JSQxaWbJI/AAAAAAAABbg/OXwmlyIPonQ/s1600-h/Rembrandt+Sturm.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 268px; FLOAT: left; HEIGHT: 400px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5445505347539594386" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/S5JSQxaWbJI/AAAAAAAABbg/OXwmlyIPonQ/s400/Rembrandt+Sturm.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Im letzten Abschnitt unseres Kapitels wird die wundersame Stillung des Sturms auf dem See Genezareth geschildert. Die Christen haben sie zu allen Zeiten als ein Bild für ihr eigenes Leben gelesen und geliebt: das kleine Schiff der eigenen Existenz von den Wellen gepeitscht - und Jesus, der in dem ganzen Sturm völlig unbekümmert bleibt und am Ende den Kleinglauben tadelt. Das weltberühmte Bild des Malers Rembrandt von dieser Szene wurde 1990 aus einem Museum im amerikanischen Boston gestohlen und ist vielleicht das bedeutendste Werk der Kunstgeschichte, das derzeit nur als Fotografie zu bewundern ist.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-6447256193894168687?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/6447256193894168687/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/weitere-gleichnisse-und-ein-naturwunder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6447256193894168687'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/6447256193894168687'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/weitere-gleichnisse-und-ein-naturwunder.html' title='Weitere Gleichnisse und ein Naturwunder'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/S5JSQxaWbJI/AAAAAAAABbg/OXwmlyIPonQ/s72-c/Rembrandt+Sturm.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4381723794101388670</id><published>2010-03-26T19:00:00.001+01:00</published><updated>2010-03-26T19:15:54.336+01:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Die erste Rede"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Der fromme Muslim würde ein neues Licht in die Interpretation dieser Geschichte einbringen. Mal schauen, ob dieses Licht auch die christlichen Herzen erhellt! Wünschen würde ich mir, daß dieses Licht uns zum gleichen Wort zusammenbringt, ohne überheblich zu klingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (Friede sei mit ihm) spricht zur Versammlung seiner Zuhörer über Gleichnisse (Rätsel) Gottes, über die ein jeder nachdenken sollte. Er spricht darüber, wie man auf diese Gleichnisse reagieren sollte, und er prophezeit, daß nur wenigen aus der Versammlung die Lösung der Gleichnisse gelingen wird. Es muß ihm sehr weh getan haben, daß so viele das ferne Glück gegen den nahen Vorteil eintauschen werden. Ein Prophetenherz ist sensibel wie eine Feder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde, die Worte Jesu (FSMI) sprechen bis in unsere Zeit. Sie sind zeitlos, weil auch die Probleme der Menschen zeitlos und universel sind. Unter allen Geschöpfen Gottes sind die Menschen am anfälligsten für Probleme, weil sie ein Ego haben und selbst für diese Probleme verantwortlich sind. Ihr Ego verführt sie zu Anmaßungen, etwa wie sich selber zu genügen, zu glauben sein eigener Herr zu sein. usw. Diese Schwäche des Menschen, kennt Satan und stimuliert den Menschen, Fehler zu begehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl Gott Regeln wie Verbote und Gebote zu Gunsten des Menschen aufstellt und diese ein Kompaß für die Lösung der Gleichnisse sind, überfallen den Menschen die anmaßenden Gedanken immer wieder von neuem. Wie kurzsichtig doch die Menschen sind, obwohl sie für das ewige Glück, als Vertreter Gottes auf Erden erschaffen worden sind!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im besonderen Maße trifft das auf unsere goldenen Tage, in Zeiten also, in denen es uns gut geht. Wenn wir reich, berühmt, populär usw. sind, ist die Versuchung größer, in diese Ohnmacht zu fallen. In den Bedrängnissen des Alltags, in finanziellen Schwierigkeiten, in Alter oder Krankheit werden wir dagegen für Metaphysiches hellhöriger und empfänglicher. Deshalb sind Nöte, Schwierigkeiten oder Probleme keinesfalls Strafen Gottes, sondern können ein Segen für die Erlangung der Glückseligeit sein. Im Umkehrschluss können Reichtum, Wohlstand, Gesundheit oder Jugend das Verderben für unser Jenseits sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wir stehen vor der Aufgabe, die Gleichnisse Gottes mit Hilfe des Gotteswortes zu lüften. Diese Hilfe sieht so aus: wir sind im Universum als das Konstrukt einer Schöpfung. Wie jedes Haus einen Architekten hat, hat auch selbstverständlich das Universum und wir einen Architekten. Dieser Architekt hat das Universum und uns erschaffen, weil er sich wie ein Schatz von uns entdecken und bewundern lassen wollte. Diesen Schatz kann man nur mit einer Schatzkarte finden. Ohne die Schatzkarte eines göttlichen Textes, ist es fast unmöglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI) erklärt der Menge in diesm Sinn sein Gleichnis. Er weiß allerdings durch ein Wunder, daß die Lösung des Rätsels nur den zwölf Aposteln zuteil werden wird und der Rest den Samen des Glaubens nicht keimen lassen wird. Er zählt die Gründe dafür, die oben bereits geschildert wurden. Er ist gekommen um die Leute aufzuklären, aber er weiß, daß sie seinen Weg nicht gehen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Mohammed (FSMI) wurde nicht von allen erhört, wie alle anderen Propheten vor ihm. Denn die Aufgaben der Propheten besteht darin, zu verkünden, zu erklären und einzuladen. Doch die Herzen liegen in der Hand Gottes und nur Gott allein kann diese Herzen berühren und ein Prophet darf sich daher nicht verausgaben.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4381723794101388670?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4381723794101388670/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/nureddin-zu-erste-rede.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4381723794101388670'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4381723794101388670'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/nureddin-zu-erste-rede.html' title='Nureddin zu &quot;Die erste Rede&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-9063613983341541351</id><published>2010-03-24T07:30:00.001+01:00</published><updated>2010-03-24T07:36:19.270+01:00</updated><title type='text'>Die erste Rede</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und wieder fing er an, am See zu lehren. Und es versammelt sich eine sehr große Volksmenge zu ihm, so daß er in ein Boot stieg und auf dem See saß; und die ganze Volksmenge war am See auf dem Land. Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen; und er sprach zu ihnen in seiner Lehre:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hört! Siehe, der Sämann ging hinaus, um zu säen. Und es geschah, indem er säte, fiel das eine an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. Und anderes fiel auf das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und es ging sogleich auf, weil es nicht tiefe Erde hatte. Und als die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Und anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen sproßten auf und erstickten es, und es gab keine Frucht. Und anderes fiel in die gute Erde und gab Frucht, indem es aufsproßte und wuchs; und es trug eines dreißig-, eines sechzig- und eines hundertfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und als er allein war, fragten ihn die, die um ihn waren, samt den Zwölfen nach den Gleichnissen. Und er sprach zu ihnen: Euch ist das Geheimnis des Reiches Gottes gegeben, jenen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil, "damit sie sehend sehen und nicht wahrnehmen und hörend hören und nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben werde ".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er spricht zu ihnen: Begreift ihr dieses Gleichnis nicht? Und wie wollt ihr all die Gleichnisse verstehen? Der Sämann sät das Wort. Die an dem Weg aber sind die, bei denen das Wort gesät wird und, wenn sie es hören, sogleich der Satan kommt und das Wort wegnimmt, das in sie hineingesät worden ist. Und ebenso sind die, die auf das Steinige gesät werden, die, wenn sie das Wort hören, es sogleich mit Freuden aufnehmen, und sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind Menschen des Augenblicks; wenn nachher Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen entsteht, ärgern sie sich sogleich. Und andere sind die unter die Dornen Gesäten, es sind die, die das Wort gehört haben, und die Sorgen der Zeit und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt keine Frucht. Und die auf die gute Erde Gesäten sind jene, die das Wort hören und aufnehmen und Frucht bringen: eines dreißig- und eines sechzig- und eines hundertfach.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 4, 1 -20)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle wird die erste große Rede von Jesus aufgezeichnet und wiedergegeben. Man darf jetzt also fragen: wenn Jesus eine Botschaft - Nureddin würde sagen eine &lt;em&gt;Sunna &lt;/em&gt;- hat, wie lautet sie dann? Die Antwort ist verstörend: Jesus erklärt, daß man seine Botschaft nicht verstehen wird, jedenfalls gilt das für die Masse des Volkes. Er ist nicht gekommen, um die Leute aufzuklären, er redet im Gegenteil wie zu Taubstummen und redet mit dem Ziel, &lt;em&gt;damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen vergeben werde&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Zielrichtung wäre ganz und gar gegen jede Vorstellung, wenn sie nicht ein allen Juden bekanntes Zitat enthielte. Jesus gibt hier die Worte wieder, die bei der Berufung eines der berühmtesten Propheten der Bibel, Jesaja, gesprochen werden. Auch Jesaja wird von Gott zu den Menschen als einem blinden und tauben Volk geschickt und darf nicht damit rechnen, verstanden zu werden. Die Szene wird im berühmten sechsten Jesaja-Kapitel geschildert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach meinem Eindruck muß aber auch einem Moslem das Problem bekannt vorkommen, von dem Jesus hier redet. Auch im Koran geht es immer wieder um die Hartherzigkeit der Zuhörer, die das Wort aller Propheten zu allen Zeiten nicht annehmen wollen. Es gibt im Koran Passagen, in denen Mohammed fast verzweifelt wirkt und von Gott getröstet werden muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Prophet Jesaja fragt übrigens, wie lange dieser Zustand anhalten wird, in welchem die Menschen den Boten Gottes nicht verstehen. Er bekommt eine düstere Antwort, die mit den Worten beginnt: &lt;em&gt;Bis die Städte verwüstet sind...&lt;/em&gt; (Jesaja 6, 11)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die christliche Antwort fällt sehr viel positiver aus, wird aber eigentlich erst später, in den ersten Tagen der Jungen Gemeinde in Jerusalem gegeben. In dem Moment nämlich, an dem die Gemeinde in die Öffentlichkeit tritt, fällt mit einem Schlag der Nebel, der bisher den Zugang zur göttlichen Botschaft verhangen hat. Es geschieht das sogenannte &lt;em&gt;Pfingstwunder&lt;/em&gt;, ein Sprachenwunder, in welchem Menschen in der Predigt des Petrus sogar das hören und verstehen können, was nicht einmal in ihrer Sprache gesagt worden ist. Viele ausländische Gäste hören der Predigt in Jerusalem zu, und es ist gerade so, als ob jedem Menschen ein eigener Übersetzer eingepflanzt worden wäre. Alle verstehen alles, und sie lassen es auch sogleich zu, daß sich ihr Leben verändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg, und es kostet Jesus buchstäblich das Leben, daß er die Sprachlosigkeit zwischen Gott und den Menschen aufheben kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für uns heutige, wie nach dem Pfingstwunder leben und also Jesus verstehen können, enthält der Abschnitt ein wunderbares Bild von der Aufnahmefähigkeit des menschlichen Herzens für, wie man heute sagen würde, &lt;em&gt;spirituelle&lt;/em&gt; Dinge. Immer wieder erkennt man sich selbst in dieser Rede wieder, wie man von einem göttlichen Gedanken inspiriert diesem aber dauerhaft keine Wurzelnahrung geben kann oder zusehen muß, wie die Dornen und Disteln des Alltags schneller wachsen als die Frucht dieses Gedankens. Sehr deutlich wird auch, daß es Jesus um die &lt;em&gt;Frucht&lt;/em&gt; eines frommen Lebens geht. Wie kaum jemand vor ihm hat Jesus die Gabe, echte und falsche Frömmigkeit in einem Menschen zu unterscheiden, eben an der praktischen Frucht seines Denkens. Davon werden wir im Folgenden noch mehr lesen.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-9063613983341541351?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/9063613983341541351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/die-erste-rede.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/9063613983341541351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/9063613983341541351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/die-erste-rede.html' title='Die erste Rede'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-3768114816406771479</id><published>2010-03-19T18:15:00.000+01:00</published><updated>2010-03-19T18:20:53.467+01:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Jünger, Dämonen"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Jesus (Friede sei mit ihm) ruft nur zwölf Leute aus der Menge heraus. Das ist eine relativ kleine Zahl, wenn man die vielen Interessierten bedenkt. Aber Jesus (FSMI) bestimmt eben nur diese zwölf. Warum? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meiner Meinung nach, sieht er bei diesen zwölf etwas anderes als bei den vielen Schaulustigen und Interessierten. Ich wünschte mir, wir würden über diese glänzenden Gläubigen mehr wissen. Diese glücklichen zwölf erweisen sich anscheinend als echte Gläubige, deren Glauben nicht nur in einem frommen Bekenntnis mündet oder in einem verklemmtem Dogmatismus gefesselt ist. Sie sind bereit, den Glauben nicht nur in das Zentrum ihres Lebens zu stellen, sondern dafür auch alles Erdenkliche in Kauf zu nehmen. Das unterscheidet sie von der Menge und macht sie eben für Jesus (FSMI) zu seinen Jüngern, denen er die prophetische Aufgabe nach ihm anvertraut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses ist natürlich eine Ehre für sie, aber auch eine Herausforderung, der man nur mit einem absoluten Gehorsam gerecht werden kann. Diese Herausforderung und diese Ehre der zwölf Jünger sollte dem zeitgenössichen Gläubigen den Weg zeigen. Über die zwölf erfährt man aber leider wenig, die vier Bibelverfasser Markus, Mathäus, Lukas und Johannes gehören nicht zu diesen zwölf Aposteln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der feste Glauben, der die zwölf auszeichnet und den wir uns als Beispiel nehmen, ist ein kostbares Gut und muss immer beschützt und gepflegt werden, wie ein Juwel. Beschützt durch das Achten der Verbote Gottes und gepflegt durch die Praxis der Gebete. Im Ergebnis liegt das ewige Glück, hier und im Jenseits. Wer diese Regel achtet, wird selbst zu einem Beispiel für seine Umgebung und verhilft anderen ebenfalls zum Glück. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Achtet man nicht auf diese Regel, kann einem dieser Glauben von Gott wieder genommen werden. Weder die Volkszugehörigkeit noch die Nähe zu Jesus (FSMI) gibt einem das Anrecht, auf Lebenszeit diesen festen Glauben zu behalten. Jeder muss sein ganzes Leben lang darum kämpfen. Man sieht es unter anderem bei Judas Iskariot, der Jesus (FSMI), die anderen Gläubigen, Gott und eigentlich auch sich selber verraten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt für uns Menschen im Leben nichts wichtigeres als den Glauben. Er ist ein Geschenk Gottes und eine Antwort Gottes auf den Wunsch seines Geschöpfes. Der feste, reine Glaube ist die Kernaussage aller Botschaften Gottes an die Menschheit. Diese Kernaussage der Botschaft Jesu (FSMI) ist mit der Religion nach ihm, dem Islam, und mit denen vor ihm gleich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufforderung ist immer "Denke nach, sieh die Zusammenhänge und das Gleichgewicht überall und überlege, wer sie gemacht hat und verwaltet. Also erkenne den Schöpfer, der auch Dich erschaffen hat, und höre, was er von dir will. Also liebe ihn, sei ihm ein ergebener Diener und diene ihm soviel du kannst Sei dankbar dafür und lebe nach seinen Regeln. Darin liegt die eigentliche Freiheit und das unendliche Glück." &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wissen, Gott ist gnädig, und ich bin optimistisch in Bezug auf sein Urteil über uns Menschen. Jedoch sollte uns genau dieses milde Urteil aufgrund seiner einmaligen Gnade dazu motivieren, mehr aus unserer Chance zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die manchmal üble Behandlung, die Jesus (FSMI) von Menschen erfuhr, die ihm eigentlich am nächsten stehen müssten, ist eindrucksvoll. Dieses Schicksal teilen alle Propheten. Jeder Prophet, der seinen Auftrag verkündete und damit für Veränderung sorgte, stiess auf Unverständnis und Ablehnung, bis hin zur Anfeindung von seinen Nächsten. Blutsverwandschaft oder Volkszugehörigkeit ist eine begrenztere, weltliche Nähe. Sie ist weniger als eine Verbundenheit durch den Glauben, der mehr ist, weil unendlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Nähe zu Tempeln, Klöstern und heiligen Schriften können dem Menschen zum Verhängnis werden, wenn er sich einseitig, dogmatisch auf vorgefasste Meinungen versteift und im Gewand dieser Heiligkeiten seine eigenen Interessen verfolgt und damit die Religion missbraucht. Diese erbärmliche Haltung der Gelehrten gegenüber Jesus (FSMI) ist symptomatisch für viele vor seiner Zeit, und auch in unserer Zeit finden wir sie bei Würdenträgern, die ihre Ämter und die ihnen anvertrauten Menschen missbrauchen und betrügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Juden warteten auf den Messias (FSMI), und als er endlich kam, haben sie ihn nicht erkannt, sondern sogar angefeindet. Das Amt und das Ansehen der Schriftgelehrten waren ihnen wichtiger geworden als Gott, und sie missbrauchten die Thora als ein Strafgesetzbuch gegenüber den Menschen. Sie sahen in der Person Jesu (FSMI) eine Gefahr für ihre Macht und bekämpften ihn, zusammen mit den polytheistischen Römern. Das ist eine merkwürdige Allianz, aber logisch, wenn man sich ihre Ziele vor Augen führt.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-3768114816406771479?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/3768114816406771479/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/nureddin-zu-junger-damonen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3768114816406771479'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3768114816406771479'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/nureddin-zu-junger-damonen.html' title='Nureddin zu &quot;Jünger, Dämonen&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-1690806766172932773</id><published>2010-03-15T18:45:00.001+01:00</published><updated>2010-03-15T18:55:56.438+01:00</updated><title type='text'>Jünger, Dämonen und eine fundamentale Kritik</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und er steigt auf den Berg und ruft zu sich, die er wollte. Und sie kamen zu ihm; und er berief zwölf, damit sie bei ihm seien und damit er sie aussende, zu predigen und Vollmacht zu haben, die Dämonen auszutreiben. Und er berief die Zwölf, und er gab dem Simon den Beinamen Petrus; und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und er gab ihnen den Beinamen Boanerges, das ist Söhne des Donners; und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Thaddäus und Simon, den Kananäer, und Judas Iskariot, der ihn auch überlieferte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er kommt in ein Haus. Und wieder kommt die Volksmenge zusammen, so daß sie nicht einmal Brot essen konnten. Und als seine Angehörigen es hörten, gingen sie los, um ihn zu greifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er hat den Beelzebul, und: Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus. Und er rief sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann Satan den Satan austreiben? Und wenn ein Reich mit sich selbst entzweit ist, kann dieses Reich nicht bestehen. Und wenn ein Haus mit sich selbst entzweit ist, wird dieses Haus nicht bestehen können. Und wenn der Satan gegen sich selbst aufgestanden und mit sich entzweit ist, kann er nicht bestehen, sondern er hat ein Ende. Niemand aber kann in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht vorher den Starken gebunden hat, und dann wird er sein Haus berauben. Wahrlich, ich sage euch: Alle Sünden werden den Söhnen der Menschen vergeben werden und die Lästerungen, mit denen sie auch lästern mögen; wer aber gegen den Heiligen Geist lästern wird, hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig; - weil sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es kommen seine Mutter und seine Brüder; und sie standen draußen, sandten zu ihm und riefen ihn. Und eine Volksmenge saß um ihn her; sie sagten aber zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen suchen dich. Und er antwortete ihnen und spricht: Wer sind meine Mutter und meine Brüder? Und er blickte umher auf die um ihn im Kreise Sitzenden und spricht: Siehe, meine Mutter und meine Brüder! Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 3, 13 – 35)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier ist nun also die bereits angekündigte Stelle, in der alle zwölf Jünger namentlich vorgestellt werden. Zu den beiden bereits im ersten Kapitel genannten und auch später meist prominent erwähnten Brüderpaaren Simon (Petrus) und Andreas sowie Johannes und Jakobus kommen acht weitere Jünger hinzu, von denen die meisten im weiteren Verlauf nicht wieder erwähnt werden. Der ebenfalls im ersten Kapitel erwähnte Zöllner Levi wird nicht unter die Zwölf gerechnet, er ist einer von den Nachfolgern, die nur zu einem erweiterten Kreis gehören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter den Jüngern kommen zwei Namen doppelt vor: Simon und Jakobus, sie werden im Folgenden durch einen Namenszusatz (Simon Petrus und Simon der Kananäer) oder den Vatersnamen (Jakobus, Sohn des Zebedäus, Jakobus, Sohn des Alphäus) unterschieden. Daß hier der Name Alphäus sowohl für den zweiten Jakobus als auch für den Zöllner Levi als Vater genannt wird, betrachten die meisten Ausleger als eine zufällige Namensgleichheit zweier unterschiedlicher Personen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann aus dem Grad der Angleichung dieser Vornamen an griechische Formen ein wenig über das Leben in der damaligen Weltkultur erahnen - aus Jakob ist Jakobus geworden, aus Matthija Matthäus. Andreas und Philippus haben sogar Namen ganz ohne jüdische Wurzeln. Schon in diesen Namen deutet sich an, was wenig später selbstverständlich wird: die Botschaft von Jesus wird in Griechisch um die Welt gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beherrschung der Dämonen bringt Jesus sicherlich einiges Ansehen ein, er erscheint als ein Mensch mit übernatürlichen Fähigkeiten. Aber gerade in diesem Punkt beschuldigen die von Jerusalem gekommenen Autoritäten ihn offen, mit Tricks zu arbeiten, indem er eigene dämonische Kräfte gegen die Dämonen einsetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Möglicherweise kannten sich diese Autoritäten gut mit Dämonen aus. Irgendwo habe ich gelesen, daß sich die römischen Feldherren bei ihren verschiedentlichen Zügen durch Israel Menschen vorführen ließen, die von Dämonen besessen waren. Sie ließen sich dann von den Priestern zeigen, wie diese Dämonen ausgetrieben wurden. Offenbar gab es im Volk ein altes Wissen, aber eben auch ein Wissen um Manipulationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gleichzeitig auch die Verwandten von Jesus offene Zweifel an seiner Sendung äußern, nimmt Jesus jetzt sehr ausführlich zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung. Der Kern seiner Argumentation ist ein Hinweis auf seine göttliche Sendung: er ist in das &lt;em&gt;Haus des Starken&lt;/em&gt;, des Obersten der Dämonen, eingedrungen und hat ihm eine grundlegende Niederlage zugefügt. Hier zeigt sich sein auch später immer wieder erhobener Anspruch, einen grundsätzlichen Herrschaftswechsel herbeiführen zu wollen. Mit ihm kommt die &lt;em&gt;basileia to theou&lt;/em&gt;, wie es im griechischen heißt, die &lt;em&gt;Königsherrschaft Gottes&lt;/em&gt; (&lt;em&gt;basileus &lt;/em&gt;= König, &lt;em&gt;theos &lt;/em&gt;= Gott), oder wie meist übersetzt wird das &lt;em&gt;Reich Gottes,&lt;/em&gt; über das Jesus noch in vielfältiger Weise reden wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der Rede über seine Mutter und seine Brüder zeigt sich ein Teil der öffentlichen Verkündigung von Jesus, den seine Zuhörer später als eine &lt;em&gt;harte Rede&lt;/em&gt; bezeichnen werden und sich deshalb teilweise von ihm abwenden. An solchen Stellen wird deutlich, daß ein christliches Bild vom &lt;em&gt;lieben Jesus&lt;/em&gt; nicht der ganzen Wirklichkeit seines Auftretens gerecht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind am Ende des dritten von insgesamt 16 Kapiteln angelangt und haben immer noch keine seiner großen, an das ganze Volk gerichteten Reden gehört. Das wird sich aber mit dem nun folgenden vierten Kapitel ändern.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-1690806766172932773?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/1690806766172932773/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/junger-damonen-und-eine-fundamentale.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1690806766172932773'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1690806766172932773'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/junger-damonen-und-eine-fundamentale.html' title='Jünger, Dämonen und eine fundamentale Kritik'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8269302382321575483</id><published>2010-03-10T20:00:00.001+01:00</published><updated>2010-03-10T20:12:58.720+01:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Sabbat"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe im Bruch des Sabbats auch einen Rechtsanspruch Jesu (Friede sei mit ihm). Es erscheint mir, daß er damit auf seinen Auftrag als der Gründer einer neuen Religion aufmerksam macht. Er beendet eine Zeit der alten Schule und eröffnet eine neue. Er rechtfertigt seine Tat damit, daß er an den Propheten David (FSMI) erinnert, der es genauso tat und den Sabbat brach. Als Muslim sehe ich durch diesen Vergleich wieder einmal Jesus (FSMI) als einen Propheten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schön ist die Botschaft, daß Gott weder einen Sabbat noch unsere Gebete braucht. Wir Menschen brauchen sie, und wenn Gott eine neue Form der Religion für uns bestimmt, so müssen wir uns dementsprechend verändern. Die Regel Gottes werden für uns gemacht, und wenn er es will, werden sie verändert und wir haben Folge zu leisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So simpel diese Formel auch klingt, so tückisch ist sie für uns einfache Menschen. Wir Menschen verhalten uns gerne als kleine Götter, indem wir uns z.B. dogmatisch auf Formeln versteifen und den tiefen Sinn oft vernachlässigen. Wir missbrauchen die Macht der Ämter, die wir uns selber geben. Wir sehen die Macht oder unseren Reichtum oder unser Wissen nicht als Gottes Geschenk und als große Verantwortung an, sondern oft nur als Mittel, um uns zu rechtfertigen und unsere Position zu verteidigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oft geschieht das gegen den Willen Gottes. Wir einfache Menschen sind nicht flexibel für Veränderungen, Propheten sind es dagegen schon. Propheten zeigen uns den rechten Weg. Wir haben sie anzuerkennen und ihnen zu folgen. Das geht aber nur, wenn wir die Scheuklappen abnehmen und unser Ego als unseren großen Feind erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Pharisäer der damaligen Zeit stören sich natürlich an dem allen, weil sie sich wie die Wächter der Moral verhalten. Ihr Ansehen ist gefährdet, ihr Geschäft mit der Religion auch. Das ist Grund genug für sie, Jesus (FSMI) ermorden zu wollen. Leider gibt es diese Pharisäer immer wieder, auch in unserer Zeit, und sie richten sich gegen jeden, der eine schwere prophetische Aufgabe annimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Besonderheiten Jesu (FSMI) zählt seine Gabe, medizinische Wunder zu vollbringen. Alle Propheten haben Wunder vollbracht, sie dienen als Zeichen ihres Auftrages. Da jede Zeit von einer besonderen Entwicklung geprägt ist, zielten die Wunder der Propheten auch meist auf die besondere Auffälligkeit der Zeit ab. In der Zeit Mose (FSMI) war die Zauberei sehr auffällig, so daß sich seine Wunder z.B. mit seinem Stock, der sich in eine Schlange verwandelte, eher um dieses Thema abspielten. Bei Mohammed (FSMI) war es die Literatur, so daß der Koran als das grösste Wunder Mohammeds (FSMI) betrachtet wird. Bei Jesus (FSMI) war es damals die Medizin, die sehr die Aufmerksamkeit der Menschen erweckte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb versammelten sich die vielen Menschen um Jesus (FSMI). So wie ein Magnet eine Wirkung auf Metallpulver entfaltet, entfaltete die Heilwirkung Jesu (FSMI) bei den Menschen eine ähnliche Anziehungskraft. Aber den Propheten geht es nicht um Wunder sondern um die Botschaft, die sie so unter die Leute bringen konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Ersatz für den Sabbat haben wir Muslime den Freitag als Ruhetag. Er ist bei uns viel lockerer als der Sabbat bei den Juden. Es gibt unser Freitagsgebet und die Freizeit mit der Familie und mit dem Freundeskreis. Doch auch am Freitag soll man etwas tun, vielleicht etwas Soziales, etwas Gutes. Damit dient man Gott auf eine ganz besondere Weise.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8269302382321575483?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8269302382321575483/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/nureddin-zu-sabbat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8269302382321575483'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8269302382321575483'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/nureddin-zu-sabbat.html' title='Nureddin zu &quot;Sabbat&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8749953132347588123</id><published>2010-03-07T20:00:00.004+01:00</published><updated>2010-03-07T20:13:40.669+01:00</updated><title type='text'>Sabbat</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und es geschah, daß er am Sabbat durch die Saaten ging; und seine Jünger fingen an, im Gehen die Ähren abzupflücken. Und die Pharisäer sagten zu ihm: Sieh, was tun sie am Sabbat, das nicht erlaubt ist? Und er spricht zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel hatte und als ihn und die, die bei ihm waren, hungerte? Wie er in das Haus Gottes ging zur Zeit Abjatars, des Hohenpriesters, und die Schaubrote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch denen gab, die bei ihm waren? Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen; somit ist der Sohn des Menschen Herr auch des Sabbats.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er ging wieder in die Synagoge; und es war dort ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. Und sie lauerten auf ihn, ob er ihn am Sabbat heilen würde, damit sie ihn anklagen könnten. Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh auf und tritt in die Mitte! Und er spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Böses zu tun, das Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen. Und er blickte auf sie umher mit Zorn, betrübt über die Verhärtung ihres Herzens, und spricht zu dem Menschen: Strecke die Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wiederhergestellt. Und die Pharisäer gingen hinaus und hielten mit den Herodianern sofort Rat gegen ihn, wie sie ihn umbringen könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Jesus entwich mit seinen Jüngern an den See; und es folgte eine große Menge von Galiläa und von Judäa und von Jerusalem und von Idumäa und von jenseits des Jordan und von der Gegend rings um Tyrus und Sidon, eine große Menge; da sie hörten, wieviel er tat, kamen sie zu ihm. Und er sagte seinen Jüngern, daß ihm wegen der Volksmenge ein Boot bereitgehalten werden sollte, damit sie ihn nicht drängten. Denn er heilte viele, so daß alle, die Leiden hatten, sich auf ihn stürzten, um ihn anzurühren. Und wenn die unreinen Geister ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien und sprachen: Du bist der Sohn Gottes. Und er bedrohte sie sehr, daß sie ihn nicht offenbar machten.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 2,22 - 3,12)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch bei diesem Abschnitt frage ich mich, ob ein Moslem vielleicht etwas Neues daraus lesen kann. Zunächst – er wird (ganz ähnlich wie ein Christ) die Aufregung der jüdischen Autoritäten bezüglich des Sabbats nicht verstehen. Im Islam ist der Sabbat ersetzt durch die ständige Ruhe, die der Moslem an jedem Tag der Woche in seinen regelmäßigen fünf Gebeten findet. Im Christentum ist der Ruhetag zwar noch vorhanden, er wird aber im Vergleich mit dem jüdischen Sabbat weniger streng gehandhabt und ist außerdem um einen Tag verschoben – vom letzten Tag der Woche, nach jüdischer Vorstellung, auf den ersten, den Tag der Auferstehung von Jesus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann man über Fragen des Sabbats so streiten, daß am Ende Mordgedanken entstehen, wie wir es oben von den Pharisäern* lesen? Man kann es offenbar, allerdings nur wenn man den jüdischen Sabbat ganz ernst nimmt und zu einem zentralen Gedanken des Glaubens macht. Das ist durchaus denkbar, denn im Sabbat kommt ja nicht nur alles zur Ruhe, es kommt in in einem tiefen Sinn auch alles zu sich selbst und zum Frieden. Die Familie sammelt sich, die Bewegung von Ort zu Ort hört aufgrund des strengen Reiseverbots auf, das Gottesvolk kann in Ruhe zu sich selbst kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Ausleger** sehen den Kern der Aufregung über die Sabbatverletzungen durch Jesus genau in diesem Punkt: wer zu Jesus kommt, erlebt einen neuen, vollkommen veränderten Sabbat. Bei Jesus ist der Sabbat mehr als nur die Versammlung der jüdischen Glaubensgenossen am wöchentlichen Feiertag. Bei Jesus ist man unmittelbar beim „Herrn des Sabbats“, wie er von sich selbst sagt. Das Leben in seiner Nähe ist ein Sabbat in höherer Form.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies kann nicht ohne Folgen für das Verhältnis zwischen Jesus und seinen jüdischen Volksgenossen bleiben. Er löst mit dem auf ihn zentrierten Sabbat den Zusammenhalt des Volkes auf. Er begründet einen vollkommen neuen Zusammenhalt, und zwar im Kreis der ihm folgenden Menschen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im weiteren Verlauf von Kapitel 3 macht er das am Beispiel seiner Familie deutlich, die er mit recht schroffen Worten zurückweist und die er durch die Menge der ihm zuhörender und zustimmenden Menschen ersetzt - die sind seine neue Familie. Sie sind der Kern des neuen Volkes Gottes und für sie ist immer Sabbat, wenn sie bei Jesus sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende unseres Abschnittes sind es erneut die Dämonen, die von Jesus als dem Sohn Gottes sprechen. Das sollte man allerdings nicht so verstehen, daß diese Aussage sozusagen von zweitklassigen Zeugen getroffen wird. Im Gegenteil – die Botschaft von Jesus (und auch schon von Johannes) ist eng mit dem Gedanken verbunden, daß ein neues Reich Gottes vor seiner Ankunft steht. Es wird seine Macht gegen die Mächte der Finsternis wenden, und die Finsternis sieht es deutlich kommen - und fürchtet sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ortsbezeichnungen weisen auf einen regen Zulauf zu Jesus hin - es sind Menschen aus dem heutigen Jordanien dabei ebenso wie Menschen aus Phönizien (Tyrus und Sidon am Mittelmeer, heute im Libanon) und aus dem damals nicht mehr rein jüdischen Südreich zum Golf von Akaba hin (Idumäa). Jesus wird über die Grenzen seines Landes bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*die Pharisäer waren angesehene Fromme der Jesuszeit, die sich durch strenge Einhaltung der alttestamentlichen Regeln hervortaten; über die hier ebenfalls erwähnten Herodianer sind sich die Ausleger nicht einig, möglicherweise sind es einflußreiche Hofbeamte des in Galiläa damals regierenden Königs Herodes Antipas, der in Kapitel 6 erwähnt wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;**besonders schön und eindrücklich: der Papst in seinem Jesusbuch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8749953132347588123?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8749953132347588123/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/sabbat.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8749953132347588123'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8749953132347588123'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/sabbat.html' title='Sabbat'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4389247565065953709</id><published>2010-03-02T18:00:00.001+01:00</published><updated>2010-03-02T18:10:12.938+01:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Sündenvergebung"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Das Markusevangelium auf diese Weise mit einem christlichen Freund zu lesen und andere daran teil haben zu lassen, ist für mich eine Ehre. Gleichzeitig ist es eine große Herausforderung und Verantwortung. Die Verantwortung besteht darin, auf der eine Seite der muslimischen Interpretation treu zu bleiben und gleichzeitig die christlichen Herzen nicht zu sehr in Bedrängnis zu bringen. Das ist ein Spagat, der mich herausfordert, dem ich mich aber gerne stelle. Wie kann ich die Aussage des Islams mit der Aussage des Christentums kompatibel und akzeptabel herüberbringen, damit ein Grundvertrauen entsteht, ohne die Gefühle der Gläubigen beiderseits zu sehr anzustrengen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Wunsch ist es nicht, einen Wettbewerb der Religionen anzufachen oder gar den christlichen Glauben zu verunglimpfen. Mein Wunsch ist es, zum Nachdenken anzuregen und einen Weg zu finden, auf dem sich Christen und Muslime einig werden können. Für mich erscheint dieser Weg der Weg zu sein, sich auf die Einheit Gottes zu einigen (in dem Sinn, daß er &lt;em&gt;nur &lt;/em&gt;Einer ist), denn beide, Christentum und Islam sind ja monotheistische Religionen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Muslime glauben, daß die großen Propheten jeweils einen Nachfolger angekündigt haben und daß dazu einige deutliche Hinweise in den heiligen Schriften stehen. So glauben wir, daß die Juden den Erlöser erwarteten, aber daß sie dann, als Jesus (Friede sei mit ihm) kam, ihn leider nicht anerkannten. Wir glauben, daß auf die gleiche Weise auch Muhammed (FSMI) vorher angekündigt aber bei seinem Erscheinen nicht anerkannt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil die jüdischen Schriftgelehrten Jesus (FSMI), als eine Bedrohung für ihre Religion angesehen haben, bildeten sie mit den herrschenden polytheistischen Römern eine Allianz gegen Jesus (FSMI) und gegen das Christentum. Die Schriftgelehrten glaubten, daß sie nur auf diese Weise weiterhin Priester im Tempel und damit angesehen bei dem Volk bleiben konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die These, daß die jüdischen Autoritäten einzig und allein nur etwas an der Gottheit von Jesus auszusetzen hatten, finde ich nicht ganz gelungen. Die Autoritäten haben an jeder Form von Risiko etwas auszusetzen, das ihre Position bedroht. Eine wachsende, unkontrollierbare Christengemeinde unter der Führung von Jesus (FSMI), war für die damaligen Autoritäten eine Bedrohung. Diese Lehre forderte die alte Lehre der Juden heraus und selbstverständlich auch die polytheistische Lehre der Römer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Bibelstelle wird deutlich, wie weit Menschen gehen können, wenn sie übertreiben. Die Schriftgelehrten, die als Fachleute unter den Gläubigen am besten wissen müssten, wie weit ein Mensch mit seinem Urteil gehen darf, begehen einen großen Fehler und urteilen über eine Sache, über die sie als Menschen (auch als Schriftgelehrte) nicht urteilen dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Folgende Frage ist interessant: Wie kommt es dazu, daß man sich selbst als ein Gelehrter so verhält? Die Gründe dafür muss man in der Natur des Menschen suchen. Die Menschen sind anfällig für Macht, Ruhm und Geld. Selbst die Nähe zu heiligen Stätten, heiligen Schriften etc. ist keine Garantie für Unfehlbarkeit. Im Gegenteil kann sie, wie in diesem Beispiel deutlich zu sehen ist, sogar zum Verhängnis werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei sind wir alle ja nur einfache Menschen, vor Gott gleich, es spielt dabei keine Rolle, ob wir Priester, Minister oder Bauern sind. Deshalb muss ein Gläubiger sich immer vor der Übertreibung hüten. Tue, was du zu tun hast und lass Gott sein Tun, das wäre richtig gewesen. Kein Priester, kein Schriftgelehrter, auch kein "Apostel" Markus soll übertreiben. Aber Markus übertreibt hier, wie die Schriftgelehrten, in dem er Jesus (FSMI) sprechen lässt, als wäre er Gott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir glauben, daß Jesus (FSMI) nie übertrieben hat und nie eine Behauptung über seine Gottheit geäussert hätte. Da hier diese Stelle aber davon spricht, muss es sich um eine der Stellen handeln, die verfälscht wurde. Wir wissen, daß die vier Evangelien von keinem echten Apostel niedergeschrieben worden sind, die Jesus(FSMI) gesehen und erlebt haben. Die ersten wurden ca. 40 - 100 Jahre nach ihm geschrieben. Schon allein die Existenz von vier Evangelien im neuen Testament, ausgewählt im Konzil von Nicea durch Schriftgelehrte, aus Hunderten von Evangelien (die restlichen wurden zu Apokryphen* erklärt) sagt alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Versetzt man sich nun einmal, in die Rolle der Schreiber und versucht die Geschichte von vor 40 Jahren zu schreiben, dann wird man feststellen, daß es sehr schwierig, wenn nicht unmöglich ist, alles fehlerfrei wiederzugeben. Hinzu kommt noch die bewusste Indoktrination der Römer und der schriftgelehrten Juden, um die Urbibel völlig aus dem Lot zu holen. Deshalb glauben wir, daß alle Bibelstellen, die von der Gottheit Jesu (FSMI) sprechen, nicht mehr dem Original entsprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*Der Begriff wurde im 2. Jahrhundert von christlichen Theologen geprägt und bedeutete, die ausgegrenzten Schriften, als Irrlehre oder Fälschung. Quelle Wikipedia: &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphen"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphen&lt;/a&gt; &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4389247565065953709?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4389247565065953709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/nureddin-zu-sundenvergebung.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4389247565065953709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4389247565065953709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/03/nureddin-zu-sundenvergebung.html' title='Nureddin zu &quot;Sündenvergebung&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-8659612723929099395</id><published>2010-03-01T21:00:00.002+01:00</published><updated>2010-03-01T21:29:52.435+01:00</updated><title type='text'>Sündenvergebung</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und nach einigen Tagen ging er wieder nach Kapernaum hinein, und es wurde bekannt, daß er im Hause sei. Und es versammelten sich viele, so daß sie keinen Platz mehr hatten, nicht einmal vor der Tür; und er sagte ihnen das Wort. Und sie kommen zu ihm und bringen einen Gelähmten, von vieren getragen. Und da sie ihn wegen der Volksmenge nicht zu ihm bringen konnten, deckten sie das Dach ab, wo er war; und als sie es aufgebrochen hatten, lassen sie das Bett hinab, auf dem der Gelähmte lag. Und als Jesus ihren Glauben sah, spricht er zu dem Gelähmten: Kind, deine Sünden sind vergeben. Es saßen dort aber einige von den Schriftgelehrten und überlegten in ihren Herzen: Was redet dieser so? Er lästert. Wer kann Sünden vergeben außer einem, Gott?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sogleich erkannte Jesus in seinem Geist, daß sie so bei sich überlegten, und spricht zu ihnen: Was überlegt ihr dies in euren Herzen? Was ist leichter? Zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Steh auf und nimm dein Bett auf und geh umher? Damit ihr aber wißt, daß der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben - spricht er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett auf und geh in dein Haus! Und er stand auf, nahm sogleich das Bett auf und ging vor allen hinaus, so daß alle außer sich gerieten und Gott verherrlichten und sagten: Niemals haben wir so etwas gesehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er ging wieder hinaus an den See, und die ganze Volksmenge kam zu ihm, und er lehrte sie. Und als er vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zollhaus sitzen. Und er spricht zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach. Und es geschieht, daß er in seinem Hause zu Tisch lag, und viele Zöllner und Sünder lagen mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch, denn es waren viele, und sie folgten ihm nach. Und als die Schriftgelehrten der Pharisäer ihn mit den Sündern und Zöllnern essen sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Mit den Zöllnern und Sündern ißt er? Und Jesus hörte es und spricht zu ihnen: Nicht die Starken brauchen einen Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten; und sie kommen und sagen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht? Und Jesus sprach zu ihnen: Können etwa die Hochzeitsgäste fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist? Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten. Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann, an jenem Tag, werden sie fasten. Niemand näht einen Flicken von neuem Tuch auf ein altes Gewand; sonst reißt das Eingesetzte von ihm ab, das neue vom alten, und ein schlimmerer Riß entsteht. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; sonst wird der Wein die Schläuche zerreißen, und der Wein und die Schläuche verderben; sondern neuen Wein füllt man in neue Schläuche.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 2, 1- 22)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dieser Geschichte kommen wir zum ersten Mal an eine Stelle, an der ein Moslem möglicherweise mehr versteht als ein Christ. Für den Christen ist die Geschichte sehr vertraut, zu vertraut, er hat sie vermutlich bereits im Kindergottesdienst gehört und sich dabei an den besonders spektakulären Umständen dieses Heilungswunders gefreut. Ein Dach wird abgedeckt, der Staub rieselt, und am Ende trägt ein geheilter Lahmer sein Bett nach Hause. Der Christ, der das alles kennt, hat natürlich sehr wohl verstanden, daß es Jesus um zweierlei geht, die Vergebung der Sünden &lt;em&gt;und&lt;/em&gt; die Heilung der Krankheit, aber in Erinnerung behalten hat er wohl meist nur die Heilung. Daß Jesus auch Sünden vergibt, das ist für einen Christen eine liebe und gewohnte Selbstverständlichkeit, auf die er an dieser Stelle wenig achtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für einen Moslem ist es dagegen eher ein Skandal. Ich habe mich mit Nureddin oft über die Barmherzigkeit Gottes unterhalten und von ihm gelernt, daß er ganz selbstverständlich ebenso wie ich an eine Vergebung der Sünden glaubt. Aber ebenso selbstverständlich ist es für ihn, daß diese Vergebung erst am jüngsten Tag erfolgen wird und daß sie nur von einer einzigen Instanz ausgesprochen werden kann: von Gott selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Anschauung ist deckungsgleich mit der Anschauung der Juden. Sie empfinden es damals wie heute als eine Lästerung, daß ein Mensch sich anmaßt, Sünden zu vergeben. Jesus weiß das, und er reagiert auf die Einwände der Umstehenden, indem er sogleich das Heilungswunder folgen läßt. Von nun an ist aber klar, was eine Heilung durch Jesus bedeuten soll: es wird darin etwas vorgezogen, was eigentlich erst in Jüngsten Gericht geschehen soll, nämlich die Vergebung der Sünden und die Befreiung von allen Lasten, auch von den krankmachenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte im ersten Kapitel versucht, die für einen Moslem anstößige Behauptung weniger schwerwiegend zu machen, Jesus sei ein von Gott gezeugter Mensch. Ich hatte gesagt, daß er lediglich adoptiert worden ist. Nun zeigt sich im zweiten Kapitel aber sogleich, daß der adoptierte Sohn Rechte für sich in Anspruch nimmt, die eigentlich nur seinem Vater zustehen. Dies kann ich im Gespräch mit Nureddin sicherlich nicht klein machen. Ich kann nur hoffen, daß er trotzdem weiterliest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann außerdem einen zweiten Punkt in unseren bisherigen Gesprächen vertiefen. Wir haben oft darüber geredet (und Nureddin hat in den ersten Kommentaren hier im Blog ja auch deutlich zu der Frage geschrieben), ob Jesus möglicherweise erst von seinen Nachfolgern, besonders von Paulus, zu dem gottähnlichen Wesen gemacht worden ist, das die Christen verehren und das die Moslems ablehnen, weil es ihrer Vorstellung eines reinen Monotheismus widerspricht. Von dieser Szene ausgehend, in der Jesus Sünden vergibt, muß man nun sagen, daß Jesus wesentliche Attribute seiner Ähnlichkeit mit Gott bereits zu seinen Lebzeiten beansprucht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies gilt natürlich nur, wenn der Bericht des Markus richtig ist. Für diese Annahme spricht allerdings, daß hier nach meinem Eindruck sehr deutlich der einzige Grund dargelegt wird, warum Jesus am Ende zum Tode verurteilt wird. Als wohltätiger Arzt und auch als zur Buße aufrufender Prediger wäre er nie mit dem jüdischen und römischen Autoritäten in Konflikt geraten. Als die Sünden vergebender Gottessohn ist er für beide Parteien unerträglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sehen also hier - mit Dank an die uns zur Verfügung gestellte muslimische Brille! - zum ersten Mal den Skandal, den das Auftreten von Jesus mit sich bringt. Dieser Skandal setzt sich, das sei noch kurz erwähnt, in den nun folgenden Geschichten fort, in denen Jesus die unter den Juden verhaßten Steuerpächter ("Zöllner") zu Jüngern macht und die strengen asketischen Vorschriften der anderen frommen Leute durchbricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstmals spricht Jesus hier von sich als vom &lt;em&gt;Sohn des Menschen. &lt;/em&gt;Für einen Moslem wird das sympathisch klingen, es betont die Menschlichkeit von Jesus. Für die ersten Christen wurde es eine ernste Aufgabe, in der Erinnerung an Jesus einen Ausgleich zu finden zwischen seinen menschlichen und seinen göttlichen Attributen. Gelöst wurde die Frage erst im Jahre 325 durch eine Kompromißformel, die beim Konzil von Nicäa gefunden wurde, dem heutigen Iznik in der Türkei. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-8659612723929099395?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/8659612723929099395/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/sundenvergebung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8659612723929099395'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/8659612723929099395'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/sundenvergebung.html' title='Sündenvergebung'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-2296707305705947666</id><published>2010-02-24T22:00:00.001+01:00</published><updated>2010-02-24T22:22:45.118+01:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Heilungen und ungewollte Bekanntheit"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Als Prophet hatte Jesus (Friede sie mit ihm) Heilungskräfte als Zeichen Gottes. Diese übernatürlichen Phänomene sind Wunder und ein Beweis der Prophetenschaft von Jesus (FSMI). Auch andere Propheten haben durch Gottes Hilfe Wunder vollbracht, um die Menschen zum Glauben zu bringen. Sie haben jedoch immer ihre Botschaft in den Vordergrund gestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie so oft, haben manche Zuschauer übertrieben, indem sie sich nur an diesen Wundern orientierten. Andere wiederrum haben untertrieben, indem sie das alles für Zauberei erklärten. Beide Verhalten entsprechen nicht dem Willen Gottes und deshalb auch nicht dem Willen der Propheten. Weder ist derjenige, der ein Wunder vollbringt Gott, noch ist er ein Zauberer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide Verhaltensmuster seiner Zuschauer müssen Jesus (FSMI) sehr weh getan haben. Nämlich, dass manche seine Wunder in den Vordergrund gestellt hat, statt seine prophetische Botschaft, und andere ihn als Zauberer oder Spalter missverstanden und deshalb angefeindet haben. Das zeigt sein Verhalten, hier in dieser Bibelstelle deutlich beschrieben, sich in die Zweisamkeit mit Gott zu begeben und Zuflucht nur bei Gott zu suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime verehren Jesus (FSMI) als Propheten, nicht als Gott oder Gottes Sohn, und laden die christlichen Gläubigen ein, der Lehre der Urbibel zu folgen, nicht der des Paulus. Die Urbibel stimmt mit dem Koran überein und existierte bei den zwölf Jüngern und bei Jesus (FSMI) selbst. Sie predigten damit und fanden große Anerkennung beim Volk und Haß bei den selbstgefälligen jüdischen Tempelleuten, ebenso bei den polytheistischen Römern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider erfährt man in der gültigen christlichen Lehre nur viel zu wenig über die Jünger, sondern viel mehr über die Personen, die nicht Zeitzeugen waren und deshalb nicht alles richtig wiedergeben könnten. Man findet sogar manche Glaubensmuster der Polytheisten in der jetzigen christlichen Lehre, wie die Trinität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie zeugt von einer gravierenden Wende im Glauben von der Urbibel und damit auf eine Manipulation der Lehre des Jesus (FSMI) und damit Gottes. Die Jünger Jesu (FSMI) sind als Zeitzeugen wichtigere Personen, als alle, die das neue Testament geschrieben haben. Denn keiner von ihnen ist ein Jünger Jesu (FSMI), noch ist er ein Zeitzeuge, insbesondere nicht Paulus, der eine zeitlang sogar selbst bei der Christenverfolgung mithalf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir glauben, daß nicht nur Jesus (FSMI) leiden musste, sondern dasss auch seine Jünger verfolgt und mit dem Ziel ermordet wurden, einen Kahlschlag im Urchristentum zu erreichen und einen neuen Boden für eine zu der damaligen Politik der Römer passenden Lehre zu finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI) ist für Muslime ein grosser Gesandter Gottes und die Liebe zu ihm ist ein wesentlicher Teil ihres Glaubens. Man muss Jesus (FSMI) und andere Gesandte Gottes ehren und lieben, um ein Muslim zu sein. Im Abendland habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Liebe zu Jesus (FSMI) größer war, als bei manchen "Kulturchristen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da auch die Existenz von "Kulturmuslimen" unbestreitbar ist, bei denen Muhammed (FSMI) ebensowenig Platz in ihrem Leben hat, folgere ich, dass umgekehrt uns Gläubige vieles verbindet, darunter sicher auch eine gemeinsame Aufgabe, eine prophetische Aufgabe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mich motiviert diese religionenübergreifende Aufgabe, nämlich mit meiner Kerze, die Kerzen anderer Menschen anzuzünden. Das ist eine natürliche Reaktion meiner Nächstenliebe, die aus meinem Glauben resultiert und die jeden Gläubigen auszeichnen sollte. Meine eigene Kerze wird davon nicht weniger, im Gegenteil.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-2296707305705947666?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/2296707305705947666/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/nureddin-zu-drei-heilungen-ungewollte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2296707305705947666'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2296707305705947666'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/nureddin-zu-drei-heilungen-ungewollte.html' title='Nureddin zu &quot;Heilungen und ungewollte Bekanntheit&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-3198226540339412070</id><published>2010-02-22T17:45:00.006+01:00</published><updated>2010-06-19T12:47:50.692+02:00</updated><title type='text'>Heilungen und ungewollte Bekanntheit</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und sobald sie aus der Synagoge hinausgingen, kamen sie mit Jakobus und Johannes in das Haus Simons und Andreas'. Die Schwiegermutter Simons aber lag fieberkrank danieder; und sofort sagen sie ihm von ihr. Und er trat hinzu, ergriff ihre Hand und richtete sie auf; und das Fieber verließ sie, und sie diente ihnen. Als es aber Abend geworden war und die Sonne unterging, brachten sie alle Leidenden und Besessenen zu ihm; und die ganze Stadt war an der Tür versammelt. Und er heilte viele an mancherlei Krankheiten Leidende, und er trieb viele Dämonen aus und ließ die Dämonen nicht reden, weil sie ihn kannten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und frühmorgens, als es noch sehr dunkel war, stand er auf und ging hinaus und ging fort an einen einsamen Ort und betete dort. Und Simon und die, die mit ihm waren, eilten ihm nach; und sie fanden ihn und sagen zu ihm: Alle suchen dich. Und er spricht zu ihnen: Laßt uns anderswohin in die benachbarten Marktflecken gehen, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich ausgegangen. Und er ging und predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Dämonen aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es kommt ein Aussätziger zu ihm, bittet ihn und kniet nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen. Und er war innerlich bewegt und streckte seine Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will. Sei gereinigt! Und sogleich wich der Aussatz von ihm, und er war gereinigt. Und er bedrohte ihn und schickte ihn sogleich fort und spricht zu ihm: Sieh zu, sage niemand etwas! Sondern geh hin, zeige dich dem Priester, und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis! Der aber ging weg und fing an, die Sache eifrig zu verkünden und auszubreiten, so daß er nicht mehr öffentlich in eine Stadt gehen konnte; sondern er war draußen an einsamen Orten, und sie kamen von allen Seiten zu ihm.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 1,29 – 45)&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich lade Nureddin und alle anderen Leser an dieser Stelle einmal besonders ein, diesen Abschnitt und auch die folgenden wie eine ganz normale Erzählung zu lesen. Ich weiß wohl, daß dies auch den meisten Christen schwerfallen dürfte, weil sie es gewohnt sind, die Bibel als ein heiliges und deshalb besonderes Buch zu lesen. Aber sie ist ja &lt;em&gt;auch&lt;/em&gt; eine Erzählung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu einer traditionellen Erzählung gehört, daß sich ein lebendiges Spiel ergibt zwischen dem, der schreibt, und dem, der liest: der Leser hat bestimmte Erwartungen, und der Schreiber weiß das natürlich und arbeitet damit - hält etwa den Leser in Anspannung, erzählt Geschichten anders zu Ende, als man es am Anfang erwarten kann, und vieles andere mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die vier Lebensberichte des Neuen Testamentes kann man alle wie eine solche Erzählung lesen, denn auch deren Schreiber verfolgen ja eine Absicht in Bezug auf das, was wir hören sollen und was nicht. Sie wollen alle unsere Aufmerksamkeit haben und spulen deshalb nicht einfach ein paar heilige Texte herunter, von denen sie annehmen können, daß sie von einem frommen Publikum sozusagen ganz von selbst gelesen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich frage deshalb: was ist an dieser Stelle unserer Erwartung an die Erzählung? Ich denke, die Antwort wird sein: wir wollen Jesus &lt;em&gt;reden&lt;/em&gt; hören. Er hat ja eine Botschaft mit auf diese Welt gebracht, und er redet gut und kraftvoll, wie wir in der Synagoge von Kapernaum erfahren haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauert aber bis zum vierten Kapitel, bis Jesus tatsächlich eine längere Rede hält, und das Ergebnis ist, ich sage es vorweg, nicht unbedingt so, wie man es erwartet. Wir kennen jedenfalls zunächst einmal nur die wenigen Worten, die Jesus am Anfang sagt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erfahren gerade noch etwas über die erstaunte Reaktion der Zuhörer auf die Wirkung der Predigt in der Synagoge von Kapernaum am See Genezareth*, aber dann nehmen die Geschehnisse einen anderen Lauf als Jesus das Recht sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein besessener Mensch tritt auf, identifiziert Jesus als &lt;em&gt;Heiligen Gottes&lt;/em&gt; und wird durch ihn von seinem bösen Geist befreit. Die Kunde von dieser Dämonenaustreibung und von der noch am gleichen Abend erfolgten Heilung der kranken Mutter des Petrus verbreitet sich sehr schnell, und Jesus ist von nun an ständig von hilfesuchenden Menschen umgeben ist. Er flieht am nächsten Morgen vor der Menschenmenge und versucht, in den umliegenden Dorf-Synagogen zu predigen, wird aber offenbar überall von den vielen Menschen, die alle auf Heilungswunder hoffen, behindert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufmerksamkeit der Erzählung ist entsprechend zunächst einmal auf das gerichtet, was Jesus tut und weniger auf das, was er sagt. Die ganze Erzählung hat in dieser Phase etwas Atemloses und Getriebenes. Jesus erscheint, das ist sicher erlaubt zu sagen, nicht als Herr der Situation, auch wenn er über böse Geister gebietet und Krankheiten heilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*alle Geschichten spielen jetzt bis auf weiteres am See Genezareth, der im nördlichen Teil des heutigen Staates Israel liegt und damals zu der von Jerusalem (in der Provinz Judäa) verwaltungsmäßig getrennten, etwa 100 km von Jerusalem entfernt liegenden Provinz Galiläa gehörte. Dort liegt auch die Heimatstadt der Eltern von Jesus, der Ort Nazareth, etwa 25 km westlich des Sees. Diesen See kann man sich ein wenig wie den Gardasee in Norditalien vorstellen - 20 km in der Länge, 10 km in der Breite und zwischen recht hohen Bergen schön gelegen. Die Grundmauern der Synagoge von Kapernaum (gesprochen Ka-PER-na-um) wurden übrigens von Archäologen freigelegt und sind zu besichtigen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-3198226540339412070?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/3198226540339412070/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/heilungen-und-ungewollte-bekanntheit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3198226540339412070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3198226540339412070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/heilungen-und-ungewollte-bekanntheit.html' title='Heilungen und ungewollte Bekanntheit'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-3292284502970441482</id><published>2010-02-18T22:30:00.001+01:00</published><updated>2010-02-19T07:52:48.396+01:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Die ersten Jünger, aber auch der erste Dämon"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Diese Bibelstelle ist wie viele Bibelstellen, eine in sich verständliche Aufreihung einer prophetischen Geschichte. Dort findet man eine detaillierte Erzählung einer bestimmten Handlung und zum Schluss die Pointe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bibel unterscheidet sich vom Koran in diesem Punkt. Im Koran findet man ebenfalls Geschichten, aber oft kürzer, themenübergreifender und oft nicht detailliert, als würde man Raum für Interpretation zu lassen. Die Erzählform des Korans mutet nicht typisch Menschliches. Sie wirkt überdimensional, überzeitlich. Manche Abhandlungen im Koran scheinen spontanen Wendungen zu folgen, Querverweise zu anderen Geschichten zu knüpfen und oft in scheinbar abstrakte Gottesanpreisungen zu münden. Das ist gewiss eine andere, erhabenere Erzählweise als in menschlichen Geschichten, die detaillierter, umfangreicher und flacher sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Islam kennt neben dem Koran die &lt;em&gt;Sunna&lt;/em&gt; des Propheten. Alle Propheten haben eine Sunna, auch Jesus (Friede sei mit ihm) hatte eine Sunna, die für die Gläubigen wichtig ist. Sie ist die Gesamtheit des Gelebten und Gesagten des Propheten, die zeitlos und beispielhaft für uns ist. Die Jünger merkten sich entweder diese Geschichten oder schrieben sie auf, um sie weiter zu vererben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich gibt es auch im Islam viele Werke außerhalb des Korans, die miteinander um die umfangreichste und beste Erinnerung an Propheten wetteifern. Sie sind auch um Details bemüht, schildern eine Geschichte zu Ende. Sie helfen uns den Koran besser zu interpretieren. Bei der Lesung der Bibel denke ich, daß sie eher mit diesen Werken zu vergleichen ist statt mit dem Koran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran spricht von &lt;em&gt;Incil&lt;/em&gt;, wenn er von der Bibel oder genauer: von einer Urform des Neuen Testamentes spricht. Das Wort klingt wie &lt;em&gt;Evangelium&lt;/em&gt;, man müsste untersuchen, ob beide Worte gleichen Ursprungs sind. In &lt;em&gt;Incil &lt;/em&gt;sind nämlich wie im Wort Evangelium die Buchstaben E (=I), N, G (=C) und L vorhanden. Es muss sich laut Koran bei &lt;em&gt;Incil &lt;/em&gt;um ein Buch handeln, wie die Thora oder der Koran. In den islamischen Quelle steht über die Bibel, daß Jesus (FSMI) eine zu kurze und schwierige Zeit hatte, in der es ihm und seinen Jüngern nicht gelang das komplette Buch niederzuschreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hatten die Bibel auswendig gewusst, damit gepredigt und fanden zunächst diese Predigten wichtiger als sich mit der Niederschrift zu beschäftigen. Sie haben vielleicht auch nicht die Gefahr einkalkuliert, daß die Bibel in Vergessenheit geraten würde oder daß die Wenigen, die es noch wussten, nicht mehr lebten. Außerdem haben sie gerechnet, daß sie nach der baldigen Wiederkehr von Jesus (FSMI) eher die Gelegenheit gehabt hätten, und daß dann mögliche Fehlerquellen ausgeschlossen werden könnten. Da die baldige Wiederkunft sich hinauszögerte, schrieben die ersten Christen dann doch noch die Verse auf, an die sie sich erinnerten, damit wenigstens ein Teil der Bibel zu retten sein würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heißt, daß diese ersten Niederschriften aus einer Not heraus entstanden und eher das Zusammenspiel von prophetischen Geschehnissen und einigen Gottesworten waren. Die ersten Christen nannten diese ersten Werke auch nicht Bibel, sondern Erinnerungen. Darin stand unter Anderem die Prophetenschaft von Jesus (FSMI) als Mensch und Diener Gottes, die Einzigartigkeit Gottes und nicht seine Vaterschaft zu Jesus (FSMI).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dieser Zeit nach Jesus, gab es eben auch die ersten, die von der Gottheit des Propheten Jesus (FSMI) sprachen. Später, hat sich dieser Gedanke, auch durch massgebliche Hilfe von Paulus, in der christlichen Religion durchgesetzt. Paulus hat Jesus (FSMI) nie gesehen, er half sogar bei der Christenverfolgung mit. Eines Tages sprach er von einer Vision und daß Jesus ihn mit der Aufgabe beauftragt hat. Wir sehen in Paulus den eigentlichen Lehrmeister der jetzigen gültigen christlichen Religionslehre. Um seine prophetische Stellung zu begründen, passte es gut, Jesus (FSMI) die Rolle als Gottes Sohn zuzuschreiben, ihn also zu einem Gott hochzustufen. Im ersten Konzil sind später alle Bibelwerke, die Gegenteiliges aussagten, aussortiert und vernichtet worden. Auch die Christen, die daran geglaubt haben, wurden verfolgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-3292284502970441482?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/3292284502970441482/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/nureddin-zu-die-ersten-junger-aber-auch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3292284502970441482'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/3292284502970441482'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/nureddin-zu-die-ersten-junger-aber-auch.html' title='Nureddin zu &quot;Die ersten Jünger, aber auch der erste Dämon&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-2509751687974201330</id><published>2010-02-17T22:30:00.002+01:00</published><updated>2010-02-17T22:56:56.208+01:00</updated><title type='text'>Die ersten Jünger, aber auch der erste Dämon</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und nachdem Johannes überliefert war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium! Und als er am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, im See die Netze auswerfen, denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Kommt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen! Und sogleich verließen sie die Netze und folgten ihm nach. Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes, auch sie im Boot, wie sie die Netze ausbesserten; und sogleich rief er sie. Und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit den Tagelöhnern im Boot und gingen weg, ihm nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sie gehen nach Kapernaum hinein. Und sogleich ging er am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und sie erstaunten sehr über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. Und sogleich war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen Geist; und er schrie auf und sagte: Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist: der Heilige Gottes. Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und der unreine Geist zerrte ihn und rief mit lauter Stimme und fuhr von ihm aus. Und sie entsetzten sich alle, so daß sie sich untereinander befragten und sagten: Was ist dies? Eine neue Lehre mit Vollmacht? Und den unreinen Geistern gebietet er, und sie gehorchen ihm. Und die Kunde von ihm ging sogleich hinaus überall in die ganze Umgebung Galiläas.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 1, 14 – 28)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Jünger treten in Erscheinung! Daß dies gleich zu Beginn des Markus-Berichtes steht, verdeutlicht die wichtige Rolle welche &lt;em&gt;die Zwölf&lt;/em&gt; spielen. Zwar lernt man später von einigen Jüngern nicht mehr als nur den Namen (Markus stellt alle zwölf einmal kurz zusammen vor, in Kapitel 3), aber die Rolle, die sie dann bei der Gründung der Kirche nach dem Tod und der Auferstehung von Jesus* spielen, ist aus einem einleuchtenden Grund wichtig: Jesus hinterläßt nichts Schriftliches, das Zeugnis von ihm lebt von der Erinnerung seiner Nachfolger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich wie bei Sokrates – und anders als bei Moses und Mohammed – sind auch bei Jesus alle Reden nur mündlich überliefert**. Für die späteren schriftlichen Zeugnisse ist also das Wissen der zwölf Jünger entscheidend, von ihrer Darstellung der Ereignisse um Jesus hängt die Glaubwürdigkeit der jungen Bewegung ab. Nureddin hat gleich in seinem ersten Kommentar diese Glaubwürdigkeit als Problem bezeichnet, aber sie muß in der Anfangszeit der Christen, also etwa nach dem Jahr 35 unserer Zeitrechnung, sehr groß gewesen sein. Anders ist der schnelle Erfolg der Kirche in ihrer Frühzeit nicht denkbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Blick auf unsere moderne Zeit und auf die Jahre der Aufklärung muß man im Umkehrschluß sagen, daß der zentrale Angriff der &lt;em&gt;historisch-kritischen Methode&lt;/em&gt; auf die Glaubwürdigkeit der ersten christlichen Zeugnisse dem Glauben wie kaum etwas Anderes geschadet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sollten die Kritiker der Überlieferung allerdings bedenken, daß sich die unterschiedlichen Autoren der Bibel von Anfang an dieser Kritik stellen mußten. Jesus war ja eine geschichtliche Figur. Man konnte zu Lebzeiten der Jünger große Teile der Berichte über ihn durchaus noch nachprüfen - etwa indem man weitere mündliche Aussagen hinzuzog oder indem man die vier vorliegenden Schriften miteinander verglich - und konnte dann &lt;em&gt;wissen, &lt;/em&gt;ob die Aussagen richtig waren oder nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran dagegen - Friede und unser aller großer Respekt sei mit ihm - ist ein Buch, das &lt;em&gt;geglaubt &lt;/em&gt;werden will. Sein Kern, das Reden Gottes mit dem Propheten, steht jenseits aller historischer Überprüfung. Daß dieses Reden richtig überliefert wurde, wird man kaum bestreiten wollen, daß es aber &lt;em&gt;Gottes &lt;/em&gt;Reden war, daß ist der Kern der Unterscheidung von Glaube und Unglaube.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage nach der Glaubwürdigkeit der ersten christlichen Zeugen besteht nun also bis heute fort, und jeder Leser muß sie neu und für sich persönlich beantworten. Bemerkenswert ist, daß die Markus-Stelle, in der es um die Auswahl dieser Zeugen geht, eine eher unbequeme Wahrheit offen benennt: es sind einfache und ungelehrte Leute, die hier berufen werden. Aussagen wie diese stützen die Wahrscheinlichkeit, daß die Berichte echt sind und keine Heldensagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres, ganz anderes Zeugnis begleitet Jesus von Anfang an: er wird von den Dämonen erkannt und identifiziert. Die Dämonen des Neuen Testamentes sind finstere Mächte***, keine neutralen Geister wie die Dschinne im Koran. Immer wieder sprechen sie in der Gegenwart von Jesus aus, was niemand anders so offen sagt: du kommst von Gott, du bist &lt;em&gt;der Heilige Gottes&lt;/em&gt;. Sie fürchten Jesus, auch das ist ein Teil des übereinstimmenden Zeugnisses der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* unter den Christen hält sich die Sitte, den Namen Jesus nicht deutsch sondern lateinisch in den Genitiv, Dativ und Akkusativ umzuformen – man hört auf Jesu Worte und sieht auf Jesum. Ich wähle hier die moderne Form, wenn es sich um Berichte über das Leben von Jesus handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;** Im Koran, Sure 19,30, gibt es einen Hinweis auf ein "Kitab", ein Buch, das Jesus nach islamischer Vorstellung zusammen mit seinem Prophetenamt empfangen hat - vielleicht der Thora oder dem Koran ähnlich. Die Kommentare zum Koran gehen davon aus, daß dieses Offenbarungsbuch auch den Jüngern bekannt war aber verlorenging und von den Jüngern um 40 n. Chr. rekonstruiert und mit eigenen Berichten ergänzt wurde - zu unseren vier Evangelien. Ich will beim weiteren Lesen darauf achten, ob sich Spuren eines solchen Ur-Buches im Bericht von Markus finden. Ich erwarte sie eher nicht, aber ich will ja offen und mit muslimischen Augen lesen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;*** Ihr häufiges Vorkommen in Israel wird auch in römischen Berichten erwähnt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-2509751687974201330?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/2509751687974201330/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/die-ersten-junger-aber-auch-der-erste.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2509751687974201330'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/2509751687974201330'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/die-ersten-junger-aber-auch-der-erste.html' title='Die ersten Jünger, aber auch der erste Dämon'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-4754911392561751617</id><published>2010-02-14T12:00:00.001+01:00</published><updated>2010-02-14T12:12:48.097+01:00</updated><title type='text'>Nureddin zu "Der Anfang in der Wüste"</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Vorweg einmal an meinen lieben Freund Christian, den ich vom Herzen mein "abicim", meinen werten Bruder nenne, Gottes Grüße - Selam Aleikum, viele fruchtbare und nützliche Gedanken zu seinem neuen Blog über das Markusevangelium, den ich kommentieren darf, soweit es mir gelingt. Gottes Grüße auch an alle Besucher dieses Blogs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Wunsch ist es, das Markus Evangelium mit meinen muslimischen Augen zu lesen und zu hoffen, dass der gemeinsame, eine Gott, von dem die Rede in den heiligen Texten ist, uns zu einem gemeinsamen Wort zusammenführt. Dieses gemeinsame Wort ist, es gibt keine weiteren Gottheiten ausser Gott. Der nicht zeugt und geboren ist, dem nicht vergleicht, der keine Kinder hat. Er hat viele Geschöpfe, vorneweg die Menschen, von denen er viel hält. Es ist der Gott, der uns alle erschaffen hat, um seine Einzigartigkeit, seine Schönheit zu zeigen, damit wir vor dieser Einzigartigkeit und Schönheit bewundernd teilhaben sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er schickte uns auf die Erde, ohne dass er es nötig hätte, um uns diese Schönheit zu zeigen, damit wir ihm dienen, woran er großes Gefallen hat. Er schickte uns, seit dem es Menschen gibt, Gesandte, damit sie uns zum Ziel führen sollen und damit wir an ihnen Beispiele nehmen sollen. Angefangen hat die Botschaft mit dem ersten Menschen, der gleichsam mit dieser glücklichen Aufgabe beauftragt war, wie später und anderswo Tausende Gesandte auf dem selben Wege den Einen, einzigen Gott aufgezeigt haben. Wie sie alle heissen, ob Noah, Abraham, Moses und Jesus (Friede sei mit Ihnen) dem die Bibel geschickt wurde, sie sind Gesandte Gottes, deren Aufgabe es war, die Menschen die zum Vergessen anfällig sind, wieder an das Wesentliche im Leben zu erinnern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir Muslime glauben daran, daß nach Jesus (FSMI) ein weiterer Gesandter, namens Muhammed (FSMI), gekommen ist, der bis zur Apokalypse, der letzte seiner Zunft und Prophet aller Menschen ist. Die 1,5 Milliarden Muslime weltweit müssen anerkennen, daß Mutter Maria und ihr Sohn Jesus(FSMI) undiskutabel heilige, auserwählte Menschen mit prophetischer Aufgabe sind. Ohne das ist man kein Muslim. Ebenso sind die Bibel, die Thora und die Gebote anderer Propheten davor, göttliche Texte, an die ein Muslim glauben muss, wenn er ein Muslim sein will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Einschränkung ist dann doch darin, dass wir Muslime glauben, diese Texte haben ihre Ursprünglichkeit und Reinheit mit der Zeit verloren, denn wieso sollte Gott sonst nacheinander neue Texte an die nächsten Propheten übermitteln. Die jetzigen biblischen, jüdischen Texte entsprechen nicht mehr dem Original. Ein Beweis ist ja die Existenz von 4 unterschiedlichen Bibeln im neuen Testament, die im Kern zwar ähnlich sind, aber sich an manchen Stellen widersprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Koran hingegen ist frei von Widerspruch, weltweit der Gleiche. Kein Buchstabe, kein Punkt ist verschieden und die Muslime legen großen Wert darauf, dass nur das Original in arabischer Sprache der Koran ist und die Übersetzungen eben ungefähre Übersetzungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz ist die jetzige Bibel nicht gänzlich von uns abzustreiten, und man findet viel Gemeinsames. Mein Augenmerk wird daher darauf abzielen, auf die Gemeinsamkeiten hinzuweisen, die uns verbinden. Natürlich werde ich auch auf Unterschiede hier und da zeigen müssen, weil nur dadurch eine kritische Betrachtung würdigend gelingen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun zum ersten Kapitel, Johannes (FSMI) ist auch nach dem Koran ein Prophet, aber einer, dessen Aufgabe es ist, dem kommenden, größeren Propheten die Vorarbeit zu leisten und das Volk auf die bevorstehende Botschaft vorzubereiten. Später hat er auch Jesus(FSMI) zur Seite gestanden und ihm bei seiner Verkündigung der Gottesgebote geholfen. Eine ähnliche Figur ist der Prophet Aaron (FSMI), Bruder des Mose(FSMI).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus (FSMI) ist im Islam, als eine der großen fünf Propheten bekannt. Die anderen sind Noah, Abraham, Moses und Muhammed (FSMI Allen). Eine schöne Sache ist die Taufe, ich vergleiche sie mit unserer "Wudu" Waschung. Eine Gemeinsamkeit ist, daß wir uns auch religiös reinigen. Wir kennen die Ganzkörperwaschung und die kleine Waschung, mit der Waschung der offenen Körperteile, wie Hand, Gesicht, Füße, Mund etc. Diese kleine Waschung ist vor jedem Pflichtgebet vorgesehen und die Ganzkörperwaschung weniger häufig, empfohlenerweise täglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heisst die Muslime taufen sich das ganze Leben lang, mehrmals am Tag. Zur Unterschiedlichkeit der Taufe ist zu sagen, daß wir Muslime alle Kinder, die neu geboren werden, als sauber und dadurch nicht taufpflichtig ansehen. Die Erbsünde kennen wir Muslime nicht, weil jeder sich selber vor Gott zu verantworten hat, und weil die Kinder nicht für die Sünden ihrer Eltern mitverantwortlich sind. Jeder haftet im Islam selber für sich, und jedes Neugeborene kommt sündenfrei ins Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Frage, Jesus (FSMI) ist ein auserwählter, grosser Prophet, ich liebe ihn so sehr, ich würde ihm ohne Frage mein Leben opfern. Er soll im Auftrage Gottes die Menschen zum Ziel bringen. Dieses Ziel ist ein Ort der ewigen Glückseligkeit bei Gott und allen die man liebt. Das Leben ist eine Prüfung, bei dem wir Menschen durch gute Taten und Gottesdienst dieses ewige Glück erarbeiten müssen. Ohne Fleiß kann man nicht belohnt werden, es wäre sonst den Tüchtigen gegenüber nicht fair.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So soll in diesem Leben mit verschiedenen Problemen der Diamant von der Kohle getrennt werden. Ein Verbrecher soll nicht neben einem Propheten im Paradies verweilen, er soll vielmehr wegen seiner Verbrechen, Blindheit und Dummheit büßen. Jeder Mensch hat hier die Wahl ein guter Mensch oder ein schlechter Mensch zu sein und nach dem Tod wird jeder mit seiner Rechnung konfrontiert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da hilft auch nicht, daß er z.B. als Muslim, Christ oder als Jude auf die Welt gekommen ist. Die Qualität eines Menschen wird nach seinem Gottesrespekt gemessen, nicht nach seiner Herkunft, wofür er sowieso nichts kann. Demnach kann es sein, daß ein Muslim in der Hölle landet, hingegen ein Amazonasindianer oder Christ im Paradies. Wichtig ist was er aus seiner Chance im Leben gemacht hat. Jeder fängt bei Null an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Sinne rufe ich die heiligen Seelen der Propheten auf, die in dieser Bibelkapitel genannt werden, daß in ihrem Namen uns der eine Gott zusammenbringen und vereinen möge, wie er es mit seinen Propheten bereits getan hat.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-4754911392561751617?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/4754911392561751617/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/nureddin-zu-der-anfang-in-der-wuste.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4754911392561751617'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/4754911392561751617'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/nureddin-zu-der-anfang-in-der-wuste.html' title='Nureddin zu &quot;Der Anfang in der Wüste&quot;'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2158845112862866699.post-1647272933105915970</id><published>2010-02-12T18:20:00.007+01:00</published><updated>2010-02-13T18:10:05.266+01:00</updated><title type='text'>Der Anfang in der Wüste</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus. Wie geschrieben steht im Propheten Jesaja: "Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der da bereite deinen Weg." "Es ist eine Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Steige gerade!" Johannes trat auf und taufte in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische Land und alle Einwohner Jerusalems, und sie wurden im Jordanfluß von ihm getauft, indem sie ihre Sünden bekannten. Und Johannes war mit Kamelhaaren und einem ledernen Gürtel um seine Lende bekleidet; und er aß Heuschrecken und wilden Honig. Und er predigte und sagte: Nach mir kommt der, der stärker ist als ich; ich bin nicht würdig, ihm gebückt den Riemen seiner Sandalen zu lösen. Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit Heiligem Geist taufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und es geschah in jenen Tagen: Jesus kam von Nazareth in Galiläa und wurde von Johannes im Jordan getauft. Und sobald er aus dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich teilen und den Geist wie eine Taube auf ihn herabfahren. Und eine Stimme kam aus den Himmeln: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden. Und sogleich treibt ihn der Geist in die Wüste hinaus. Und er war vierzig Tage in der Wüste und wurde von dem Satan versucht; und er war unter den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;(Kapitel 1, 1 – 13*)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Befürchtung ist, daß Nureddin als mein erster (aber hoffentlich nicht einziger) Leser sich daran stört, Jesus schon gleich zu Beginn als &lt;em&gt;Sohn Gottes&lt;/em&gt; vorgestellt zu bekommen. Immerhin: er wird nach dem Bericht des Markus, der ja keine Weihnachtsgeschichte enthält, von Gott nur adoptiert. Das nimmt einem Moslem vielleicht ein wenig von der skandalösen Vorstellung einer Zeugung durch Gott. Gott findet an Jesus Wohlgefallen, nachdem sich dieser als gehorsam erwiesen und sich der Taufe unterzogen hat. Deshalb nimmt er ihn als seinen Sohn an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seine Rolle als Sohn beinhaltet zunächst einmal diesen Gehorsam und dann später viel Schmerz und Elend. Kurz vor seiner Kreuzigung wird Jesus noch einmal in einem Gleichnis** erläutern, was es bedeutet, ein Sohn zu sein: so wie ein im Ausland lebender Gutsbesitzer zunächst seine Knechte schickt, um auf seinem Gut die Miete der Pächter einzufordern, so schickt Gott die Propheten, um seinen Anspruch an die Welt zur Geltung zu bringen. Nachdem die Pächter aber die Knechte nicht beachten oder sogar erschlagen, greift der Gutsbesitzer zu seinem letzten Mittel und schickt seinen Sohn. Er wird von den bösen Pächtern umgebracht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerne möchte ich hier anführen, auf Ausgleich mit Nureddin bedacht, daß der in vielen Religionen mögliche Gedanke, einzelne Menschen könnten als &lt;em&gt;Kinder Gottes&lt;/em&gt; angesehen werden, zunächst ja nur bedeuten soll, daß sie Gott besonders nahe sind. Es soll nicht bedeuten, daß sich der Eine und Einzige Gott in verschiedene Wesensheiten aufspalten läßt, daß also der Monotheismus aufgegeben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lese weiter mit den Augen eines Moslems: vertraut sein dürfte ihm am Anfang dieser Geschichte der Schritt von einem Propheten (Jesajas) über einen weiteren Propheten (Johannes) hin zu einem dritten Propheten (Jesus), den die Christen zwar nicht Propheten nennen, der aber natürlich in vieler Hinsicht in der prophetischen Tradition steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einem Moslem sehr vertraut ist auch der Gedanke, daß der Ursprung einer Religion in der Wüste ist. Sie wird hier dreimal erwähnt - in der Prophezeiung des Jesajas, im Leben des Johannes und in den 40 Tagen, die Jesus anschließend ebenfalls in der Wüste verbringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die modernen Ausleger haben manchmal aus dem Täufer Johannes einen wilden Hippie machen wollen, wie er da mit Kamelhaaren bekleidet seine Heuschrecken ißt, weit außerhalb der Zivilisation. Man hat sich mittlerweile aber eingehender mit den Bewohnern der Wüste beschäftigt und festgestellt, daß Johannes sich perfekt der Wüste angepaßt hat und nun so lebt, wie es die Kinder Israel als Nomaden viele Jahre lang vor dem Einzug in ihr gelobtes Land getan haben. Möglicherweise haben die Zeitgenossen des Johannes sein ganzes Auftreten intuitiv auch so verstanden, daß er dadurch sagte: wir haben durch unsere Sünden dieses gelobte Land verloren und müssen zu unserem Ausgangspunkt in der Wüste zurückkehren, um es neu gewinnen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Johannes ist nun der erste, der die Gläubigen mit einem äußeren Zeichen versieht, das in seiner Dramatik nur mit dem äußeren Zeichen der Beschneidung verglichen werden kann: der Taufe. Zwar ist es kein bleibendes Zeichen, weil das Wasser selbstverständlich wieder abtrocknet, aber es ist ein Zeichen, das in dem Moment, wo die Menschen in das feuchte und bedrohliche Elemente eintauchen, in vielen wohl einige Angst erregt und als Symbol für die ganze Erbärmlichkeit des Menschen und seine Erneuerungsbedürftigkeit steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* hier und im Folgenden nach der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elberfelder_Bibel"&gt;Elberfelder Übersetzung&lt;/a&gt; zitiert, lediglich Vers 1 und 2 sind aus der Lutherbibel (um mit dem fotografierten Text im Titel übereinzustimmen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;** Kapitel 12, 1 - 12&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2158845112862866699-1647272933105915970?l=markusbericht.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://markusbericht.blogspot.com/feeds/1647272933105915970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/dies-ist-der-anfang-des-evangeliums-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1647272933105915970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2158845112862866699/posts/default/1647272933105915970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://markusbericht.blogspot.com/2010/02/dies-ist-der-anfang-des-evangeliums-von.html' title='Der Anfang in der Wüste'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
